Tesla Network – Hauseigener Vermittlungsdienst für Fahrdienstleistungen erstmals erwähnt

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Im August 2015 hat Elon Musk im Conference Call erstmal die Frage nach einem eigenen Uber-ähnlichen Vermittlungsdienst gestellt bekommen, die er zu der Zeit jedoch nicht beantwortete. Im November selbigen Jahres sagte Musk zur gleichen Frage, dass es noch nicht der richtige Zeitpunkt wäre, um eine entsprechende Ankündigung zu machen.

Erst im April dieses Jahres gab Musk dann bekannt, dass man tatsächlich an einem Vermittlungsdienst für Fahrdienstleistungen arbeite, dabei jedoch auch den gesamten Personenverkehr umkrempeln möchte. Die Aussage von Musk war demnach vielmehr auf Transportlösungen für öffentliche Verkehrsmittel bedacht als auf einen Vermittlungsdienst für die einzelnen Tesla-Fahrzeuge eines jeden Kunden.

Mit der heutigen Enthüllung, dass jedes ab sofort produzierte Tesla-Fahrzeug die nötige Hardware besitzt, um vollständig autonom Fahren zu können, hat Tesla auch einen völlig neuen Vermittlungsdienst namens Tesla Network enthüllt, mit dem Tesla-Kunden zusätzliches Einkommen erwirtschaften können. Weitere Informationen will man jedoch erst nächstes Jahr preisgeben.

Fahrdienste dürfen ausschließlich über Tesla Network angeboten werden

Tesla erklärt auf der Autopilot-Informationsseite und im jeweiligen Online-Konfigurator der Fahrzeuge, dass man Familienmitglieder oder Freunde definitiv den selbstfahrenden Tesla zur Verfügung stellen darf. Sollte man damit jedoch Einkommen generieren wollen, dann ist dies ausschließlich über den internen Vermittlungsdienst Tesla Network erlaubt.

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Bereits im 2. Teil des Tesla Masterplans spricht Musk von einer solchen Möglichkeit:

Man wird sein Fahrzeug einer Tesla-Flotte anschließen können, die als Taxi für andere Personen agiert. Während man arbeitet, im Urlaub ist oder schläft, wird das Fahrzeug andere Passagiere transportieren und so Einkommen für den Besitzer generieren. Damit könnten sogar die monatlichen Kosten für das Fahrzeug gedeckt oder sogar übertroffen und Gewinn generiert werden.

Da ein solcher Fahrdienst erst einmal auch die rechtlichen Rahmenbedingungen braucht, ist noch nicht klar, wann und ob er tatsächlich in den jeweiligen Ländern zur Verfügung stehen wird. Ebenfalls ungewiss ist, wie Tesla die eigenen Kunden davon abhalten wird, das eigene selbstfahrende Auto über Drittanbieter wie Uber oder Lyft zur Verfügung zu stellen.

  • KingArtus

    hmm, naja ich denke da kommt kein Hersteller mehr drumherum.
    Langfristig macht es sicher sinn, aber das dauert bis sich das durchsetzt.

    Mein eigenen Wagen fremden geben und nicht wissen WER/WIE damit umgeht ist schon ein komischer gedanke

    • Onkel Thom

      Für uns und jetzt ist es noch ein bisschen komisch, doch für die, die heute geboren werden wird das ganz normal sein. Auch für die „älteren“ die nicht mehr fahren sollten oder dürfen ermöglicht diese wieder eine einfache Mobilität und Freiheit. Ich finde das ganze eine super Sache. Mein Großvater sagte immer, (damals als er noch lebte) jetzt wo er sein Moped (er hatte nie ein Auto) gebrauchen könnte, könne er nicht mehr fahren.

  • Nelkenduft / AHF

    Und wer kontrolliert dann die Schäden am Fahrzeug oder wer sich als letzter in das Auto übergeben hat? Ich halte das Ganze für nicht praktikabel, zumindest ganz sicher nicht in den nächsten 5 Jahren. Es ist zwar alles sehr interessant in der Theorie, in der Praxis sollten mal lieber die Probleme der Ladeinfrastruktur gelöst werden. Denn die paar Supercharger werden für die Masse an Model 3 ganz sicher nicht ausreichen, wenn sie schon zeitweise mit den wenigen Model S und X überbelegt sind. Das wird die wirkliche Herausforderung, dass jeder E-Auto-Nutzer schnell und ohne Wartezeit aufladen kann, auch während der Urlaubszeit.

    • Triple-T

      @Nelkenduft Fahren Sie einen Tesla?
      Sie schreiben:
      „Denn die paar Supercharger werden für die Masse an Model 3 ganz sicher
      nicht ausreichen, wenn sie schon zeitweise mit den wenigen Model S und X
      überbelegt sind.“

      Ist das empirisch, oder nur eine Annahme? In mehr als einem Jahr musste ich noch nie an einem Supercharger anstehen………….

      Der Supercharger ist für Langstreckenfahrten gedacht und nicht für das tägliche Nachladen. Ich lade meinen Tesla zu 90% zu Hause, 5% auf der Arbeit und den Rest an den Superchargern.

      Übrigens. Tesla sieht, wer sich immer an den Superchargern aufhält.

      • Steff

        Ich muss Nelkenduft leider zustimmen. Eventuell liegt es daran, dass wir in der Schweiz eine wesentlich höhere „Tesladichte“ haben. Diesen Sommer SuC Dietlikon, alle vier Stationen besetzt und mehrere Fahrzeuge wartend. Ich hatte (zum Glück) noch genug RW bis SuC Egerkingen.

    • Kyle Seven

      Kommt Zeit kommt Rat wir werden die Lösung sehen

    • Eike Heuer

      @nelkenduft:disqus Das Thema Schäden am Fahrzeug ist doch ganz einfach. Auto fährt alleine für die Schäden ist also schonmal nicht der Mieter verantwortlich. Zum Nachweis von Schäden im Auto werden vor und nach der jeweiligen Vermietung im Innenraum von 2-3 Kameras Bilder gemacht. 😉 alles Easy.

      Es gibt kaum dokumentierte Fälle wo mal jemand am Supercharger warten musste. Staus an Tankstellen gibts ja auch hin und wieder 😛

  • Genau darauf habe ich spekuliert als ich mein M≡ bestellt habe 🙂 Denn eigentlich brauche ich ein Auto nur im Winter und für die Ferien – sonst fahr ich lieber meine Zero! Mein M≡ geht also definitiv ins Tesla Netzwerk zum refinanzieren!