Tesla ist erstmals wertvollster Automobilhersteller der USA

Tesla ist aktuell der wertvollste Automobilhersteller der USA. Die Aktien des Unternehmens erreichten erstmals seit dem Börsengang im Jahr 2010 mehr als 300 US-Dollar und kletterten am Dienstag zum Börsenschluss an der Nasdaq auf 303,70 US-Dollar hoch (plus 1,74 Prozent). Damit hat Tesla einen Börsenwert von 53 Milliarden US-Dollar und ist wertvoller als Ford (45 Milliarden US-Dollar) und der bisherige US-Marktführer General Motors (50 Milliarden US-Dollar).

Dass Tesla „absurd überbewertet“ erscheint, merkt auch CEO Elon Musk an. Während der Elektroautobauer im vergangenen Jahr etwas mehr als 76.000 Fahrzeuge verkaufte, setzte General Motors im gleichen Zeitraum ganze zehn Millionen Fahrzeuge ab. Tesla machte einen Verlust von 700 Millionen US-Dollar, während General Motors 1,6 Milliarden US-Dollar verdiente.

Doch wie Musk in seiner Nachricht auf Twitter erklärt, kommt es nicht auf die Vergangenheit an, sondern auf die Zukunft. „Der Aktienkurs repräsentiert den risikobereinigten zukünftigen Cash Flow“, schrieb er auf Twitter. Für Tesla bedeutet das, dass die Investoren dem Unternehmen vertrauen. Die guten Absatzzahlen des letzten Quartals taten ihr Übriges.

  • Fritz!

    Und auch solche guten Zahlen bringen die Dinosaurier-Verbrenner-Hersteller nicht dazu, sich mal Gedanken über Ihre Strategie zu machen. Sicher, noch machen sie Gewinn, aber in 5 Jahren wird sich die Verteilung möglicherweise umgekehrt haben, GM/Ford mit Verlust, Tesla mit gutem Gewinn.

    Und wenn sie was machen, machen sie es halbherzig (nur 35.000 Bolt pro Jahr im Gegensatz zu 500.000 Model 3 pro Jahr).

    Ich versteh’s nicht…

    🙁

    • ThomasJ

      „Und wenn sie was machen, machen sie es halbherzig .. „

      Stellen Sie sich mal so einen Dinosaurier-Verbrenner-Hersteller-CEO-VR am Morgen beim Zähneputzen vor, was er zum Thema E-Mobilität so denken könnte. Und glauben Sie mir, der putzt auch seine Zähne und tickt nicht sehr viel anders wie andere in einer Verantwortung:

      – Oh Mann, jetzt habe ich jahrelang mein Klappe aufgetan, die Elektromobilität hat keine
      Zukunft, wie biege ich das hin, dass ich glaubwürdig das Gegenteil verklickern
      kann?

      – Ich soll eine ganze Firma von Verbrenner auf E-Mobilität umpolen, nur weil dieser Musk
      uns so einheizt? Das Risiko des Scheiterns ist mir zu hoch.

      – Ich verkünde so lange es geht die Haltung „alles unter Kontrolle“ und schaue, das ich so
      viele Verbrenner wie möglich unter die Leute bringe, habe ja eine Marketing Abteilung
      die das hinbiegen soll. Brauch ich den Stress noch?

      – Noch 2 bis 4 Jahre, dann setz ich mich ab. Die Kohle stimmt ja jetzt und dann bei meinem Abgang und nach mir die Sintflut.

      Oder die CEO’s und VR’s kapieren nicht wohin die Reise geht, und schon sind wir wieder beim Thema disruptive Innovation.

  • Pamela

    Nach einer Google-Studie zufolge (via electrek) ist Tesla jetzt bei den 13-24 Jährigen in USA der „coolste Autohersteller“, ein Umweltbewusstsein ist bei dieser Altersgruppe jedoch noch nicht besonders ausgeprägt. Ich denke, in Europa ist dies anders. Die Jungen hier sind sehr offen für die Umweltproblematik aber geliebte Automarken sind eher durch Familientraditionen bestimmt.
    Das kann sich aber wandeln, Trends aus Amerika haben Anziehungskraft und irgendwann kann der spaltmaßmessende Papa auch peinlich werden. Kinder haben beim Autokauf der Familie oft einen starken Einfluss (das könnte beim Model Y noch eher wirken) und sind die Kunden von morgen.
    Ja, es kommt auf die Zukunft an. Tesla ist Zukunft.

    • Skynet

      Nur ändert „cool“ nichts am vorhandenen Budget bei Fahranfängern bzw. jungen Menschen. Ich weiß nicht ob es eine Statistik für Deutschland gibt aber gefühlt geben 80% der Fahranfänger keine 5000 Euro für das Auto aus. Selbst da wo das Geld vorhanden ist halten sich noch immer die Mythen, der erste Unfall ist nur eine Frage der Zeit und besser kauft man erst einmal einen günstigen (deutschen) Gebrauchten. Unseren Kindern konnten wir jeweils einen Neuwagen spendieren. Der war zwar nicht cool aber dankbar waren sie doch. Aber selbst da klafft zwischen 35k zu einem M3 eben noch eine gewaltige Lücke. Zumal ich die avisierten Beschleunigungswerte des M3 samt Hinterradantrieb nicht unbedingt für Fahranfänger geeignet ansehe.

      Ob Trends aus Amerika wirklich noch so cool sind und Anziehungskraft haben bezweifle ich stark. Betreffs der Autos hat uns bisher jedenfalls die schwachsinnige Pickup-Seuche der Amis verschont. Aber das ist ein anderes Thema.

      • Pamela

        Hm, ein bischen vorbei geschossen oder ?
        Hatte ich geschrieben (?):
        Viele Eltern werden jedem ihrer Kinder einen neuen Tesla kaufen, wenn sie 18 sind ?
        Viele der 13-24 Jährigen werden sich einen neuen Tesla kaufen, wenn sie den Führerschein haben ?

        Es ging hier um die Bewertung von Tesla als Automobilhersteller und da spielt Faktor Zukunft eine wesentliche Rolle.
        Meine Argumentation war, wenn die Marke bei den jungen so gut ankommt, könnte das auch noch eine hohe Nachfrage in der kürzeren Zukunft (Kauf des Elternautos) und der weiteren Zukunft (ähm, so 15 Jahre), wenn diese Gruppe dann 28-39 Jahre alt ist, bedeuten, auch wenn dann viele Konkurrenzangebote auf dem Markt sind.

        Wir sind beide keine Trendforscher, ich denke dass immer noch so einiges von drüben rüberschwappt.
        Der Pickup ist ein schlechtes Beispiel, weil man sein Auto nach seinen Bedürfnissen wählt. Wenn ich nicht ständig was Sperriges zu laden habe, brauch ich keinen und er schränkt ein, da nur 2 Sitzplätze. (Ich hab einen).
        Der SUV ist deshalb so beliebt, weil er schön groß ist, auch innen, und weil er eben in ist. Aber das alles hat mit der guten Bewertung von Tesla nichts zu tun.
        Der deutsche Markt wird vielleicht nie eine große Rolle spielen. Ich fänds aber schön, wenn man auch in weiterer Zukunft neue Tesla’s auf europäischen Straßen sehen wird.

        Ich hab mich nun noch mal ausschweifend erklärt, bitte gerne.
        Ich finde es „cool“ wenn in Lesen und Verstehen investiert wird, dann treffen die Argumente auch ins Schwarze 😉

        • EMOTO

          Aus 2 Jahren Erfahrung mit dem Model S kann ich ihre Meinung nur voll unterstützen, ich würde sogar sagen es sind überwiegend Kinder und Jugendliche von denen man auch hier in Europa immer wieder begeistert „thumbs up“ bekommt. Die haben schon geschnallt dass es sich „ausgebrummt“ hat und wir uns schleunigst von der „Benzinbruderschaft“ verabschieden sollten.

        • ThomasJ

          „Nach einer Google-Studie zufolge (via electrek) ist Tesla jetzt bei den 13-24 Jährigen in USA der „coolste Autohersteller“.

          Mein Junior (20 J) kennst sich mit Autos aus, da hat jedes Quartett verloren. Vor allem die mit Beschleunigung, Aussehen und Felgen, was so halt in der Werteskala in diesem Alter hoch steht.
          Nachdem er einen Tesla gefahren ist und nebst der Beschleunigung auch die anderen Vorteile (die von denen wir andauernd in diesem Forum diskutieren) kennt und in einer ersten Fahrerfahrung bewusst geworden sind, ist für ihn klar. „Mein nächstes Auto ist Tesla. Die Frage der Finanzierung (Leasing?) ist das Problem das gelöst werden soll. Z. Bsp. mit vorläufignm Autoverzicht, sparen und dann ein cooles Gerät mit Nachhaltigkeit und geringem Unterhalt und Betriebskosten sein Eigen nennen“

          Wo du und Google recht haben, habt ihr beim meinem Junior wirklich recht.

          • Pamela

            Na dann stell Dich mal ein auf ein häufiges:

            „Papi, bruuchsch Du grad ds outo ?

            Ich drück die Daumen, dass es mit Juniors Auto „bald“ klappt. LG

          • ThomasJ

            :-)) LIKE !!

  • Klaus Haakshorst
  • hubiq

    Der Begriff „Big Three“ scheint ein Update zu benötigen 🙂