Bundesregierung fördert Elektroautos mit Kaufprämie von bis zu 4.000 Euro

Wie die Bundesregierung auf der offiziellen Internetseite berichtet, hat man gestern Abend eine Subvention für Elektroautos beschlossen. Demnach erhalten reine Elektrofahrzeuge eine Prämie von 4.000 Euro, während Plug-in-Hybride mit 3.000 Euro gefördert werden sollen. Weiterhin plant man die Ladeinfrastruktur mit 300 Millionen Euro zu fördern. Das Programm könne mit einem Kabinettsbeschluss bereits im Mai starten.

Insgesamt sollen mit dem Programm bis zu 400.000 Fahrzeuge gefördert werden. Die Gesamtkosten dieser Subventionsmaßnahme betragen 1,2 Milliarden Euro, wobei Staat und Industrie sich die Kosten jeweils zur Hälfte teilen. Der Bund möchte weiterhin bis 2020 insgesamt eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen.

Die Prämie ist jedoch auf Fahrzeuge beschränkt, deren Netto-Listenpreis die 60.000 Euro nicht übersteigt. Damit kommen das Model S oder Model X für eine solche Prämie nicht infrage. Zudem müssten sich ausländische Hersteller zur Hälfte an den Kosten beteiligen, wenn ihre Fahrzeuge von der Förderung profitieren sollen. Ob die Prämie bis zur Markteinführung des Model 3 noch zur Verfügung stehen wird, ist eher fraglich.

Bei den Gesprächen zur Förderung nahmen neben der Bundeskanzlerin und einiger ihrer Kabinettsmitglieder auch Vertreter der deutschen Automobilindustrie teil, darunter Vertreter von Volkswagen, Daimler und BMW.

Beitragsbild: Veröffentlicht auf Flickr.com von Steffen Zahn.

  • Blackmen

    Die Hälfte vom Hersteller wird aber nicht der Staat auszahlen…

    Wie wohl, wird der Hersteller seinen Beitrag „beweisen“ können????!!

    Das erinnert mich irgendwie an die Euro-Einführung… 🙁

  • Elektrinfizierter

    Das scheint ein eher als „halbherzig“ zu bezeichnender Versuch zu sein, die E-Mobilität steigern zu wollen. Listenpreis bis EUR 60.000 => Warum? Damit nicht „die Bonzen“ subventioniert werden, die sich „eh teure Autos leisten können“? Ich habe arge finanzielle Klimmzüge gemacht, um ein Model S besitzen zu können, würde mich daher nicht als Bonzen bezeichnen. Da ich jedoch hinter dem Konzept von TESLA stehe, habe ich es mit Überzeugung und einigen Entbehrungen gemacht, die mir dadurch leichter fallen.

    Was ist denn dann mit den gebrauchten Model S, die auf den Markt kommen und unter EUR 60.000 dann kosten ? Listenpreis ist da eher ein Hindernis als ein Anreiz. Es sei denn, dt. Hersteller kommen mit lange geheim gehüteten phänomenalen neuen E-Autos plötzlich auf den Markt und aus verdeckten Bodenplatten schießen die Ladesäulen für diese Wagen aus dem Boden…Wer`s glaubt…

    Nein: Eine wirkliche Förderung ist das m. E. n. überhaupt nicht. Es wurde „halt mal was für die E-Mobilität gemacht“, aber das war es dann auch. Finde das Ergebnis sehr enttäuschend, wozu unsere Volksvertreter viele Monate Beratschlagung und Arbeitskreise gebraucht haben.

  • Hans

    Dass die Prämie bis zur Markteinführung des Model 3 zur Verfügung stehen wird, ist eher unwahrscheinlich.

    Bitte? Ist die Markteinführung des Models3 doch noch vor mitte Mai?? 😛 😀

    • TK

      Verstehe Ihre Aussage nicht wirklich. Damit wollte ich sagen, dass womöglich schon das Etat aufgebraucht sein wird, bevor das Model 3 auf den Markt kommt. Klingt mein Satz unverständlich oder haben Sie sich verlesen?

      • Michael

        Man könnte vielleicht schreiben „OB die Prämie bis zur Markteinführung des Model 3 NOCH zur Verfügung stehen wird…“ – ich hab den Satz auch zweimal gelesen ^^

        • TK

          Ich habe den Satz korrigiert. Danke für den Hinweis.

        • Hans

          Genau in die Richtung meinte ich das 😉

          Und „Sie“ ??? Hilfe ich fühle mich sooo alt 😀 😉
          Im Internet ist Du schon okay finde ich ^^

          • pleu

            Nö, das Sie MUSS sein. Auch im Internet ist ein gesundes Mass an Respekt und Anstand angebracht (bin übrigens nicht alt).

  • Stefan

    Besser wäre es gewesen das Geld in die Infrastruktur und einheitlichen Steckermodellen zu investieren… Die Bundesregierung macht es wie Apple, immer an alten Schrauben drehen, anstatt Mut zu beweisen und echte Innovationen zu unterstützen.
    Des Weiteren sollte die Industrie stärker zur Kasse gebeten werden, nachdem Jahrzehnte lang, bezüglich der Abgaswerte, ohne Maß gelogen wurde

    • Heinz Wagner

      Meine These: Aufgrund der staatlichen Förderung 1.00.000 verkaufte BMW i3, VW E-Golf und MB B Klasse SportsTourer Elektrik Drive in nur 1 Jahr. Die bleiben dieses Mal wegen geschönter Reichweiten und fehlender Ladestationen an jeder Ecke liegen und die Staus werden immer länger. Ich glaub ich kauf mir einen E-Hubschrauber!

      • klaus

        Wohl kaum , aber wahrscheinlich werden sehr viel mehr Golf GTE, Passat GTE, BMW 330e , Mercedes C 350 e und was jetzt noch alles in den nächsten beiden Jahren von BMW und Mercedes an Plugins kommt. Alleine Mercedes will bis Ende 2017 10 Plugins auf dem Markt haben und auch BMW hat für jedes Quartal einen angekündigt.Für die ist das ja auch recht einfach die Technik die sie ins Automatikgetriebe integriert haben in weitere Modell zu übernehmen.
        Das ist auch keine völlig andere Käuferschicht als VW E-Golf und MB B Klasse SportsTourer Elektrik .Und vom Preis sind die dann auch durch die 3000 Euro günstiger als ihre etwas hubraumstärkeren Brüder mit der gleichen Systemleistung .

  • Thomas

    Schade, dass die Regierung wieder mauert und nicht endlich die Dieselsubventionen streicht.
    Weiterhin bleibt die Frage, ob EM bei seinen niedrigen Margen in der Lage sein wird, einen Beitrag zu den Prämien zu leisten. Aber vielleicht gibt es ja alternativ eine Null-Prozent-Finanzierung für das M3. Es bleibt also weiterhin spannend. …… und ich möchte auch mit 4000 € Nachlass keinen E-Golf 🙂 Den kriege ich notfalls ja dann jetzt gebraucht noch viel viel billiger !

    • Hans

      Welche Dieselsubvention?
      Der Dieselpreis setzt sich 2016 wie folgt zusammen.
      25,92% Produktpreis
      46,12% Mineralölsteuer
      11,99% Deckungsbeitrag
      15,97% MwSt.

      Man fragt sich schon was da so alles geglaubt wird. Der Staat erhebt 46,12 % Mineralölsteuer erhebt darauf nochmal die MwSt.!!!
      Wo ist da gleich nochmal die Subvention?
      Nur weil die Mineralölsteuer auf Benzin noch höher ist (53,53%) wird doch Diesel nicht subventioniert!

      • Thomas

        Das meinte ich, die niedrigere Mineralölsteuer auf Dieselkraftstoff. das nennt man Subvention, oder etwa nicht ?

  • Dejan Stankovic

    Was für ein Quatsch!!! Die sollen pro verkauftes Auto eine Ladesäule mit 2x 22 kW Typ 2 aufbauen und Schluss! Was soll ich mit 4.000,00€ wenn ich nicht weit genug komme?

    Dafür lobe ich meinen Model S …

    • Lukas

      Und Sie glauben, 22kW Ladesäulen gehört die Zukunft? …

      Dann lieber 150kW mit integriertem Ladegerät (=Steuereinheit). Wenn der Wagen nicht so viel kann, muss ja nicht so viel freigegeben werden. Aber mit 22kW locken Sie niemanden hinter seinem Diesel hervor!

      • klaus

        Richtig 22 kw sind nichts halbes und nichts ganzes. Zum schnelladen viel zu langsam, wenn man in der Nähe arbeitet und nach lädt, reichen auch weniger für die Heimfahrt

        • Dejan Stankovic

          Ja da habt ihr Recht…aber die 22er gibt es massig am Lager von Mennekes und die sind billig und schnell aufstellbar… von mir aus, auch 11 kW tun ihr Dienst perfekt, Hauptsache wir bekommen viele! Nachrüsten nach Bedarf geht immer.

  • Dirk

    Ich kann es mir auch nicht vorstellen, das Tesla von dem knapp kalkulierten Verkaufspreis für das Model 3 nochmal 2000 Euro für die deutschen Käufer dazugibt. Dann eher legen die die Summe beim Erstellen des Verkaufspreises für Deutschland noch drauf, um dann zu sagen, wir machen mit. Jedoch glaube ich im Gegensatz zum Beitrag von TM , daß das M3 in den Genuss der Förderung kommen könnte, da ich nicht davon ausgehe , das wegen dieser 4000 Euro, jetzt ein Booom auf die Nicht-Tesla Modelle losgeht. Die Mehrzahl wartet doch eher auf das richtige Elektroauto von Tesla. Die „Nachteile“ von E-Autos haben sich ja durch die Präme nicht grundsätzlich geändert, so das man jetzt plötzlich nicht davon ausgehen könnte, das die Mehrzahl der dt. Bevölkerung ihre ablehnende Meinung zum E-Auto ändern würde.

    • TK

      Vergessen Sie nicht, dass sowohl Plug-in-Hybride als auch reine E-Autos gefördert werden. Davon müssten bis Anfang 2018 (realistischer europäischer Markteintritt des Model 3) weniger als 400.000 verkauft werden, damit das Model 3 davon profitiert. Wenn man sich das kommende Aufgebot der deutschen Hersteller an Hybrid-Fahrzeugen anschaut, werden sehr viele absatzstarke Modelle als solche motorischen Zwitter auf den Markt gebracht.

      Ansonsten gebe ich Ihnen auch bezüglich der Beteiligung recht. Diese könnte für Tesla bei einem so günstigen Einstiegspreis gar nicht infrage kommen.

  • EeVee

    Die deutschen Autobauer haben kaum Interesse am Verkauf von eMobilen (außer zur Senkung der durchschnittlichen CO2 Emissionen ihrer Modellflotte). Deshalb werden auch PHEV gefördert und reine EVs nur mit 33 % mehr. Die neuen eModelle sind ja schwerpunktmäßig PHEVs, die dank der realitätsfernen Verbrauchsmessung auch gut zur Senkung der CO2 Referenzwerte genutzt werden können.

    Bei der Förderung der Ladeinfrastruktur hätte besser mal eine konkrete Zahl an (Schnell-)Ladestationen/-Plätzen (nicht Ladepunkten) da gestanden. Mit geplanten 300 Mio. Euro lässt sich ja viel anstellen….

    • klaus

      Das Superchargernetz steht mit 166 Millionen $ in der Bilanz von Tesla.
      Bei AMS steht auch das davon 200 Millionen für Schnellladestationen vorgesehen sind.
      Das wäre mehr als Tesel bis jetzt Jahr welweit für seine Supercharger investiert hat

  • alexander

    unter 60 000 netto listenpreis für das Basismodell (!) ist für Tesla Model S und X zu schaffen. Tesla müsste ein Software downgrade zb auf 40 kwh Akku oder weniger einführen. Es muss ja niemand dieses Basismodell kaufen.

    • Sukram

      Von „Netto“ lese ich nur hier was- der Listenpreis beinhaltet hierzuland‘ immer die Steuer.

      Bei Siggi Popps Laden liest man gar
      „…Listenpreis von [b]maximal[/b] 60.000 Euro…“
      http://www.bmwi.de/DE/Themen/industrie,did=764824.html

      • Sukram

        Hm:

        Im Video von der PK spricht Papa Schäuble allerdings zweimal kurz hintereinander von Netto.

        Andererseits kam später nochmal im Zusammenhang mit MWSt ein „Wir prüfen das noch“.

        Es braucht sowieso noch einen Kabinettsbeschluss und die Zustimmung des Haushaltsausschusses- an „irgendeinem Mittwoch“ des nächsten Monats.

        So richtig konzentriert war Schäuble sowieso nicht- auf die Frage, wie verhindert würde, dass die Hersteller einfach ihren Anteil vorher auf die Liste draufschlagen, antwortete er, es würde beim BAFA eine Liste mit den Listenpreisen geführt- die „natürlich aktualisiert würde, wenn es neue gäbe“ 🙁

        Also fix ist da noch nicht alles.

  • Dirk Weige

    Sehe ich ähnlich! Diese Subvention fördert eher die Plug-in-Hybride, was ein Rückschritt darstellt. Sinnvoller wären die Steuergelder zur reinen Föderung von flächendeckenden Ladestationen und -plätzen gewesen. Die Kommunen hätten eben von Bund und Land zweckgebundene Förder-(Steuer-)Gelder erhalten, die zur nachhaltigen Einrichtung und Wartung der E-Mobilität-Infrastruktur bestimmt gewesen wäre. Dies wäre sinnvolle Förderung und ein klares Signal. Auch könnten so die immer größeren Überkapazitäten von „grünem Strom“ der norddeutschen „Energiebauern“ über das gesamte Land und darüber hinaus verteilt werden.

    • Thomas

      Das sehe ich auch so!
      Wenn schon die Deutschen Autobauer Mitsprache haben, dann geht es den Deutschen Autobauern überwiegend um die Plug-in-Hybride Modelle, da haben die alle was in der Schublade, jedenfalls für die nächsten 10 Jahre.
      Weil sie das Elektroauto tatsächlich total verpennt haben, kann man nur Mogelpackungen erwarten.
      Jedenfalls rechnet sich für mich das Mod S immer noch besser als ein Deutsches E-Auto das eine schlechte( Ärgerreichweite und ein miserables E-Ladenetz) aufweist.
      Als Unternehmer rechnet sich das Mod S mit Abschreibung,KFW -Förderung gemischt mit der Verbrauchsersparnis (bei ca. 40-50.000 km 1/1) immer noch besser auf 8 Jahre als wenn ich auf Diesel bleibe.
      Und schon schon gar nicht mit einen E-Golf und Co.
      Thomas

      • klaus

        Na wenn sich das Model S auch so rechnet , wozu dan Subventionen ?

    • klaus

      wären es ihnen lieber die Leute würden statt einem Plugin-Hybrid einen TDI kaufen ?

  • Peter

    Hier erkennt man klar, wer am Verhandlungstisch saß, die usprünglich diskutierte Prämie für reine E-Fahrzeuge wurde von 5.000 auf 4.000 EUR reduziert, die Prämie für die Zwitter beibehalten … Ich bin dann mal gespannt, wieviel der Förderung für welche Fahrzeuge „verbraten“ werden. Meines Erachtens stimmt da die Verhältnismäßigkeit nicht, wenn ich mich recht erinnere, sollten bis 2020 ja 1 Mio. E-Fahrzeuge auf die Straße und keine Hybrids …

    Ich glaube auch nicht, dass das Model 3 unter 35.000 EUR kosten wird. Wenn man sich anschaut, zu welchen Preisen das Model S in den USA und in DE angeboten werden, liegt der Preis derzeit in DE ca. 30%(!) höher als in den USA! Hauptursache sind hier (hohe) Zölle (zum Schutz der EU-Autoindustrie) und Steuern. Linderung verspäche hier nur eine Fertigung des Model 3 in der EU, was meiner Meinung nach zwingend kommen wird. Auf das Model 3 übertragen läge der Preis bei 45.000 EUR! Dann kommen nochmal 2.000 EUR für die Förderung für den Hersteller oben drauf, dann die 4.000 EUR runter, macht einen Listenpreis von 43.000 EUR. Wenn die Förderung dann leider vorher ausgelaufen ist, zahlen wir halt gerne die 47.000 EUR und freuen uns über den (erhofften) Erfolg von TESLA. In diesem Zusammenhang finde ich es höchst fahrlässig, wie von Medien ein Preis für das Model 3 von teilweise unter 31.000 EUR genannt wird. Die Zeit wird zeigen, wer näher an der Realität liegt.

    1,2 Mrd. Förderung …. (600 Mio vom Bund) – VW stellt einen 2stelligen Milliardenbetrag wegen der Abgasmanipulationen zurück. Lassen wir die Zahlen einfach mal wirken. Dann schmunzeln wir resignierend.

    • klaus

      Bei Elektroautos zählen auch die USA Plugin-Hybrids mit . Die werden auch dort gefördert gefördert. Der Taxcredit hängt von der Batteriegröße ab , es gibt 2500 $ Mindestförderung plus 417 $ für jede kwh über 5 höchsten 7500 $

  • McGybrush

    Das die Plug In Hybride im Vergleich so Stark gefördert wurden ist mal wieder ein Witz. Es dürften nur Plug in Hybride sein die Meinetwegen Rein Elektrisch >100km fahren. Quasi der BMW i3 mit Range Extender. Sonst wüsste ich jetzt aber kein weiter. Je schöner die Weltführenden Autobauer es sich heute einreden um so mehr fallen se doch in 3-4 Jahren auf die…

    Wie ist es wenn z.B. Tesla sich nicht dran beteiligt. Stehen mir dann aber trotzdem noch die anderen 2000Eur vom Staat zu?

    Aber ich kauf mir eh ein Model 3 (stand heute). Mich interessiert nur wie es mit Ladesäulen für Laternenparker aussieht. Wie diese sich entwickeln.

    • Dirk

      Ich habe die Pressekonferenz gesehen, und da wurde von Herrn Schäuble erklärt, das die 2000Euro vom Staat kommen, wenn der jeweilige Autobauer vorher seine 2000Euro dazu gibt. Also wenn Tesla sich nicht beteiligt , gibt es auch nichts vom Staat.

  • Jakob

    Ich habe Steffen Seibert auf Twitter nach ein bißchen mehr Infos zu der Ladeinfrastruktur gefragt.
    Antwort:
    „2017-2020 200 Mio. € für Schnelllade- und 100 Mio. € für Normalladeinfrastruktur, Ziel: 15.000 Ladesäulen, v.a. in der Fläche.“

    Wäre interessant wie viele Ladesäulen wir Stand heute in DE haben.

  • Stefan

    Das ist mal wieder eine typische Umverteilung von Arm nach Reich. Wer sich für z.B. 50k€ nen Plugin Hybriden neu kauft bekommt noch 3000€ vom Staat (also von allen Steuerzahlern) geschenkt. Die Allgemeinheit finanziert den CO2 Flottendurchschnitt, damit die deutschen Auto-Dinos weiter ihre Verbrenner verkaufen können.
    Das einzige was ich gutheißen kann ist, dass diesmal ausländische Hersteller einen Nachteil mit der Selbstbeteiligung haben… nicht dass es so wie bei der Photovoltaik-Förderung läuft und durch die EEG Umlage, die ja „von allen“ gezahlt wird, Chinesische PV-Produzenten ihre Module verkaufen und hiesige Firmen pleite gehen.

    Konsequent wäre nur eine Förderung von reinen Elektrofahrzeugen gewesen. Dann wäre der Topf auch noch gut voll, bis das Model 3 auf den Markt kommt. So ist es nur ein Zuckerl für die Automobilindustrie, die ihre teuren SUV-Plugin Hybride an Leute verkauft, denen die 3000€ mehr oder weniger nicht wirklich weh tun.

    Ich bin mal wieder enttäuscht von unserer Regierung und stink sauer auf die ganze Lobbyisten Meute!

    • Heinz Wagner

      100 % Deiner Meinung, aber wenn ich mir die Kommentare so durchlese, gehen fasst alle Meinungen in die Richtung.

  • Bürokrat

    Das ist eine Strategie unserer Dieselgate Konzerne.
    Hybride gibt es viele auf dem Markt, jeder Hersteller hat min. einen im Programm.

    Die Hersteller haben Angst verspürt nachdem sie gesehen haben wie das M3 auf 400.000 Bestellungen kam.
    Da musste doch schnell eine Plan her.. lange wurde über die E Prämie diskutiert und plötzlich ist sie da und wer Profitiert? Na BMW Daimler und VW.
    So wird die Zeit überbrückt bis das M3 kommt und kräftig Umsatz gemacht auf Kosten der Steuerzahler.

    *Thumbs Up*

    Geld denen, die Geld haben!

  • alex

    Es gibt nicht viel diesen ganzen Kommentaren bei zu fügen, alles wurde gesagt! ich habe auch gelacht als ich davon gehört habe, dachte nur „typisch wieder BRD GmbH“
    wie auch immer, erfreulich ist es für mich zu lesen wie viele hier die selbe Meinung vertreten, ein eigenes und zukunftsorientiertes stinkerfreies denken haben.
    Weiter so Leute! Damals haben sie auch alle gemeint apple bringt nur ein Telefon für freaks, heute haben selbst Rentner schon smartphones, und das ist alles nur in paar Jahren passiert!
    Tesla hat das Elektro auto, ENDLICH massentauglich gemacht! das ist einfach ihr größter verdienst!
    Weiter so, schön dran bleiben, und den ganzen anderen Dinos zeigen das wir ihre stinker nicht mehr wollen!

    gruss

  • Efe

    Wenn man provozieren möchte, könnte man von staatlich subventionierten Plug-in Hybriden sprechen. Und die sind ja auch nicht mehr als verbrauchs-/abgasgeschönte Stincker oder wie häufig sieht ein PHEV die Steckdose?

  • Dr.M.

    Anstelle von Tesla würde ich jetzt gleich eine elektronisch begrenzte 40 kwh Version des Model S 70 (ohne „D“) rausbringen für exakt 59.999 Euro in der Basisversion – und das Ding dann frech „Germany Special Edition“ nennen. Und dann später die Freischaltung der restlichen 30 kwh zum 70er gegen Aufpreis anbieten….

    • klaus

      Eine elektronisch begrenzte 40 kwh Version des Model S 70 führt doch nicht zu niedgern Kosten für Tesla, sondern zu 20.000 Euro zusätzlichem Verlust pro verkauften Model

    • Dirk Weige

      Leider wird dies nicht geschehen, denn – wenn man etwas freischalten kann, was die Hardware betrifft, muss diese zuvor auch verbaut worden sein. Ein MS 70 ohne jegliche Optionen kostet in D 82.700 €. In D bedeutet Listenpreis = Bruttopreis, also mit MwSt., somit bliebe es bei diesen 82.700 €. Tesla kann sich sicherlich nicht leisten, einfach einmal 22.701 € Brutto pro Fahrzeug zu verschenken. Was passiert, wenn der Kunde nachträglich nicht „upgraden“ würde, da ihm 40 KWh genügen …?
      Selbst, wenn man wirklich einen 40 KWh Akku. installiert, würde sich nach Überschlagsrechnung der Preis nur um 6.450 € (Netto) minimieren (ca. 215 € pro KWh).
      Das MS ist einfach nicht in dieser Preisklasse, leider!
      Na ja, ich gehe aber auch eher davon aus, dass das M3, wenn die Optionen, die man möchte, eingepreist sind, eher in Richtung 55.000 € gehen wird, als die bisher genannten 43.000 €. Wobei, wenn EM diesen Preis als Nettopreis meinte, kommt meine Einschätzung ja wieder ungefähr hin.

  • MichaelW

    Es ist doch besser, dass die Leute sich den Hybriden kaufen, anstatt den normalen Motor. Der Hybrid ist in der Stadt sauberer, da dort der E-Motor mehr arbeiten kann 🙂

    Weiterhin würde ich Tesla empfehlen ein Model S für 40 000€ anzubieten. Dieses hat eigentlich einen 90kwh Akku. Aber für 40K sind nur 30kwh freigeschaltet. Und der Kunde kann im Nachhinein für je 10K € 10kwh freischalten….

    Aber das wäre zu schön. Man darf ja noch träumen :’D

  • chk

    Zitat: „Die Prämie ist jedoch auf Fahrzeuge beschränkt, deren Netto-Listenpreis die 60.000 Euro nicht übersteigt.“

    Da sieht man das die deutsche Autoindustrie die Hosen voll hat! So nach dem Motto:“Nur ja keine Teslas förden“
    Aber die Leute kaufen auch ohne Förderung, wenn Preis/Leistung passt.
    Model 3 is coming soon!

    • marc

      Stimmt Preis und Leistung müssen stimmen . Und das passt aus Sicht der großen Mehrzahl der Neuwagenkäufer zur Zeit nicht. Wobei vor allem der Preis derzeit der Knachpunkt ist bei Elektroautos, die nur für kurzstreckenverkehr geigent sind .Das Beispiel Norwegen beweißt , das Elektroautos aktuell den Markt für Zweitwagen im urbanen Umfeld abschöpfen können , wenn das Preisverhältnis passt. Die Förderung in Norwegen bewegt sich durch Wegfall der 25% Mehrwertsteuer und der sehr hohen Zulassungsgebühren aber in ganz anderen Dimensionen als die 4000 Euro Prämie. Dort ist zum Beispiel der Golf-e billiger als der günstigste Benziner.Das hat dann letztes Jahr dazu geführt das 54 % aller verkauften Golfs von der E-Variante waren. Der Golf-e war letztes Jahr auch mit deutlichem Abstand meistverkauftes Elektroauto in Norwegen

  • UNIMATRIX ZERO

    Bei dieser Förderung hätte die Regierung auch ein Gesetz einführen sollen ähnlich wie das
    California Air Resources Board.
    Mein Vorschlag. Ab 2020 ! Aller Auto Hersteller die kein 100% E-Auto anbieten dürfen in Deutschland keine Autos mehr verkaufen! z.B. Alfa Romeo , Fiat , Mazda , Suzuki … diese haben bis heute kein einziges E-Auto für den Deutschen Markt!

  • b.M

    Das nenne ich Protektion, da werden untaugliche E Autos subventioniert. VW, DB, und BMW,
    haben bis heute kein Modell das „ehrlich“ die 200 Km Grenze erreicht.
    Im Gegensatz zur da Schweiz gibt es keine Subventionen für Hybrid und E Autos, dafür bezahlen die meisten keine oder nur die Hälfte der MFZ Steuern für solche Autos, somit wird jedes Produkt gleich behandelt und dies auf die ganze Lebensdauer des Wagens, dies bringt letzlich mehr als Subventionen. Dafür müssen die Diesel Fahrzeuge für Kraftstoff und Steuern mehr bezahlen als die Benziner. Die D Hersteller wissen ja wie man mauschelt und werden sicher auch in diesem Fall noch mehr Gewinn herausschlagen.

    • klaus

      Aber auch in der Schweiz liegt der Anteil unter einem Prozent , wobei davon mehr als die Hälfte von Tesla kommen, die Fahrzeuge von Nissan und Co sind in der Schweiz kaum verkäufliche Ladenhüter

  • Felix

    Wenn es sogar die Autobild kritisiert indem es den Schritt als mutlos bezeichnet, muß es wirklich schlimm sein

  • Luganorenz

    Warum nicht?
    Bei der Abwrackprämie haben die Leute ihre alten Mühlen verschrottet, um sich Dacias und Daewoos zu kaufen. Das kann doch nicht im Sinne des Steuerzahlers sein.
    Wenn von den Subventionen deutsche Autos gekauft werden, ist es für den Staat wahrscheinlich ein Nullsummenspiel. Und wenn dadurch weniger TDIs gekauft werden sondern mehr GTEs, soll’s mir persönlich recht sein.
    Sicher, der grosse Wurf wie seinerzeit das EEG ist es nicht, aber wer Mutti wählt, bekommt halt Mutti…

    • klaus

      War das EEG wirklich der große Wurf? Mit der unsäglichen Umlage der Förderkosten auf die Endverbraucher , dabei aber Großverbraucher aus der Industrie davon aus zu nehmen .Und als Krönung kassiert der Staat dann auch noch 19% Mehrwertsteuer. Als Ergebniss hat Deutschland die weltweit 2 Höchsten Strokosten für private Endverbraucher, 40 % höher als im Schnittt der EU.Diesen Unfug mit der Umlage hat auch kein anderes Land übernommen das ähnliche Föderproromme aufgelegt hat

      • Luganorenz

        Ich gebe Ihnen dahingehend recht, das Details des EEG bis heute schlecht gelöst sind (auch ich denke, die Industrie sollte nicht so oft ausgenommen werden). Aber natürlich müssen die Kosten auf den Verbraucher umgelegt werden, wohin denn sonst?
        Jetzt darf sich die Atomindustrie von den Folgekosten dieser irrsinnigen Technik freikaufen, da bleibt es doch auch am Verbraucher, sprich Steuerzahler kleben. Der Kohlepfennig war auch eine Umlage. Wenn die gigantischen Umweltschäden der fossilen Stromerzeugung in den Strompreis integriert würden, dann würde der Strom mit dem EEG jetzt billiger werden. Aber nach dem St. Floriansprinzip ist uns natürlich sch…egal, was der Treibhauseffekt in der 3. Welt anrichtet.
        Und Sie schreiben ja selbst, dass andere Länder die Idee übernommen haben, eben weil das Gesetz gut war. Es ist a psteriori für die anderen Länder einfach die Schwachstellen nicht zu übernehmen.
        Wo wären die Erneuerbaren heute ohne das EEG? Sicher nicht bei der grid-parity.

        • klaus

          In allen anderen Länder die ähnliche Förderungen haben werden die Subventionen aus der Staatskasse übernommen. Das vermeidet auch die soziale Schieflage wie in Deutschland . Durch hohe Strompreise werden Sozialschwache überproportional belastet Von der Förderung der Photovoltaik haben vor allem Eigenheimbesitzer und Großbauern profitiert. In der großen Boomphase von 2010 bis 2012 war das eine sehr gute Kapitalanlage für die ,mit auf 20 Jahre staatlich garantierten hohen Renditen . Der Kohlepfennig wurde im übrigen 1995 vom Bundesverfassungsgericht gekippt.
          Und das die deutschen CO2-Emmissionen in der Stromerzeugung seit 2012 kaum sinken ,trotz des starken Ausbaus der Windenergie wissen sie sicherlich auch.

  • Apfel

    Habe mir alle Kommentare durchgelesen und habe eine (sehr) einfache Lösung für Tesla. Wie sie direkt 2-Fach punkten können, Model S und X mit Miet-Akku. Somit ist der Kaufpreis unter den 60k€. Ebenfalls würden die Gewerblichen nicht unerheblich profitieren, da Sie nun besser mit der 1% Regelung da stehen. Ich sehe hier durchaus Potential zu 200-300% gesteigerten Verkaufszahlen in DE.
    Gruß Apfel

  • Dirk Weige

    Leider ist dies nicht so, denn weder bei der Annahme, der Akku. würde mit 190€/KWh oder 215€/KWh eingepreist sein, käme man auf oder unter einen Listenpreis von 60k – nicht beim S oder auch beim X.
    Bsp.: S 70 = 70x215x1,19=17.909,50€ -> 82.700-17.909,50=64.790,50€
    X 75 = 75x215x1,19=19.188,75€ -> 96.100-19.188,75=76.911,25€
    und dies nur, wenn die 215€/KWh Nettopreise wären, noch größer wäre der Abstand zu 60k natürlich bei der Angabe von Tesla, dass die Preise sogar eher bei 190€/KWh liegen, egal ob Netto oder Brutto.

    • Apfel

      Auch du vergisst hier, das diese Preise sicherlich die reinen ZELL Kosten sind. Weder Aluminiumframe noch die Sicherungen und alle Kabel und Kontaktierungen welche bereits im Akku stecken sind eingerechnet. (Ich nehme an das Hauptschütz sitzt ebenfalls Innerhalb? Um Front und Heckanschluss Schiene zu bestromen?)
      Somit wäre es durchaus möglich. Hinzu kommt noch die mögl. für Tesla das ggf. die Fahrzeuge mit niedrigeren Importzöllen ins Land kommen? Da keine Fertig entmontierten und fahrtauglichen Fahrzeuge importiert werden? Dies ist doch auch einer der Gründe wiso in Tilburg entmontiert wird. Ebenfalls bedenkst du nicht das Tesla anders für das Model S kalkulieren kann denn ein Teil des Gewinnen können Sie über den Leih oder Kaufakku einhohlen und so am Gewinn der rohen Model S und X einsparen um die 60000 zu knacken.
      Nicht zu vergessen die Gewerblichen!
      Entschuldige die Rechtschreibfehler.

      • klaus

        Das wären zunächst Mindereinnahmen von mindestens 22700 Euro , die Tesla über die Akkumiete wieder rein holen muß. Das würde die Bilanz von Tesla noch weiter in die roten Zahlen drücken.