Gigafactory: Tesla wird Batteriezellen vom Typ „21-70“ statt „20700“ herstellen

Tesla hatte gestern einige Medienvertreter zu einer Besichtigungstour in die Gigafactory eingeladen, wo es anschließend auch eine Frage-und-Antwort-Runde mit Elon Musk, JB Straubel und dem Executive Vice President von Panasonic, Yoshihiko Yamada, gab. Dabei ging es unter anderem um den Batterietypen, der in der größten Batteriefabrik der Welt hergestellt wird.

Erst im Juni haben wir darüber berichtet, dass Tesla in der Gigafactory Batteriezellen des Typs „20700“ herstellen wird. Im Gegensatz zu den aktuell verbauten Batteriezellen des Typs „18650“, wären diese etwas größer (70 statt 65 mm) und breiter (20 statt 18 mm). Doch offenbar ist auch dieses Vorhaben bereits Schnee von gestern. Denn wie Fortune berichtet, wird Tesla einen neuen Zelltypen „21-70“ in der Gigafactory herstellen.

Diese Batteriezellen haben dieselbe Größe, wie die 20700, sind jedoch minimal breiter (21 statt 20 mm). Da die letzte Ziffer in der Bezeichnung der Zellen sowieso keine Rolle spielt, lässt Tesla diese komplett weg. Mit diesem neuen Zelltypen glaubt Tesla eine perfekte Symbiose zwischen Physik und Ökonomie gefunden zu haben. Hingegen sei der bisherige Standard „18650“ lediglich „ein Zufall in der Geschichte“, sagte Straubel.

Der neue Zelltyp wird unter anderem im Model 3 eingesetzt, wo die Minimierung der Kosten einer der wichtigsten Faktoren ist. Bei der Auswahl des Typs gibt es einige Zielkonflikte. Ist das Akkupaket (welches mehrere Batteriezellen enthält) größer, so könnte es eine höhere Kapazität vorweisen und mehr Leistung bieten. Ein größeres Akkupaket ist wiederum breiter und schwerer, was sich negativ auf das Design oder die Reichweite eines Fahrzeugs auswirken kann.

Tesla ist von dem neuen Zelltypen „21-70“ sehr überzeugt. Die Kalifornier glauben, dass dieser Typ in Zukunft der neue Standard werden könnte. Außerdem könnte man sich vorstellen, diesen Zelltypen eines Tages auch für die aktuell verfügbaren Modelle (Model S und X) zu nutzen. Zwar sind die Zellen etwas größer und breiter, doch dies soll durch eine effizientere Verpackung der Zellen kompensiert werden, sodass die Akkupakete dieselbe oder sogar eine geringere Größe vorweisen.

  • KingArtus

    Entscheidend wird sein, das weniger Zellenfur gleiche Leistung benötigt werden.
    Das wirkt sich auf den Preis aus.

    Wenn sie durch bessere Verpackung, das gleiche Format wie vorher erreichen, wurde der Kunde das weder merken noch spüren.
    Dazu kommt, das vielleicht 120KW oder 150KW irgendwann mal Einzug halten. Bei gleichem Preis wie jetzt.

    Denn angegebenen Ziel ist ja die Preise von 190$ pro KW auf unter 100$ zu bekommen.

    • PDDOW

      @ King Artus
      120 oder 150 kW haben bereits Einzug gehalten, da Kilowatt die Leistung ist. Und 150 kW können die Teslas ja schon leisten. 😉
      Hingegen ist die Kilowattstunde kWh die Einheit, die eine bestimmte Energie angibt. Also kann man zum Beispiel mit einem Akkupaket welches 150 kWh speichert einen Motor der 1 kW Leistung hat 150 Std. lang betreiben. Oder einen Motor mit 150 kW eine Stunde lang 😉
      Oder oder oder

      War nicht böse gemeint und kommt auch glaube ich nicht so rüber aber meine Elektrotechniker Zehennägel Rollen sich immer bei so was auf 🙂

  • McGybrush

    Mal an alle Matgematiker. Der 1mm der auf die 20mm (5%) bzw. 3mm bei 18mm (17%) drauf kommt macht in der Volumenberechnung pro Zelle ja sogar noch mehr als diese Prozente aus!?

    Gut. Insgesammt passen dann wieder weniger rein. Heisst es nimmt sich nicht viel pro Fläche. Aber die Gewachsene Höhe kommt bei gleicher Grundfläche auf mehr kWh. Und es wird weniger Geräuse pro Energiemenge. Verwendet.

    Bin gespannt was das M3 (MS MX) dann an max kWh haben wird.

    • swissqsi

      😉
      Genau, dieser eine mm im Durchmesser macht einiges an Volumen aus.
      Eine 18650 Zelle hat ein Volumen von 16.54cm^3
      Das Volumen einer 20700 Zelle ist rund 33% grösser, das einer 2170 sogar 46.6%…
      Wenn es also möglich wäre, die gleiche Anzahl Zellen in ein Batteriepack zu packen, so würde sich theoretisch die Kapazität der heutigen Batteriepacks um rund 46% erhöhen.
      P90D mit 90kWh –> 132kWh :))

    • McGybrush

      Wie gesagt. Wenn man nur die Fläche von meinetwegen 7000 Zellen hochkannt nimmt oder in der gleichen Fläche grössere Zellen (z.B. 6000) verteilt. Dann ist sowohl die Zellfläche als auch der Freiraum in beiden Fällen identisch. Hier Spart man sich nur die Gehäusestärke von in meinem Beispiel 1000 Zellen die weniger vorhanden sind. Die Höhe macht die egtl Prozente aus.

  • Grünspanpolierer

    Ähm, der grösste Produzent von Batterien weltweit ist BYD, nur mal so nebenbei bemerkt!

    Und diese durchschnittliche Fabrik wird Gigafabrik genannt? Hat halt jeder seine eigene Nomenklatur…

    • Julian

      Unabhängig von der Produktion anderer Hersteller möchte Tesla jährlich Akkus für bis zu 500.000 Autos herstellen. Da man von einer Kapazität von 60KWh pro Auto ausgehen kann und diese mit 500.000 multipliziert, kommt man auf 30.000.000 KiloWh pro Jahr. Dies sind 30.000 MegaWh und 30 GigaWh. Daher Gigafactory.
      Nomenklatur ist halt nicht immer willkürlich.
      Gern geschehen.

      • Grünspanpolierer

        Um das zu schaffen, müssen sie erst wieder eine GigaKapitalerhöhung platzieren.
        Sagen wir 10 Giga$. Die Giga$ der letzten GigaKapitalerhöhung reichen nicht mal zum bailout der megadefizitären SolarKlitsche, die im September ohne Übernahme pleite wäre.

        Wird Ihnen bei diesen GigaZahlen nicht Angst, dass das alles nur ein GigaKartenhaus ist?

        • FVK

          was ist denn Ihre Empfehlung, welche andere Marke empfehlen Sie denn?

          • E.OFF

            Aus dem Mutterland der Schadstoffskandale ist nicht viel zu erwarten vor 2020. Außer die Verfeinerung der Abschalteinrichtung bei EURO5/6!
            Meine Empfehlung ->
            Der neue Mercedes-Benz Urban eTruck, Daimler zufolge „Anfang des nächsten Jahrzehnts vorstellbar“. Da keine Batterien verfügbar 🙂
            Ansonsten werden Chinesische Autos überwiegen weil man die Deutschen Hersteller am ausgestreckten Arm verhungern lassen wird, wenn es um mehr Batterien aus China geht! Wenn man sich die Zahlen über die Elektroprämie so ansieht, könnte es noch was werden mit dem M3 und der Förderung, selbst wenn er später kommen sollte. Vielleicht ein kleines Zuckerl 🙂

            http://ecomento.tv/2016/07/27/hersteller-und-haendler-druecken-sich-vor-elektroauto-praemie/

        • Michael M3

          Angst …..
          warten wir ab ob das Kartenhaus zusammenfällt, ich habe Mut-Hoffnung und Vertrauen.
          Andere eben „German Angst“ daraus entsteht Wut und Hass.
          Nich immer so Giga negativ, ich wünsche mir mal einen positiven Kommentar irgendentwas muss es doch geben…. hmmm….. ;-))

        • Elektroautofan

          Wenn Sie von den deutschen Autoherstellern so überzeugt sind, haben sie vielleicht vom Dieselskandal noch gar nichts gehört. In den USA muss VW wahrscheinlich eine Giga$trafe zahlen.

        • test

          > Die Giga$ der letzten GigaKapitalerhöhung reichen nicht mal zum bailout der megadefizitären SolarKlitsche, die im September ohne Übernahme pleite wäre.

          Tesla wird keinen Cent hinlegen für die Übernahme von Solarcity..Bitte informier dich erst bevor du so einen Schmarn verzapfst..

          • Grünspanpolierer

            Zahlen Q1 SolarCity: cash flow: ca -659 Mio. $, ca. 3.7 Mrd. Schulden.

            Und das soll nichts kosten???

            S&P hat angekündigt, das Rating von Tesla (B-) nach der Übernahme weiter abzusenken.

        • Julian

          Sehr geehrter Grünspanpolierer,
          ich bin des Öfteren beeindruckt von ihrem großen Vermögen, Recherche zu betreiben.
          Vielmals haben ihre Kommentare ihre Berechtigung und weisen eine differenzierte Einstellung zum Thema Tesla und Musk auf, die sinnvoll erscheint.
          Auch ich setze mich mit den negativen Seiten Teslas auseinander, doch lässt sich für mich auch eine durchaus Seite der Elektromobilität entdecken, weswegen ich mich frage, wieso Sie diese Seite komplett verneinen.
          Ich würde mich über ihre Antwort freuen.
          Mit freundlichen Grüßen
          Julian

        • Maximo

          Das einzige was mir Angst macht ist, dass es Firmen gibt, die mal eben so nebenbei bereit sind Dutzende Milliarden Euro durch bewussten Betrug zu riskieren und in den Sand setzen, mit dem Ziel menschenverachtende Abgasmengen (40x soviel Stickoxid wie erlaubt!?!?) vorher ungesäubert in unseren Städten zu verteilen! Hätte die deutsche Betrugs-Automobilindustrie diese Beträge in die Elektromobilität investiert, würde die halben Welt heute schon elektrisch fahren und D wäre die unangefochtene Nummer 1 für die nächsten Jahrzehnte. Was Tesla bis heute am Kapitalmarkt eingesammelt und anschließend investiert hat, sind Peanuts im Vergleich zu diesen Beträgen.

          Aber ich glaube auch, Musk sollte endlich klar machen, dass er eine Amazon-Strategie fährt. Welchen Investor interessiert denn Gewinn in den nächsten 15 Jahren, wo es denn einen gigantischen Markt aufzuteilen gibt und viel intelligenter ist jeden verfügbaren Cent in Wachstum zu investieren?

        • Fritz!

          „Um das zu schaffen, müssen sie erst wieder eine GigaKapitalerhöhung platzieren.“

          Warum sollte Tesla das machen? Die Kosten für die Gigafactory 1 sind bekannt, der Zeitplan abenfalls, der aktuelle Baufortschritt kann im Internet (notfalls) gesehen werden, warum sollten die mehr Geld dafür benötigen als sie eh schon dafür eingeplant haben? ich dachte, Sie könnten Bilanzen und Marketingpläne lesen?

          „Die Giga$ der letzten GigaKapitalerhöhung reichen nicht mal zum bailout der megadefizitären SolarKlitsche, die im September ohne Übernahme pleite wäre.“

          Das kostet (wie weiter unten geschrieben) Tesla keinen Cent aus der Kasse. Bitte die Fakten berücksichtigen bei Ihren Kommentaren, Sie verwirren sonst die „Noch-nicht-Tesla-Fans“ so sehr, daß die evtl. (Gott bewahre) einen Mercedes kaufen wollen (oder besser gesagt, auf einen Mercedes mit Tesla-Daten ca. 5 Jahre warten müssen).

          „Wird Ihnen bei diesen GigaZahlen nicht Angst, dass das alles nur ein GigaKartenhaus ist?“

          Nöö, bislang hat Tesla alles richtig gemacht, die Aktie steigt, die Autos werden immer besser und mehr und billiger. Da habe ich deutlich mehr Angst um VW, das deren Lug- und Betrug-Kartenhaus nicht doch noch zusammenfällt…

        • Daniel Studer

          Zu den immer wieder behaupteten Finanznöten bei Tesla – Buchhaltung und Finanzlage einer Firma sind nicht immer kongruent. Speziell bei Sartups mit neuen Ideen, so wie Tesla. Mehr dazu: http://cleantechnica.com/2016/07/24/tsla-tesla-motors-inc-short-sellers-mind-gaap/
          Viel Spass bei der Lektüre!

    • Derk van Dorsten

      … nennen wir sie die 14,7%-Gigafabrik, weil soweit ist sie ja fertiggestellt.

      Die deutschen verschlafen gerade die Entwicklung in dieser Schlüsseltechnologie, dass dürfte auch einem i3-Fahrer stinken, oder ?

      • bübchen

        Jeglicher Kommentar auf „Bemerkungen“ bestimmter „Diskutanten“ in diesem Forum ist verlorene Lebenszeit. Die beste Reaktion auf Trolle ist: keine Reaktion…

        Die rasante Entwicklung zwischen Panasonic und Tesla nenne ich atemberaubend, es wird jeden Tag besser, Hut ab vor den Früchten dieser Arbeit.

    • Gregor66

      Immer wieder lustig, unser KupferOxidant ….

    • val

      Stimmt nicht !

      1.Panasonic 2015 -> 4,5 GW
      2.BYD 2015 -> 1,65 GW
      3.LG 2015 -> 1,43 GW

      sorce : ev.sales

      • Grünspanpolierer

        Ich habe von der gesamten Batterieproduktionskapazität (BYD ca. 10 GWh) geredet, nicht nur von Traktionsbatterien für PKW…

        ‚GW‘ ist übrigens eine Leistungsangabe, nur so nebenbei!

      • Falsch

        Die Seite zählt nur die Battieren in Autos. BYD macht Battieren für viel mehr Sachen.

  • Anti Grünspanpolier

    Noch nie was gerieben aber KupferOxidant finde
    Ich passend. Danke allen Komentaren hier, macht es einfacher auf das X zu warten. Bin seit 4 Jahren davon überzeugt das die E Mobilität Einzug hält. Teslamacht da eine super Arbeit als Pionier und ich hoffe sie können sicht halten wenn die grossen Kapitalistischen Konzerne Milliaren freimachen.

    • Fränki1

      Du magst es passend finden, fachlich ist es allerdings Unsinn.
      Der klassische Grünspan ist ein Farbstoff und wurde aus den Worten Grün und Spanisch hergeleitet. Chemisch ist es ein Kupfer 2 Acetat.
      Die wohl eher gemeinte Patina ist eine Mischung aus verschiedenen Kupfersalzen und Kupferhydroxid.
      Leider wird Tesla oft mit ähnlichem Hintergrundwissen betrachtet, was Musk auch perfekt versteht, für sich zu nutzen. Deshalb finde ich es wichtig, wenn ab und an auch mal die dunklen Ecken seiner Baustellen ausgeleuchtet werden, denn sein Kurs geht schon mitten durch die Klippen. Die Titanik war auch unsinkbar, man hatte nur vergessen, es dem Eisberg zu sagen !!

      • W. Müller

        Na ja, das mit dem Kupfer(II) Acetat ist schon richtig. Essigsaures Salz von Kupfer eben.
        Aber was wir hier von besagtem Polierer zu lesen bekommen ist in vielen Fällen auch kein fundiertes Hintergrundwissen. Meist eine Mischung aus Halbwissen und Halbwahrheiten meiner Meinung nach.
        Die Analogien mit der Baustelle und der Titanik schön und gut und ein wenig humoristisch schadet auch nicht. Aber:
        Eine fundierte Kritik sieht für mich ganz anders aus. Das gilt auch für den Kuper(II)Acetat Kollegen.

        Vieles, was Elon Musk macht, muss man durchaus kritisch betrachten. Ob es die Firma letztlich auch mit dem Einstieg in den Massenmarkt auf mittlere Sicht schafft ist auch weiter mindestens eine Herausforderung. Solche haben an sich auch immer die Möglichkeit des Scheiterns inne.

        Was jedoch bisher gelungen ist seitens Tesla wurde noch vor 4 Jahren von sämtlichen Experten der deutschen Autoindustrie für absolut unmöglich gehalten:

        – Flächendeckendes Schnell-Lade Netz für uns in Nordwest Europa (u.a.) ohne jede Steuermittel; wurde vom VAG Konzern noch 2013 als absolut unmachbar bezeichnet

        – Serienfahrzeug mit realen mehr als 300km Reichweite (Paradoxerweise hat noch einer der führenden Automanager 2012 gesagt, dass ein solches Auto unmöglich zu bauen ist; paradox deswegen, weil da das Model S schon in den USA auf dem Markt war)

        – Mit einem Startup in der Automobilbranche bisher durchgehalten und immer noch Autos bauend.

  • Teslaowner

    Tesla hat einen grossen Vorteil. Sie haben ein Ladenetz und es funktioniert bereits. 100 km in 12 min heute nachgeladen in den kleinsten Akku des Model S 70 Facelift. Wer noch immer nicht an die E-Mobilität glaubt, soll sich mal die Informationen zum österreichischen Startup Kreisel ansehen. Die haben die Energiedichte von Tesla um 33% gesteigert und bauen bereits Batterien für eine Serienanwendung in einem Kleinflugzeug oder verdreifachen die Reichweite des E-Golf bei gleichem Gewicht und gleichem Volumen. 2017 bei 120 € pro kWh wird wohl die deutsche Autoindustrie darauf umsteigen bei 2,5 x höherer Energiedichte. Spannend wird dann nur, ob die deutschen Herstellers intelligent genug sind, dass sie ein gemeinsames Ladenetz bauen, denn wenn Kreisel aufgrund der schnelleren Ladetechnologie (müssen die Zellen weniger ausbalancieren als Tesla, weil sie diese durch Laserverschweisse weniger beschädigen) in 15 min vollladen, dann braucht niemand mehr als 70 kWh an Akku Leistung. Matchentscheidend ist ein dichtes Schnelladenetz. Der Volumsbedarf von 2 Liter pro kWh bei Kreisel, also 140 Liter bei 70 kWh passt in jedes bestehende Chassis. Sind die Kosten bei 120 €/kWh und die Zyklenfestigkeit bei 1 Mio km wird der letzte Skeptiker resignieren. Nach meiner Einschätzung spätestens 2019.

    • Derk van Dorsten

      … ich sehe das genau so – Danke Teslaowner

      Hier der Link zu einem Video das die Kreisel-Vorteile schön zusammenfasst.
      https://www.youtube.com/watch?v=qoAKhSOjyr8

      Bin gespannt, wie lange es dauert und wer sich dieses sympatische Startup unter den Nagel reißt ?!

      PS: Wenn ihr, liebe Leser euch fragt, was Grünspan mit Elektromobilität zu schaffen hat – NIX !

      • W. Müller

        OT: Grünspan ist ein essigsaures Salz aus Kupfer; auch Kupfer(II)-Acetat genannt.
        Essigsauer finde ich da sehr passend.

        Schade eigentlich, früher hatte er recht gute Kritik gebracht, was jedes Forum bereichert. Aber in letzter Zeit…

        Zum Thema: Ich bin wirklich auch gespannt, was mit Kreisel konkret wird. Die Prototypen haben die ja schon im 2014 gebaut.

    • Grünspanpolierer

      Es kommt selten vor, aber jetzt muss ich wieder mal Tesla in Schutz nehmen!

      Warum sollten die Zellen durch das Kontaktierungsverfahren vorgeschädigt werden?
      Kennen Sie das Tesla Verfahren? Aus dem Stehgreif würde ich auf Ultraschhallschweissen tippen.

      Tesla will imho beim model 3 die Zellformierung im Batteriepack implementieren! Dann werden die Balancingverluste der Neubatterien automatisch geringer!

      Der Kreisel Vorteil ist vor allem die höhere Packungsdichte der Zellen, wegen der direkten Flüssigkeitskühlung?

      • Fritz!

        „Der Kreisel Vorteil ist vor allem die höhere Packungsdichte der Zellen, wegen der direkten Flüssigkeitskühlung?“

        So wie ich die Kreisel-Seite verstanden habe, ist deren Hauptvorteil die andere Schweißtechnik, die die Übergangswiderstände zwischend en einzelnen Zellen merklich minimieren soll. Da sind anscheinend beim normalen verschweißen doch Widerstände in Größenordnungen, die bei den fliesenden Strömen warm werden und dann punktuell die jeweilige Zelle schädigen, bzw. vorschnell altern läßt. Leuchtet mir als E-Techniker auch sofort ein, verringert die Übergangswiderstände! Ist jetzt aber keine Zauberei und sollten andere Hersteller auch können.

        UNd eine aktive Flüssigkeitskühlung hat Tesla bereits von Anbeginn an, macht ja auch einen wesentlichen Vorteil seiner Akku-Packs aus.

        • Grünspanpolierer

          Beim Ultraschallschweissen oder auch beim hot staking kann der Übergangswiderstand während des Prozess gemessen werden. D.h. man erhält eine gleichbleibend gute Kontaktierung.

          Zum Innenwiderstand:
          Die Zellen, die Tesla verwendet, haben nominell 48mOhm. Der ganze Pack (85er) hat einen Innenwiderstand von 76mOhm ab HV Stecker. Bei einem Verhältnis von Reihen- zu Parallelschaltung von 96/74 bleiben also ca. 14mOhm für die gesamte interne Kontaktierung.
          Das ist imho ein guter Wert, zumal wenn man beachtet, dass die Bonddrähte zur bus bar hin bei Tesla gleichzeitig als Schmelzsicherung bzw. Abrissdraht für den Ernstfall (Unfall) dienen.

          Haben Sie Zahlen von Kreisel bezügl. Innenwiderstand?

          Zur Kühlung:
          Die erfolgt bei Tesla durch Alurohre, die einen zusätzlichen Abstand der Zellen erzwingen. Hier hat Kreisel auf den ersten Blick Vorteile, weil die Packungsdichte höher ausfallen kann.

  • Jakob

    Kann ein technisch versierter Mensch sagen welche Auswirkungen die neuen Zellen auf die Stromstärke / Spannung haben werden?
    Wird man mit den neuen Zellen auf gleiche / schlechtere / bessere Werte bei gleicher geometrischer Akkugröße kommen?

  • McGybrush

    Hab mal als „Laie“ mal etwas umhergerechnet. Mich hat mal interessiert wieviel es bringt nur den Durchmesser dieser Zellen zu vergrössern, wenn die Höhe Identisch bleiben würde. Mich hat es interessiert wieviel Platz man an den jeweils einzelnen Gehäusen der Akkus spart da ja von den grösseren Zellen ja wieder weniger verbaut werden.

    Testbeispiel. 85kWh Akkupack mit 7104 Zellen von 18mm Durchmesser.
    Von den neuen 21mm Zellen passen jetzt nur noch 5219 Zellen auf gleicher Fläche des alten Akkupacks (Hier kann mir als Laie noch ein Fehler in der benötigten Fläche unterlaufen sein da ich die Berechnung von Kreisen die wie eine Wabe „Ineinander“ Liegen nicht berechnet bekomme) Hab sie mal alle brav nebeneinander Sortiert in der Berechnung.

    Für Folgende Berechnung habe ich 0.5mm Zellwandstärke (2x) pro Zelle abgezogen.
    Am Ende würde sich aus der Fläche von (18 -1mm) 17mm Kreisdurchmesser (bei 7104 Zellen) und (21 -1mm) 20mm Kreisdurchmesser (bei 5219 Zellen) einen Vorteil, bei einem 85kWh Akku um 1.43kWh auf 86.43kWh ergeben. Bei gleicher genutzter Fläche. Hätte ich mir mehr tatsächlich mehr erhofft.

    Aufgrund der aber auch angestiegenen Höhe (wobei hier auch je 1mm vom Akku oben und unten bei der Berechnung abgezogen wurde) wächst dann aus den 85kWh (18650 Zelle) dann ein 93,29kWh (21700 Zelle) Akkupack bei gleicher „Grundfläche“. Dabei ist Technischer Fortschritt bei der Zellentwicklung nicht berücksichtigt.

    • Dieselstinker

      Vor und Nachteile dickerer Zellen.
      Da Rundzellen, maschinell hergestellt werden können , die Elektrodenflächen aufgewickelt sind, sind die Kosten marginal höher als bei 18650 Zellen, dafür aber bietet die neue Zelle wesentlich mehr Amperstunden.
      Der Stromfluß aus der Zelle heraus wird sich kaum verschlechtern, dafür kann man nun gleich von Anfang an daran denken die Stromabnehmer außen an der Zelle zu optimieren.

      Der Nachteil der geringeren Wärmeableitung bei dickeren Zellen wird marginal sein und gerade bei großen Paketen bzw. bei Autos mit nicht Irrsinnsmodus keine Rolle spielen.

      Aber der Preisvorteil in der Produktion ist entscheident

  • Heinz Wagner

    Hat schon jemand an Musk getwittert, dass er Kreisel kaufen soll? Das würde doch passen, wie die Faust aufs Auge.

    • Dieselstinker

      Hm, gibt es ein Patent, auf Laserschweissen zum Verbinden von Akkuzellen?
      Wenn nicht, braucht er nur Laserschweissroboter kaufen, was er sowieso machen müsste, auch wenn er Kreisel kaufen könnte.
      DS

  • Warum sind Journalisten immer so uninformiert? Die Zellen sind zylindrisch. Damit kann es keine Breite geben.

    • mitleser

      Nicht so streng, TK macht das nur nebenbei. Und mit Blick auf die Maße des Quaders (Akkupack) finde ich die „Breite“ schon interessant! 😉

  • EeVee

    „Die Kalifornier glauben, dass dieser Typ in Zukunft der neue Standard werden könnte.“

    Was bedeutet „der neue Standard“? Zellstandard für Batteriepakete zur Verwendung in Elektroautos?

    Samsung hat ein solches Format schon im Q3 2015 für E-Bike Akkus vorgestellt (http://www.businesswire.com/news/home/20150826006234/de/).

    „Eine 18650 Zelle hat ein Volumen von 16.54cm^3
    Das Volumen einer 20700 Zelle ist rund 33% grösser, das einer 2170 sogar 46.6%…
    Wenn es also möglich wäre, die gleiche Anzahl Zellen in ein Batteriepack zu packen, so würde sich theoretisch die Kapazität der heutigen Batteriepacks um rund 46% erhöhen.“

    Obiger Artikel spricht von einer um 35 % gesteigerten Kapazität bei den Samsungzellen. Ob nur das nur durch das Volumen erreicht wurde geht aus dem Text nicht hervor.