Softwareupdate für das Model S könnte Reichweite erhöhen

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Wie Elon Musk gestern via Twitter ankündigte, will Tesla Motors am Donnerstag eine Pressekonferenz geben, auf der es vor allem um ein Thema gehen soll: Die Sorge um die Reichweite. Diese Sorge will er nämlich gänzlich aus der Welt schaffen. Wie? Mit einem Softwareupdate, welches alle Modelle des Model S betrifft und Over-the-Air kommen soll.

Da es sich um ein Softwareupdate handelt, kann man davon ausgehen, dass das Batteriemanagement in Angriff genommen wurde. Schon andere Hersteller – so beispielsweise auch BMW – sind davon überzeugt, dass die größte Herausforderung bei der Herstellung von Elektrofahrzeugen nicht nur an den Batteriezellen selbst, sondern in der Steuerung der Batterie liegt.

Unklar ist, ob man allein mit einem Softwareupdate, welches gar Over-the-Air eingespielt wird, einen signifikanten Reichweitenunterschied erreichen kann. Dies dürfte jedoch der Fall sein, wenn Musk davon spricht, die Angst um ausreichender Reichweite aus der Welt zu schaffen. Zuletzt erhielt der Tesla Roadster mehr Reichweite, wofür jedoch auch eine neue Batterie erforderlich ist.

Nachtrag: Der Beitragstitel wurde von „soll“ auf „könnte“ geändert. Es ist weiterhin nämlich unklar, ob tatsächlich die Reichweite erhöht wird. Es könnte beispielsweise auch sein, dass das Navigationssystem ein Update bekommt und somit die Planung für längere Reisen, durch Navigieren zum nächsten Supercharger, besser durchgeführt wird. Bis Donnerstag wird reichlich spekuliert.

  • raleG

    Die Überschrift ist sehr gewagt und stört mich doch sehr. Denn es ist in der Ankündigung von Elon Musk in keinster Weise die Rede von einer Reichweitenerhöhung. Mit den Hinweisen „Softwarupdate“ und „für alle Model S“ ist diese Interpretation sogar auszuschließen.
    Vielmehr ist zu erwarten, dass der Bordcomputer den Verbrauch und die Reichweite detaillierter berechnet (Fahrstil, Topographie, Witterung).

    Was ich mal los werden muss: Kompliment für die tolle Seite (meine absolute Lieblingsseite) und vielen Dank für gute Arbeit!

    • TK

      Hallo und vielen Dank für die netten Worte! Ich hatte die Überschrift korrigiert und denke, dass diese doch nun passen sollte. Die Überschrift ist sicherlich gewagt, auf der anderen Seite finde ich es ebenfalls gewagt, wenn Elon Musk solche Äußerungen tätigt, dabei jedoch nicht explizit auf das Navi eingeht. Er muss also damit rechnen, dass sich verschiedene Spekulationen auftuen. Im Nachtrag erwähne ich auch Ihre mögliche Interpretation.

  • Markus

    Vorstellbar wäre ein Update der Batteriesteuerung, so dass der Puffer des Akkus reduziert wird und damit eine größere Nutzung bereitsteht. Es könnte sein, dass Teslas Messungen ergeben haben, dass es sicher ist den nutzbaren Akkubereich zu erhöhen ohne signifikant mehr Verschleiß am Akku zu haben.

    Vorstellbar ist außerm durch einen Software Update eine Optimierung der Elektromotoren zu erhalten (vA bei der Dual Motor Version).

    Vor allem Option 2 halte ich für recht wahrscheinlich :). Lassen wir uns überraschen.

  • sebastian gloser

    Cooler Beitrag, die Sache mit der Reichweitenerhöhung ist echt spannend. Meine Überlegung: ggf. wird mit diesem Update einfach mehr nutzbare Kapazität des Akkus „freigegeben“. Kann man das nicht rauskriegen?
    Mfg
    S.Gloser

  • Dr.M.

    Na, mal gespannt, aber wirklich Weltbewegendes wird wohl kaum dabeisein.
    Ich vermute auch mal, dass es was mit dem Navi zu tun haben wird, evtl. eine Art Plugshare-Community, die Fahrern des Model S ermöglicht, anderen Model S bzw. Tesla-Fahrern mitzuteilen, wo gute Ladestationen (also andere als die Supercharger) sind und evtl. auch eine Anzeige im Navi, welche Supercharger-Stalls noch frei sind bzw. wie noch lange belegt sein werden, damit man seine Fahrt besser planen kann. So eine Vernetzung unter Teslas Fahrzeugen war ja schonmal angekündigt worden, zur Steuerung des Verkehrsflusses, das kann man sicher auch für einen derartigen Informationsaustausch nutzen.
    Ganz evtl. kommt was mit der Batteriekapazität, also eine bessere Nutzung der vorhandenen Kapazitäten über eine andere Batteriesteuerung, das wird aber kaum Wunder bewirken. Die Physik wird auch Tesla nicht überlisten können. Wäre zwar schön, ist aber wohl eher nicht zu erwarten.
    Die wirklich spannenden Sachen kommen mit einiger Sicherheit erst mit dem Model X (hier ist ja die Reichweite – neben dem Preis – noch ein Geheimnis) und der Gigafactory, vor Inbetriebnahme von letzterer wird es kaum wirklich grossen Sprünge in Sachen Reichweite geben, dann könnte mit angekündigten neuen Zellen eine 100 oder 120 kwh Version des Model S/X kommen. Also kann das noch etwas dauern und bis dahin muss man ja ab und an mal was Neues bieten….