Langfristig sollen fast alle Supercharger mit Solarenergie betrieben werden, sagt Elon Musk

Elon Musk war vor wenigen Tagen auf Twitter unterwegs und hat einige Diskussionen mit anderen Nutzern des sozialen Netzwerks gehabt. Eine seiner wichtigsten Aussagen dabei war, dass Tesla zukünftig fast alle Supercharger vom Stromnetz trennen und diese dann ausschließlich mit Solarenergie und Batteriespeichern betreiben möchte.

Diese Aussage war eine Antwort auf den Vorwurf eines anderen Nutzers, dass Tesla die Supercharger mit Kohleenergie antreibt und diese somit gar nicht so umweltfreundlich sind, wie das Unternehmen angeblich vorgibt.

Tesla hatte kürzlich angekündigt die Anzahl der Supercharger noch in diesem Jahr verdoppeln zu wollen. Erste Illustrationen, wie das aussehen könnte, zeigten deutlich größere Ladestandorte mit einer Vielzahl an Ladestationen, welche größtenteils mit Solaranlagen ausgestattet waren.

Es ist jedoch fraglich, ob es auch bei stark frequentierten Ladestandorten ausreicht, lediglich die Ladestationen mit Solarzellen auszustatten. Womöglich ist es ratsam, weiterhin mit dem örtlichen Stromnetz verbunden zu sein, um bei starker Auslastung der Ladesäulen dieses nutzen zu können. Zudem könnte Tesla in einigen Regionen von einer möglichen Stromeinspeisung profitieren, wenn die Ladestationen eben nicht so häufig genutzt werden.

  • Wenn ich die heutigen Supercharger in der Schweiz betrachte, ist das dann doch eher Utopie. Der Platz für eine wirklich autonome Solaranlage bei den jeweiligen Stationen, ist meist eher bescheiden.Soll aber nicht heissen, dass mind. zur Unterstützung solche Solaranlagen realisiert werden sollen.

  • Wilhelm Wiesel

    Also, mir fehlt im Moment die Vorstellungskraft, wie eine komplette Trennung vom Netz umzusetzen sein soll, denn so ein Supercharger sollte ja höchstmögliche Verfügbarkeit aufweisen und im schlechtesten Fall hat es 2 Wochen bedeckten Himmel und es findet ein Tesla-Meetup mit 100 Fahrzeugen plus ein Ferienbeginn in die Zeit, dann sind alle Speicher leer und niemand kann mehr laden. Sinnvoll wäre einen Speicher für einen voll ausgelasteten Tag bereit zu halten und den mit Solarstrom zu füllen (wenn es sich anbietet) und wenn die Solarprognose schlecht ist, dann gemächlich in der Nebenlastzeit die Speicher mit billigem Strom aus dem Netz zu befüllen (der gerne auch aus Wind, Wasser und Biogas hergestellt sein darf).

    • aadler.ms

      Bin da voll bei Dir. Die PV-Anlage von den Bildern könnte vielleicht 200kW liefern. Und selbst wenn es 300 wären, wäre es nur ein Tropfen auf den heißen Stein bei der Anzahl an Ladesäulen.
      Und natürlich hat man immer Tage wo die Sonnen einem fast keinen PV-Strom liefert. Wie soll das funktionieren?

  • Jossele

    Ich glaube, bei dieser Aussage von EM sollte man von einer stark kalifornisch unterfütterten Wettervorstellung ausgehen. Und selbst da wäre eine Netztrennung idiotisch da man sich ja die Möglichkeit nimmt, die Speicherbatterien der Station als Puffer von anderen alternativen Stromerzeugungswerken zu verwenden. Und diese Möglichkeit ist Gold.. äh Geld wert, siehe Wasserspeicherkraftwerke in den diversen Alpentälern!

  • Artur Unruh

    Bei 20 Ladesäulen die sich je zu zweit einen Trafo teilen(das wären dann 10), der sagen wir mal 100 kW leistet(es sind ja eher 150),sind wir bei 1 mw Leistung. Bei 20% Wirkungsgrad solar bräuchte man eine Fläche von 5000 m2.
    Rechnet man die Abstände etc dazu sind wir bei fast einem Hektar (100mx100m) volllast. Ohne Speicher also unmöglich. Und ohne Netzanschluss evtl in californien möglich, jedoch nicht in Deutschland.