Tesla Model X soll selbstständig gegen ein Gebäude gefahren sein, Protokolle sagen etwas anderes

Ein Tesla-Kunde behauptet im offiziellen Forum des Autobauers, dass sein fünf Tage altes Model X selbstständig und mit voller Beschleunigung gegen ein Gebäude gefahren sei. Wie es heißt, wollte man vor einem Einkaufszentrum parken, als das Model X „plötzlich und unerwartet“ anfing zu beschleunigen und gegen das Gebäude prallte. Dabei wurden die Airbags ausgelöst, doch wurde niemand ernsthaft verletzt. Lediglich die Fahrerin habe am Arm einige Schürfwunden vorzuweisen.

Der ganze Unfall hätte aber auch deutlich schlimmer ausgehen können, behauptet der Geschädigte:

Das hätte mühelos ein tödlicher Unfall sein können, wenn die Reifen des Fahrzeugs nicht leicht zur Seite geneigt wären. Wenn sie gerade gestanden hätten, wäre er über die Wiese direkt in das Geschäft gekracht und hätte die Kunden verletzt oder getötet.

Dies ist nun schon das dritte Mal innerhalb kürzester Zeit, dass ein Unfall mit einem Tesla-Fahrzeug publik gemacht wird. Mitte Mai war da der Unfall, bei dem ein Model S selbstständig gegen einen Anhänger gefahren sein soll, nachdem das Fahrzeug bereits mehrere Minuten geparkt war. Ein weiterer Unfall ereignete sich Ende Mai in der Schweiz, wo ein Model S-Fahrer mit eingeschaltetem Autopiloten gegen einen stehenden Transporter fuhr.

Dieser neue Unfall ist jedoch ein wenig sonderbar. Das Model X war anscheinend nicht vollständig eingeparkt worden, weshalb man ausschließen kann, dass die „Summon“-Funktion (Herbeirufen) aktiviert war. Da man jedoch dabei war das Auto einzuparken, kann eigentlich auch ausgeschlossen werden, dass der Autopilot aktiviert war. Dennoch behauptet der Besitzer, dass das Fahrzeug selbstständig beschleunigt haben soll.

Der Kunde sagt darüber hinaus, dass dies ein ernsthaftes Problem sei und Tesla unbedingt die Auslieferung der Fahrzeuge stoppen und diesen Vorfall untersuchen sollte. Tesla selbst sieht die ganze Sache jedoch etwas anders und behauptet, der Wagen hätte nur auf die Handlungen der Fahrerin reagiert. Das ergibt zumindest die Auswertung der Logdatei (via Electrek).

Wir haben die Logdatei des Fahrzeugs analysiert, welche bestätigt, dass dieses Model X unter manueller Kontrolle richtig handelte und niemals im Autopilot-Modus oder mit eingeschaltetem Tempomat fuhr, weder zum Zeitpunkt des Unfalls noch in den Minuten davor. Die Daten zeigen, dass das Fahrzeug mit 6 mph (ca. 10 km/h) fuhr als das Gaspedal abrupt zu 100% betätigt wurde. Entsprechend der Handlung des Fahrers hat das Fahrzeug beschleunigt. Sicherheit hat die höchste Priorität bei Tesla und wir entwickeln und bauen unsere Fahrzeuge mit diesem Gedanken an erster Stelle. Wir sind erfreut, dass es dem Fahrer gut geht und fordern unsere Kunden auf, eine sichere Handlungsweise auszuüben, wenn sie unsere Fahrzeuge benutzen.


Obwohl Tesla eindeutige Beweise vorliegen, dass nicht das Fahrzeug, sondern die Fahrerin den Unfall verursachte, bleibt der Kunde bei der Aussage seiner Frau und ist sich sicher, dass das Model X die Schuld trägt:

Meine Frau ist 45 Jahre alt und hat einen großartigen „driving record“ (Aufzeichnung über Zeitraum des unfallfreien Fahrens in den USA, Anm. d. Red.). Kein unqualifizierter Fahrer. Sie geht seit über 20 Jahren zu diesem Einkaufszentrum und parkte hunderte Male in denselben Parkboxen. Sie kennt den Unterschied zwischen der Bremse und dem Gaspedal. Ich warte auf die Antwort von Tesla, ob das Gaspedal elektrisch betätigt werden kann, ähnlich wie bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor, wo das Gaspedal ebenfalls selbstständig betätigt werden kann, wenn man mit Tempomat fährt.

Der Kunde behauptet also weiterhin, dass das Fahrzeug die Beschleunigung selbstständig durchgeführt hat. Sollte das Gaspedal jedoch elektronisch und nicht physisch betätigt worden sein, dürfte es in der Logdatei stehen. Zumindest lässt sich das so aus Teslas Stellungnahme herauslesen.

  • Quasar

    Hört sich für mich nach einem Fall von
    „Weibchen zerstört Männchens neues Lieblingsspielzeug und will es nicht gewesen sein“ an.
    Hat mich spontan an die Sache mit dem Rückwärtsparken und der Laterne von Mario Barth erinnert.

    Bestimmt kommen jetzt noch Verschwörungstheoretiker und sagen „ja hier! Kill-Button und so, die wollten den los werden!…“

  • Dr.M.

    Interessant, kann ja alles sein, aber wieso kommt so etwas so oft in den USA vor? Da gab es doch in den 1980ern mal was mit angeblicher selbstständiger Beschleunigung bei Audi und vor ein paar Jahren mit einem Toyota Prius. Und bei der Untersuchung des Prius stellte sich dann heraus, dass der Fahrer Gas und Bremse verwechselt hatte.
    Hört sich für mich danach an, dass beim verunfallten Model X das Feature der selbständig schließenden Fahrertür ausprobiert werden sollte – nur leider war es dann das Gaspedal und nicht die Bremse, die betätigt wurde.

    • Mr.Chainsaw

      Daran musste ich auch sofort denken. Was ich aber an diesem Fall merkwuerdig finde: Die Gaspedal wurde zu 100% betaetigt. Also wenn ich einparke trete ich die Bremse niemals zu 100% durch weil das bei der geringen Geschwindigkeit gar nicht notwendig ist.
      Andererseits kann es natuerlich auch eine Panikreaktion gewesen sein zunaechst sagen wir 10% und als die Frau merkte sie faehrt auf die Mauer zu tritt sie, im glauben die Bremse zu nutzen, voll durch.
      Nachfollziehen koennte man es nur mit dem vollstaendigen Log.

      • Mr.Chainsaw

        *nachvollziehen 😀

  • Patrick Frank

    Mal wieder denkt jemand, der kann schlauer sein als der Autohersteller. Sowas kennt man auch bei Versicherungen… Nur der Unterschied, dass Tesla alles elektronisch aufnimmt und so kann ein Kunde nicht mal eine Versicherung verarschen.

    Das sind bestimmt schwere Zeiten für Versicherungsbetrüger usw… 😀

  • Bürokrat

    Es war doch nur eine Frage der Zeit wann solch ein „Unfall“ entsteht, der negative Schlagzeilen macht und die Schuld beim Hersteller sucht.

    Ich sage hier gibt es mehrere Möglichkeiten:
    1. Die Konkurenz hat die Fahrererin bezahlt um in das Haus zu fahren
    2. Die Frau hat ausversehen Vollgas gegeben
    3. Versicherungsbetrug
    4. Autopilot soll in dem Bundesstaat per Gesetz abgeschafft werden und die brauchten noch einen triftigen Grund

    • Patrick Frank

      Das stimmt, ist mir auch direkt eingefallen, dass die Konkurrenz dahinter stecken kann. Weil dann würde es ein Sinn machen, wieso diese Frau sagt, dass Tesla die Produktion Model X sofort einstellen soll. Damit würde man Tesla einen riesen Schaden anrichten. Auf der anderen Seite, wie armselig ist das, wenn die Konkurrenz dahinter stecken könnte…

      • Philipp

        Die Konkurrenz mit ihrem Wissen über Fahrzeuge stellt sich sicher nicht so doof an, dass es so leicht durchschaubar wäre…

        Immer diese Verschwörungstheorien! Wenn ihr die Absicherung von Tesla kennen würdet, würdet ihr euch nicht darüber wundern, dass „seltsame“ Dinge geschehen. Hier muss überprüft werden, was passiert. Aber die Stellungnahme von Tesla klingt genauso seltsam. Wenn erst 10% gedrückt worden wäre und dann 100%, hätte Tesla das auch so geschrieben.
        Genauso komisch klingt, dass der Autopilot niemals an war… mhmmm…
        Übrigens loggt das System die Befehle im Bussystem. Wenn da aufgrund eines Fehlers maximal Beschleunigung abgelegt wurde, dann lesen die das natürlich auch so aus der Logdatei…

        • GeHa

          „Genauso komisch klingt, dass der Autopilot niemals an war… mhmmm…“

          Dieses niemals bezieht sich auf die Minuten vor dem Unfall. Und manche Meter werden selbst in Teslas noch ohne Autopilot zurückgelegt! 😉

      • Kir Sender

        Was für „Konkurrenz“ meint ihr denn?
        Tesla macht mit jedem verkauftem Fahrzeug riesige Verluste, warum sollte sich da die „Konkurrenz“ (also die Hersteller von Autos, die sich auch ohne Subventionen mit Gewinn verkaufen lassen) im entferntesten mit Tesla beschäftigen?

        • Hubert

          Dass so ein Unsinn überhaupt öffentlich geäußert werden kann, ohne sich dafür zu schämen. Tesla ist nur deshalb nicht in der Gewinnzone, weil sie in die Zukunft investieren. Dass das in Zeiten des Umbruchs nötig ist haben offenbar nicht alle Konkurrenten erkannt.

  • volsor

    Hallo , ich schließe mich der Meinung Dr.M und Quasar an.
    Hier wurde die Bremse mit dem Gaspedal verwechselt und nun will es keiner gewesen sein ,
    zumal Reparaturkosten erheblich sein werden.
    Oder will Konkurrenz “Verschwörungstheoretiker“ Tesla wegen zu großem Erfolg schaden.! 😉

  • Kilian

    Also für mich sieht das nicht mehr nach einem Zufall aus. Diese Art der Unfälle und gerade im moment die Anzahl sieht schwer nach manipulation aus.
    Zum Glück kann Tesla durch die log files beweisen wer schuld ist. Das soll wie es scheint nur dem Image schaden.
    Ich vertrauen dem Systen weiterhin, noch nie Probleme gehabt.

  • Bern

    Ich unterstelle nichts, aber dass die Logs des Autos immer als Beweis herhalten sollen stelle ich in Frage. Die Logs geben das wieder was das Fahrzeug wahrnahm, das muss aber bei fehlerhaften oder gestörten Sensoren nicht mit der Realität übereinstimmen. Die Logs können auch fehlerhaft erstellt werden, blinder glaube an Computerausgaben sind hier nicht angebracht.
    Zusätzlich gibt es noch die Möglichkeit der Manipulation, Tesla und jeder andere Hersteller kann in die Logs schreiben was sie wollen und auch im Nachhinein ändern.
    Wie gesagt ich unterstelle hier niemanden etwas aber die Aussagen, dass das was in den Logs steht immer die absolute Wahrheit ist bezweifle ich stark.

    • Marco

      Das ist auch meine Sorge zumindest für die Zukunft. Die eine Partei (Tesla) ist gegenüber der anderen (Kunde/Fahrer) immer im Vorteil, weil Tesla Log-Daten liefern kann und der Kunde nicht. Und jeder glaubt immer gleich, diese wären beweiskräftig, obwohl sie von vorne rein falsch oder sogar manipuliert sein könnten.
      In diesem Fall gehe ich zwar auch von einer Gas/Bremse-Verwechslung aus, aber das kann auch irgendwann mal anders sein…

  • Sebastian

    Was aber, wenn es doch ein Problem in der Software gibt?
    Ich meine mich zu erinnern, dass in jüngster Vergangenheit auch andere Hersteller mit Einführung des elektronischen Gaspedals so ihre Problemchen hatten. Ein „klemmendes“ Pedal sieht wahrscheinlich auch so aus als hätte man Gas und Bremse verwechselt. So lange wie das Log auch nur von Tesla ausgewertet werden kann, steht hier Aussage gegen Aussage.

    Ich fahre selbst einen Tesla und fühle mich noch immer sehr sicher. Einen Verkaufsstopp würde ich nicht fordern, aber eine gründliche Untersuchung von und mit Tesla. Denn auch beim Schreiben des Logs können Fehler passieren.

    • baramba

      In jüngster Vergangenheit bei der Einführung des elektronischen Gaspedals Probleme? Wann soll diese jüngste Vergangenheit gewesen sein? Das elektronische Gaspedal gibt es z.B. beim Golf schon seit dem Golf IV, also schon 20 Jahre…in anderen Fahrzeugen schon früher.

      @topic:
      Wie hier schon mehrmals erwähnt wurde. Klassischer Fall von „Frau macht das Auto kaputt, will es aber nicht gewesen sein“. Tesla sitzt hier mit den Log-Dateien am deutlich längeren Hebel, womit sie auch vor Gericht die deutlich besseren Karten haben werden. Notfalls legt man eben Ermittlern die Log-Erzeugungssoftware offen, sodass eine Manipulation ausgeschlossen werden kann.

  • McGybrush

    Also das Fahrpedalmodul schliess ich mal aus. Das läuft meistens über 2 gegensätzliche Potis. Es müssten also 2 Potis genau in diesem Moment kaputt gehen und auch noch den „Richtigen“ Wert generieren. Ansonsten gibt’s klar ne Fehlermeldung. Und unwahrscheinlich das es grad beim Nichtbetätigen kaputt gegangen soll.

  • Grünspanpolierer

    Damit eine solches logfile gerichtsverwertbar ist, muss es bestimmte Anforderungen an Signatur, etc erfüllen.

    Desweiteren kann es niemals alleine als Beweis dafür herangezogen werden, dass kein anderer technischer Fehler (z.B. fehlerhafter Fahrpedalgeber) vorlag.

    Ich denke der Fall ist etwas für die NHTSA. Das letzte mal als Tesla da vorgeladen war, ging der beauftragte Beamte in vorzeitigen Ruhestand! 🙁

    Wait and see…

  • Nixwisser

    Angenommen der Sensor vom Gaspedal geht kaputt und meldet an die Steuerelektronik 100% Gas.
    In so einem Fall würde Tesla aufgrund des Log auch sagen: „user issue“
    Viel Spaß beim Gericht.

    Ich stelle die Log´s auch ganz stark in Frage…

    • McGybrush

      Wie ich sagte. Es müssten 2 unabhängige und gegenläufige Potis kaputt gehen. Einer alleine reicht nicht. Und er ist dann zufällig auch noch dann kaputt gegangen als er angeblich nicht betätigt wurde. Will nicht sagen das die Fahrerin schuld war aber das Gaspedal selbst schliesse ich aus. Wenn dann nur das Motorsteuergerät. Aber einer der da mehr Hintergrundwissen hat wird dann auch wissen warum man das ausschliessen kann.

      Was mich irritiert. Warum sind da alle Dreimillionen Airbags aufgegangen. Völlig unnötig wenn da bei einem Insassen gar keiner Angeschnallt war. Sogar Gefährlicher wenn der Druckanstieg völlig unnötig war und man so noch einen Hörschaden bekommt. Bei meinem unverschuldeten Unfall sind damals nur die 2 Airbags aufgegangen die ich wenn dann gebraucht hätte. Alle anderen blieben drinnen. War ja alleine im Auto.

      • baramba

        Zu den Airbags:
        In den USA müssen auch unangeschnallte Insassen von den Airbags geschützt werden (deshalb auch das ganze Takata-Drama, weil die Airbags viel stärker und schneller auslösen müssen – über den Sinn muss man nicht streiten hier 😛 ). Ich vermute aus diesem Grund gehen ab einer gewissen Aufprallstärke alle Airbags auf, denn so ein unangeschnallter Passagier kann ja überall im Auto landen.

      • Threenthusiast

        Möglicherweise weil das Fahrzeug nach oben katapultiert wurde (Überschlag Notfallszenario)…?!

  • BB

    Dieser ganze „Autopilot-Quatsch“ produziert nur neue Probleme, die wir bisher gar nicht hatten. Ich werde die Funktion in meinem model3 deaktivieren wenn das geht.

  • BB

    Ich will elektrisch mit einem geilen Auto fahren, mit Reichweite so viel wie möglich (größer 400 km) und soviel wie es geht eigenen PV Strom nutzen. Ein vernünftiges, alltagstaugliches Erstauto brauche ich, keinen Stadtflitzer für Kurzstrecken. Autopilot ist mir nicht wichtig…

    • Marco

      Und das hat jetzt was genau mit dem Thema zu tun?

      • BB

        Das Thema ist die Autopilot- oder Summon- Funktion von Tesla Automobilen. Ich kritisiere, dass Tesla hier viel zu viel Investiert. Der Schwerpunkt sollte in der Entwicklung von langlebigen und leistungsstarken Batterien liegen. Dies halte ich für viel wichtiger als die Autpilot Entwicklung….

    • E. Neumann

      Was meinst Du wie wichtig Autopilot für Dich sein wird wenn Du ihn erst mal hast. Meiner funktioniert gerade nicht (Tesla kommt zu mir um zu reparieren) und ich vermisse ihn schon so sehr. Klar, der Autopilot hat heute noch seine Grenzen, ist also kein vollständiger Ersatz für den Fahrer, aber alles in allem ein unheimliche Fahrerleichterung.

      • BB

        Hallo E. Neumann,
        Autopilot funktioniert gerade nicht…Tesla repariert… kein vollständiger Ersatz für Fahrer….sorry, aber das sagt für mich alles.
        So sehr ich die Autos von Tesla auch toll finde, in 2 Punkten widerspreche ich Elon Musk:
        1. Das vollständige autonome Fahren immer und überall wird es nie geben.
        2. Eine bemannte Mission zum Mars macht keinen Sinn.

        • CL

          3.) Niemand wird jemals mehr als 640 kB Arbeitsspeicher benötigen!
          Das hat einmal ein BG gesagt. Vielleicht ist BB ja klüger 😉

  • DerSchneider

    Das Ganze erinnert mich an die mysteriösen Unfälle von Toyota-Fahrern (ich glaube beim Prius), wo angeblich das Gaspedal geklemmt hätte. Letztendlich hat die NASA (!!!) herausgefunden, dass in vielen Fällen tatsächlich nur Gas- und Bremspedal verwechselt wurde. Also Tesla – lasst mal die NASA ran 😉

  • jörg Jenke

    vermutlich hat Tesla ein starkes Interesse, das die Behörden das Vernünftig untersuchen, immerhin könnte man diese Medien Hetze damit beenden

  • Grünspanpolierer

    Da wir lt. Aussage von Herrn Musk mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eh nur in einer Computersimulation leben, ist das ganze ja ‚real‘ nie passiert und es wird in zukünftigen Fällen nie ‚reale‘ Tote/Verletzte geben: 🙂

    http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article155985169/Elon-Musk-stellt-verrueckte-Matrix-These-auf.html

    • HansPeter

      Es sei hierzu aber noch zu erwähnen, dass EM dies im Sinne einer Wahrscheinlichkeitsrechnung interpoliert hat. Ein gutes Gedankenexperiment.

      Wird die Aussage so einfach in den Raum gestellt, klingt sie sicherlich für einige hirnrissig.

  • Stefan

    Die Bremse ist auch in jedem Fahrzeug immer Stärker wie das Gaspedal… Wenn das Auto von alleine losgefahren wäre, hätte die Frau nur auf die Bremse treten müssen und das Model X wäre zum Stillstand gekommen – zugegeben hat das Model X eine sehr sehr gute Beschleunigung und somit bleibt nicht so viel Zeit zum reagieren 😉 Aber jeder geübte Autofahrer tritt in einer heiklen Situation reflexartig die Bremse. Und dieses reflexartige Bremse-treten ging hier vermutlich aufs Gaspedal.

  • Kill the doupt – der Zweifel bezüglich der Aussagefähigkeit der Logdatei von Tesla steht im
    Raum und kann beseitigt werden, was im Interesse von Tesla wäre um die Skunks eindeutig der Fehlbehauptung zu überführen. Die Daten die vom Fahrzeug übermittelt werden, müssten nur parallel an eine neutrale, unanfechtbare Institution übermittelt werden. Dieser Empfänger müsste die Daten sichern ohne Zugriffsmöglichkeit für irgendwen. Im Zweifelsfall könnte sich Tesla von dieser Institution Ihre Daten bestätigen lassen.
    Man darf auch nicht vergessen, wie Mächtig und skrupellos die deutschen Konkurrenten
    sind. Der Fisch stinkt am Kopf zu erst und viele in der Führungsliga werden dafür bezahlt
    nicht erwischt zu werden. Nun wurde Ihnen bewiesen, dass sie auch noch unfähig sind.

    Der Groll auf Tesla ist da, das Geld auch und die miese Gesinnung sowieso. Wer Angela zu seinem Interessenvertreter machen kann hat alle Möglichkeiten zu intregieren auch illegal und durch die kalte Küche.
    Fazit : Tesla muss technisch noch sorgfältiger werden um sich vor Dummheit und potenten Feinden zu schützen.

    • Bern

      Es reicht nicht die Logs an eine neutrale Instanz zu schicken, da es nicht klar ist wie diese erzeugt werden. Die können von Anfang an fehlerhaft erzeugt worden sein.
      Für die zwei Poti Theorie, es gibt ja noch weitere Elemente in der Kette. Es kann ja auch die Fehlerbehandlung wenn beide unterschiedelich Werte liefern ne Macke haben. Oder der Fehler steckt ganz wo anders vieleicht auch im Benutzer.

    • Philipp

      Achso, die Korrektheit und Echtheit einer Logdatei wird dadurch gewährleistet, dass man sie einem dritten nach Erstellung zukommen lässt? Damit ist weder gesichert, dass die Logdatei die Realität widerspiegelt, noch, dass das Auto nicht selbst gepfuscht hat…

      Wenn die Konkurrenz Tesla eins auswischen wollen würde, dann würden sie den Autopiloten verwenden und eine leichte Manipulation auf die Straße machen, oder am Ultraschallsensor etwas wackeln und schon hat man einen eindrucksvolleren Unfall, der eindeutig auf Fehlfunktionen der Sensoren hinweist.

      Also bitte, etwas mehr Intelligenz und Raffinesse sollte man der Konkurrenz schon zuschreiben als plumpes ich-trete-voll-aufs-gas (was übrigens kaum ein Teslakunde wirklich macht)

  • Willi Müller

    Offensichtlich hat die Frau ja im Auto gesessen als es passiert ist.
    Was mach ich, wenn ich im Auto sitze und merke mein Auto macht sich selbstständig?
    Richtig…
    voll in die Bremse treten. Auch bei Tesla ist die hydraulisch mechanische Bremse immer noch stärker als die Motoren. Selbst mit Schrecksekunde wäre das Auto wohl nicht so weit gekommen bei Bremse treten.
    DAS ist für mich das wirklich Merkwürdige, es wurde nicht gebremst; was mir den Schluss nahe legt, da hat jemand Gas und Bremse verwechselt.

    • Philipp

      Die schrecksekunde sind beim durchschnittlichen Menschen 2-3s. Wenn es sehr unerwartet ist, sind es schnell 3-5s und bei älteren Herrschaften auch gerne mal bis zu 10s. In dieser Zeit ist der Tesla ja schon mindestens bei 50km/h bei voll durchgetretenem Pedal. Und bei 50km/h sind 10m schnell zurückgelegt.

      • Ralf Schmid

        Hmm, Schrecksekunde 2-3 s?
        Was ist denn mit dem offiziell empfohlenen Sicherheitsabstand? Halber Tacho soweit ich weiss. Das sind bei 100km/h ein Abstand von 50m und damit von 1,5 Sekunden (36m/s)

        Nach Deiner Angabe müsste man ja 108m Abstand bei 150km/h einhalten und für ältere Menschen gar einen Sicherheitsabstand von 360m.
        Etwas unrealistisch finde ich. Ich bin da bei der Schrecksekunde, die in der Regel 1 Sekunde dauert eher von der Richtigkeit überzeugt.

      • Marc

        Wer 3 oder mehr Sekunden braucht, Eine Gefahrensituation zu erkennen und zu reagieren, hat hinterm Steuer definitiv nichts mehr verloren.. sorry..

  • Bern

    Da stecken die Autos voller Sensoren um die Umwelt zu erkennen und sie fahren immer nocht gegen Wände. Vielleicht sollte man das erstmal perfektionieren bevor man automatisch über Autobahnen brettern will…

    • McGybrush

      Gesetzt dem Fall Du fährst mit Autopilot und der Wagen erkennt ein Hindernis und bremst ab dann würde man mit eine kräftigen druck auf’s Gas dennoch den Autopiloten überstimmen und gegenfahren können. Heisst, er kann erkennen was er will. Bei Vollgas fährt das ding los.

  • midimal

    Mehr Dumpbacke geht nicht 🙂

  • Chris

    Jeder der ein neues Auto fährt ist in der Anfangsphase extrem vorsichtig mit seinem neuen Wagen. Selbst beim einparkieren schaut man, wer links und rechts parkiert und ob man allenfalls weiter hinten einen besseren Parkplatz findet.
    Wenn der Tesla wirklich von sich aus Vollgas geben sollte, würde jeder gleich voll auf die Bremse treten. Dies klingt extrem nach einer Verwechslung von Gas- und Bremspedal.
    Selbst wenn der Tesla von sich aus Gas gegeben hätte, die Bremse müsste von der Fahrerin betätigt worden sein, was aber nicht passierte. Sehr kurios!

  • Fritz!

    Ich lehne mich da mal ein klein wenig aus dem Fenster und behaupte, daß es sich so abgespielt hat:

    Fahrerin hat seit 5 Tagen neuen Tesla, ist alles noch neu und etwas ungewohnt. Beim Einparken (möglicherweise durch Ablenkung) Gas und Bremse verwechselt und Vollgas. Da die Kiste ja aber so schnell ist, war die Wand sofort als externe Bremse da.
    „Mist, wie erzähle ich meinem Mann, daß ich die neue Kiste gegen die Wand gefahren habe? Hmmm, da waren doch neulich ein paar Meldungen, daß ein Tesla von alleine losgefahren wäre. Das sage ich auch und er ist mir nicht böse!“
    Gesagt, getan. Der Mann glaubt seiner Frau (sie hat ihn ja schließlich „noch nie angelogen“ und erzählt es so weiter.

    In diesem Fall glaube ich zu 100 % Tesla. In allen ähnlich gelagerten Fällen in den USA (u.a. Prius vor ein paar Jahren) hat sich immer der Fahrer als der Schuldige herausgestellt.

  • schön peinlich. schon im roadster wird der winkel des strompedals aufgezeichnet. dann noch bei der dummen version bleiben… naja

  • FVK

    kalt verformtes Blech, heiße Geschichte, kochende Emotionen bei Ehemann.
    Ein tolles Gericht! und zum Nachtisch die Wahrheit ?

  • M Le Corbeau

    Auto fahrende Menschen sind Gewohnheitstiere, leider.
    Ein (in den USA übliches) Auto hat 2 Pedale für beschleunigen und bremsen. Warum soll ein 2 füssiger Mensch das nur mit dem rechten Fuss bedienen??? Wird ja sicher einmal schief gehen – wie dieser TESLA Unfall und tausende weitere.

    Ich fahre seit 40 Jahren mit 2 Füssen: rechts beschleunigen, links bremsen.
    Machen auch die Rallyefahrer so, seit es Doppelkupplungsgetriebe gibt 😉

    Für meine eigene Versicherung: in meinem Fahrzeug läuft permanent ein privates Datenaufzeichnungsgerät. Mein Anwalt freut sich auf jeden Unfall 😉

  • Am Supercharger

    AN Herrn BB
    ich selber fahre TESLA und nutze den Autopiloten jeden Tag . eine wirkliche erleichterung vorallem bei langen Autobahn fahrten. Bitte nicht über etwas urteilen oder Meinungen verbreiten die aus NICHTWISSEN stammen. Danke.

  • EAE

    Die Timeline in den Logfile wird es TESLA verraten haben, und zwar Gaspedal von 0 auf 100% in 0,1 bis 0,2 Sekunden auf volle Leistung, die typische Verzögerung wenn der Fuß das Gaspedal einmal voll durchtritt, sonst würde TESLA nicht so eindeutig posten, das die Frau schuld ist. Ganz einfach !. Für eine eigenständige Beschleunigung hätte das Gaspedal brennen müssen, und das ist unmöglich, außer es ist angesteckt worden(Verkohlender Kunststoff). Die Timeline von 0 auf 100% wäre dann 0 Sekunden. Das ist aber wieder ein irrwitziger Wert, und der Bordcomputer hätte das Gaspedal auf defekt gesetzt und das Fahrzeug stillgelegt.

  • Bürokrat

    Ein Update zum Fall:
    Tesla Motors hat die Darstellung eines Kunden zurückgewiesen, sein Model X habe vor einem Crash in ein Gebäude von selbst beschleunigt.
    Die von dem Auto gesammelten Daten zeigen laut dem Hersteller, dass „das Beschleunigungspedal zu 100 Prozent durchgetreten wurde“.

    Quelle:
    http://www.heise.de/newsticker/meldung/Datensammlung-hilft-bei-Klaerung-der-Schuldfrage-bei-Autounfaellen-3234928.html