Elon Musk spricht von neuen Superchargern V3 mit einer Leistung von weit über 350 kW

Elon Musk war vor wenigen Tagen wieder auf Twitter unterwegs und beantwortete dort einige Fragen. Ein Fragesteller, der Redakteur des Branchendienstes Electrek, Frederic Lambert, wollte wissen, wie der Plan voranschreitet, auf Supercharger-Stationen Solarmodule zu installieren, um diese dann autark vom Stromnetz betreiben zu können.

Musk nahm sich tatsächlich die Zeit, um auf diese Frage einzugehen, gab bei seiner Antwort jedoch auch viel mehr preis, als man zunächst vermuten würden. So erklärte der CEO, dass es bereits erste Installationen dieses Typs gibt, um alle Ladestationen so umzubauen, bräuchte man die Supercharger V3, Powerpack V2 und SolarCity. „Die Voraussetzungen sind geschaffen“, schrieb er.

Wenn man eine solche Antwort bekommt, wird man als Redakteur neugierig. Lambert fragte daraufhin, ob es sich dabei um Schnellladesäulen mit einer Leistung von 350 kW handelt. An solchen „ultra-schnellen“ Ladestationen wollen BMW, Mercedes, Ford, Audi und Porsche zusammenarbeiten. Musks Antwort: „Bloß 350 kW… Wovon sprichst du? Einem Kinderspielzeug?“

Musk deutet darauf hin, dass zukünftige Supercharger eine Leistung von deutlich über 350 kW haben werden und womöglich in wenigen Minuten ein Fahrzeug vollständig aufladen können. Die neuesten Supercharger verfügen über eine theoretische Ladeleistung von 145 kW, die aktuellen Fahrzeuge von Tesla können jedoch in jedem Fall mit maximal 120 kW geladen werden. Ob die neuen 21-70 Batteriezellen das ändern, wird sich zeigen.

Sollten zukünftige Fahrzeuge jedoch tatsächlich mit einer deutlich höheren Leistung geladen werden können, würde ein Ladevorgang nur wenige Minuten dauern. Lambert rechnet in seinem Artikel vor, dass eine Ladestation mit 700 kW in sechs Minuten 70 kWh liefert (700 kW x 60 Min. = 700 kWh, geteilt durch 10 = 6 Minuten für 70 kWh). Das reicht für 4 Stunden Fahrt oder ca. 400 Kilometern.

Welche Ladeleistung Tesla mit den neuen Superchargern V3 erreichen wird, ist bisher jedoch nicht bekannt. Was man jedoch auf jeden Fall anstreben will, ist die autarke Stromversorgung von Superchargern mittels Powerpacks und Solarmodulen. Diese könnten in einigen Regionen dazu beitragen, dass Tesla die Ladestationen ohne Stromnetzanschluss installieren und betreiben kann.

Artikelbild zeigt mit Solarmodulen bestückte Supercharger-Station in Hawthorne, Kalifornien.