SPD will Umweltprämie für elektrische Lieferfahrzeuge und Taxis auf 8.000 Euro erhöhen

Die Bundesregierung hat im April letzten Jahres eine Kaufprämie für Elektroautos beschlossen, die reine Elektrofahrzeuge mit einer Prämie in Höhe von 4.000 Euro und Hybridfahrzeuge mit 3.000 Euro fördert. Für die SPD sind das offenbar nicht genügend Anreize, damit vor allem elektrische Lieferfahrzeuge und Taxis gekauft werden.

Wie Fraktionsvize Sören Bartol der „Bild“-Zeitung am Donnerstag erklärte, fordert die SPD gezielt für solche Fahrzeuge eine Erhöhung der Prämie auf 8.000 Euro. „Fahrverbote für alle verhindern wir nur, wenn dreckige Diesel-Taxen und Lieferfahrzeuge aus den Innenstädten verschwinden“, begründete Bartol die Forderung seiner Partei gegenüber der Zeitung.

Wie das Ganze finanziert werden soll, wurde bereits ausgearbeitet. Demnach möchte die SPD auf nicht genutzte Haushaltsmittel zurückgreifen. Laut Bundeswirtschaftsministerium stünden in diesem Jahr noch 140 Millionen Euro von insgesamt eingeplanten 192 Millionen Euro zur Verfügung.

Bisher (Stand: 30. November 2017) gingen insgesamt 42.251 Anträge ein, davon bezogen sich 24.500 auf reine Elektrofahrzeuge.

  • Pamela
    • Northbuddy

      Veraltete Information.
      https://www.heise.de/newsticker/meldung/Elektroautos-Bundesregierung-will-Einsatz-von-E-Taxis-erleichtern-3790693.html

      (Abgesehen davon ist es ja nicht so, als ob wir in Deutschland keine anderen Probleme hätten, wo man finanzielle Mittel dringend bräuchte – Stichwort: Bildung)

      • Pamela

        Danke für die gute Nachricht 🙂

        Ich finde, dass gerade kleineren Handwerksunternehmen schon geholfen werden sollte, wenn die plötzlich mit ihren Transportern nicht mehr zum Kunden in die Stadt fahren dürfen. Man sollte nur darauf achten, dass sich die PKW-Hersteller nichts davon in die eigene Tasche mogeln.

        • Fritz!

          Wird bei neuen Modellen aber schwierig, da die Hersteller da ja die Preise frei bestimmen können. Und einen Vergleich mit dem europäischen Ausland (wo es diese Prämie nicht gibt) wird auch schwierig, da dort oft die Ausstattungen anders sind.

          Aber als Selbstständiger finde ich das natürlich super, dürfte ich von profitieren…

          • Pamela

            Das wünsche ich Dir. Ob man sich als Privatmann/frau für ein 50K-Auto entscheidet ist die eine Sache, aber die Selbstständigen und Kleinunternehmer, die jetzt ihre Dieseltransporter am Hals haben, können einem echt leid tun. Das dauert, bis vernünftige Preise durch Konkurrenz zustande kommen.

          • Fritz!

            Aber da es an sich eine gute Idee ist, wird sie wahrscheinlich nicht kommen…

            🙁

          • Luganorenz

            Ich frage mich immer, warum es keine vernünftigen Umbauten gibt?
            Das Steuersystem sollte diese auch fördern.
            Aber leider ist das Thema Elektromobilität nicht wirklich bei der breiten Masse angekommen.
            Habe mal bei goingelectric und bei elchfans wegen eines W169 Umbaus auf e-Motor Threads gestartet: Schulterzucken.
            Bei VW T5, T6 und Caddy müsste ein Umbau doch nicht so schwer sein (von Kreisel gibt es ja schon Prototypen).

          • Pamela

            Ich kann nicht beurteilen, ob sich ein Umbau rechnet, wenn man den hohen Akkupreis zugrunde legt. Aus ökologischer Sicht ist es allerdings wirklich eine interessante Frage, da ja Energie und Ressourcen bereits beim Bau des Verbrenners verbraucht worden sind. Vielleicht wäre es zumindest teilweise sinnvoll.
            Aber auch hier braucht es wieder Pioniere, die es machen oder machen lassen, damit man aus nötigen Erfahrungen schöpfen kann und selbst danach ist wieder etwas im Weg, was einen bei einem Großteil der Mitmenschen wirklich stören kann: Die Einstellung: „Erst wenn es alle machen, mach ich es auch.“
            Allein aus dieser verbreiteten Einstellung ergibt sich eigentlich die Notwendigkeit zu einem Zwang – auch wenn die meisten das nun gar nicht mögen.
            Zwang funktioniert aber, wie man gut am Rauchverbot in allen öffentlichen Räumen sehen kann.
            Man kann die Menschen zwingen, sich auf absehbare Zeit vom Verbrenner zu trennen, dann müssen alle Alternativen ausgelotet werden. Wer etwas tut, um vorher schon auf örtlich emissionsfreie Mobilität zu wechseln, sollte unterstützt werden, das wäre schon gerecht.

      • Nelkenduft / AHF

        Dann sollte die immens hohe Diesel-Subvention schleunigst abgeschafft werden. Das ist doch massiv geisteskrank einen Rohstoff aus Schurkenstaaten zu finanzieren, die damit Terroristen finanzieren, nur damit der Rohstoff dann in unseren Wohnvierteln verbrannt wird und dort vorwiegend Kinder und Alte tötet.

      • Werner Gabalie

        Das war bisher auch schon möglich. Das Problem ist, dass es bis dato keinen Nachrüstsatz für Teslas gibt. Die anderen Hersteller sind davon nicht so sehr betroffen, weil deren Autos trotz E-Motor immer noch analoge Signalgeber haben.

  • Stefan

    was hilft das preiswerteste Elektroauto wenn man keine Ladeinfrastruktur hat. Tesla hat sich hier selbst geholfen, aber die anderen Hersteller vertrauen auf den T.E.A.M Ansatz (Toll ein anderer machst).

    Meiner Meinung nach sollte der Staat sich ausschließlich um die Ladeinfrastruktur kümmern in dem z.B. P&R Parkplätze am Rande der Ballungsgebiete mit „vielen“ Ladepunkten ausgestattet werden. Das müssen keine schnellen Lader sein – die Fahrzeuge stehen da ja 8-9 Stunden.
    Sowas würde vielen Autobesitzern die Reichweiten/Ladeangst nehmen und meiner Meinung nach viel besser dazu beitragen das weniger Verbrenner gekauft werden.

    Mit der Subventionierung des Fahrzeugpreises nimmt man den Herstellern die Notwendigkeit attraktive Angebote zu machen. Der hohe Listenpreis wird ja durch die Förderung reduziert. Hier wird nicht der Kunde sondern der Hersteller und dessen Shareholder gefördert.

    Da bei uns aber Gesetze von Lobbyisten geschrieben werden und ich keiner bin wird meine Idee wohl kaum umgesetzt werden.

    • George Wegener

      Bei Lieferfahrzeugen hilft es meiner Meinung nach wenig, wenn auf öffentliche Ladeinfrastruktur gesetzt wird. DHL wird sich mit Sicherheit nicht eine halbe Stunde auf den Parkplatz stellen, um den Akku aufzuladen. Die Ladeeinrichtung muss am Verteilerzentrum (von DHL) aufgebaut werden – die Wagen werden mit Paketen beladen und gleichzeitig mit Strom betankt. Ansonsten hat man nur unwirtschaftliche Standzeiten

      • Stefan

        Öffentliche Ladestationen sind sicherlich nicht für Lieferfahrzeuge gedacht. Hier sehe ich die Unternehmen in der Verantwortung. Beim Scooter hat die Post mit Sicherheit die notwendigen Ladestationen auf ihrem Gelände installiert.

        Unternehmen werden auf eFahrzeuge umsteigen sobald die damit verbundenen Kosten (Fahrzeug, Ladeinfrastruktur, Betriebskosten, Energiekosten) günstiger sind als beim Verbrenner oder andere Vorteile (Vermeidung Fahrverbot, Image, CO2 Reduzierungsziele im Unternehmen) einen höheren Preis rechtfertigen.

        Aber auch für gewerbliche Fahrzeuge finde ich einen Fahrzeugprämie nicht gut weil auch hier dem Hersteller die Not genommen wird martfähige Preise anzubieten.

    • PV-Berlin

      Grundsätzlich vollkommen richtig! Nur muss sich der e-Tranporter gegen einen VW Caddy durchsetzen, der subventioniert wird. (Diesel)

      Sollte man 1,40 € oder mehr Netto für den Diesel zahlen + eine ‚anständige‘ Kfz Steuer, wie es sich für so ein Stinker gehört, bräuchte es keine Förderung.

      Ich habe zwei VW Caddy und 2 VW T6 , ergo bitte nicht vermuten, dass ich voreingenommen wäre.

  • Mc Womble

    Nissan hat hier ja schon eine Lösung. Der kleine Handwerker-Transporter E-NV200 hat Batterie und Antriebsstrang vom Leaf bekommen. Also altbekannte und bewährte Technik. Habe den Transporter mal probegefahren. Die Reichweite auf der Autobahn liegt wegen des Aufbaus bei vorsichtiger Fahrweise nur bei 130km. In der Stadt sollen 160 km aber kein Problem sein. Hier in Berlin habe ich schon öfters Handwerker mit diesem Modell gesehen. Diejenigen, die ich beim Baumarkt oder so mal ansprechen konnte haben eine eigene Werkstatt bzw. Hof mit eigener Ladestation. Jahreswagen und Gebrauchte gibt es derzeit übrigens ab ca. 20.000 Euro.
    Bei einem Neupreis von ca. 30.000 Euro inkl Batterie MINUS 8.000 Euro Förderung wären das 22.000 Euro für einen nagelneuen E-Transporter.
    Ich glaube (und hoffe) dass sich im Bereich Transporter und LKW die kühlen Rechner schnell durchsetzen werden. Die Preise für gebrauchte Diesel werden dann natürlich abstürzen.
    Ach übrigens: In Berlin sehe ich immer öfters auch ein Model S als Taxi (vielleicht immer das gleiche?)

    • PV-Berlin

      Danke für die Info. Ich hatte den NV 200 nur kurz auf dem Schirm und bin davon ausgegangen, dass er zu teuer ist. mit 22.000 € Netto (abzüglich 8.000 € Förderung) liegt er im Bereich des VW Caddy.

      • Fritz!

        Ja, aber die 8.000,– Förderung gibt es noch nicht.

        Oder habe ich da was verpaßt und wir haben schon eine neue Regierung, die tatsächlich mal vernünftige Entscheidungen fällt.

    • Luganorenz

      Hat der nicht ab 2018 eine größere Batterie? Ich dachte ich hätte sowas gelesen.

      • Dieslstinker

        doch vermutlich ab Frühjahr, den Alten gibts momentan bei uns nicht mehr neu,
        die Tageswagen die derzeit abverkauft werden sind meiner Ansicht nach zu teuer, vermutlich wird der Neue ja nicht mehr kosten.

    • Marek Foeller

      Ja, es gibt nur eins