Tesla veröffentlicht Quartalsbericht für das Q3 2016

Tesla hat den Quartalsbericht für das 3. Quartal 2016 veröffentlicht. Anbei die Zusammenfassung des Berichts in Stichpunkten:

  • Tesla berichtet zu Beginn über die neue Autopilot-Hardware, das neue Model S/X P100DL und das Firmware-Update v8.0
  • Tesla Fahrzeuge haben bereits über 3 Milliarden Meilen zurückgelegt, davon 1,3 Milliarden Meilen von Fahrzeugen mit Autopilot-Hardware
  • Im 3. Quartal sind die Bestellungen im Vorjahresvergleich für das Model S und X zusammen um 68% angestiegen
  • Tesla hat im vergangenen Quartal 17 neue Stores und Service Center eröffnet und ist nun an 250 Orten weltweit tätig
  • Insgesamt wurden 25.185 Fahrzeuge im 3. Quartal produziert, was einer Steigerung um 37 Prozent zum vorherigen Quartal und 92% zum 3. Quartal 2015 entspricht
  • Das Model S konnte in US seit Markteinführung eine Absatzsteigerung von jährlich nahezu 60% verbuchen
  • Das Model S hat in US einen Marktanteil von 32% bei den 12 absatzstärksten Luxuslimousinen
  • Das Model X hatte in US in Q3 einen Marktanteil von 6% bei den großen Luxus-SUVs (Platz 8 in dieser Kategorie)
  • Das Model X konnte den Porsche Macan und Cayenne, den Land Rover R-R Sport und den Infiniti QX80 ausstechen
  • Die Kategorie der großen Luxus-SUVs hat in den US die dreifache Größe der Kategorie Luxuslimousinen, hier besteht laut Tesla großes Potenzial für einen größeren Model X-Absatz
  • Zum Ende des 3. Quartals hatte Tesla 715 Supercharger-Standorte mit insgesamt 4.461 Ladestationen weltweit.
  • 97% der Bevölkerung der kontinentale Vereinigten Staaten und 86% der westeuropäischen Bevölkerung haben Zugriff zu einen Supercharger innerhalb eines Radius von 150 Meilen (ca. 240 km)
  • Bevölkerungsreiche Orte in China, Japan und Australien sollen bald ähnlich abgedeckt werden
  • Zusätzlich zu den Supercharger gibt es 3.222 Standorte mit Destination Charger, mit insgesamt 5.547 Lademöglichkeiten
  • Tesla Energy wird ein 20MW/80MWh Powerpack-System an einem Umspannwerk in Südkalifornien (Mira Loma) installieren. Wenn dieses fertiggestellt ist, wäre es das größte Lithium-Ionen-Batteriespeicher-Projekt der Welt und könnte 2.500 Haushalte für einen Tag mit Energie versorgen bzw. 1.000 Tesla-Fahrzeuge aufladen
  • Der Grundriss der Produktionslinie für das Model 3 wurde bereits fertiggestellt, demnächst soll die Schweiß- und Fertigungsstraße installiert werden
  • Aktuell werden Fahrzeugkomponenten wie die Karosserie, das Hochspannungs-Antriebssystem, Regelsysteme mit Kleinspannung, Klimaanlage, Infotainment-System und Lichter getestet, dabei befindet man sich weiterhin im Zeitplan
  • Die Gigafactory befindet sich ebenfalls im Zeitplan, um die Zellproduktion zum Ende des Jahres zu beginnen und die Model 3-Produktion und den Lieferbeginn (2. Jahreshälfte 2017) zu unterstützen
  • Zusätzlich dazu wird die Produktionskapazität in Fremont erhöht und Ausschau nach weiteren Produktionsstätten in Asien und Europa gehalten
  • Durch die Zusammenführung mit SolarCity möchte man den Markt für Solarenergie genauso wettbewerbsfähig machen wie den für Elektrofahrzeuge
  • Der Kauf von SolarCity würde die bereits existierenden Investitionen in die Gigafactory, der Powerwall und des Powerpack profitabler machen
  • Durch Synergieeffekte sollen Kosten in Höhe von 150 Millionen US-Dollar bereits im ersten Jahr nach der Zusammenführung eingespart werden können
  • Die anstehenden Veranstaltungen bezüglich der Zusammenführung mit SolarCity: 28. Oktober: Enthüllung des Solardachs, Powerwall 2.0 und neuer Ladestation; 1. November: weitere Informationen über die wirtschaftliche Aussicht durch den Zusammenschluss, 17. November: Abstimmung über die Zusammenführung durch die Anteilseigner

Wirtschaftliche Kennzahlen, ausschließlich nach amerikanischem Rechnungslegungsstandard US-GAAP:

  • Q3 Umsatz belief sich auf 2,3 Milliarden US-Dollar, 145% Steigerung zum Q3 2015
  • Bruttomarge lag bei 27,7%, Vergleich: In Q2 lag sie bei 21,6%
  • Umsatz aus Automobilverkäufen lag bei 2,15 Milliarden US-Dollar, 152% Steigerung im Vergleich zu Q3 2015
  • Insgesamt wurden 24.821 Fahrzeuge ausgeliefert (16.047 Model S, 8.774 Model X), über 200 Fahrzeuge mehr als am 2. Oktober angekündigt
  • Auslieferungen sind um 114% gestiegen im Vergleich zum Q3 2015
  • Zum Ende des 3. Quartals befanden sich zusätzliche 5.065 Fahrzeuge auf den Transportweg zu den Kunden (diese werden in Q4 ausgeliefert)
  • Der Anteil an Fahrzeugen aus Leasing- und Absatzfinanzierungsgeschäften betrug 32% aller Auslieferungen (Q2: 36%)
  • Der Wegfall der Restwertgarantie in den Vereinigten Staaten hatte keinen negativen Effekt auf die Nachfrage, was bedeutet, dass die Kunden von guten Restwerten ihrer Fahrzeuge ausgehen
  • Während des 3. Quartals musste Tesla lediglich weniger als 2% der Fahrzeuge, für die die Restwertgarantie noch anfiel, zurückkaufen
  • Die Bruttomarge aus dem Automobilverkauf lag bei 29,4%
  • Die Zuverlässigkeit der Fahrzeuge stieg auch im vergangenen Quartal im Vergleich zum Q2 2016 an, sodass weniger Garantiefälle zu bearbeiten waren
  • Allein die Fehlermeldungen, die das Model X betroffen haben, sind in den letzten 12 Monaten um 92% gesunken
  • Durchschnittspreis des Model S ist um 6,5% gesunken, da man die 60 kWh-Version wieder veröffentlicht hat und die 100 kWh-Version erst zum Ende des Quartals vorgestellt wurde (ansonsten wäre es ausgeglichen, sagt Tesla)
  • 2% des gesunkenen Durchschnittspreises gehen auf Preisreduzierungen für Ausstellungsfahrzeuge, Vorführwagen etc. zurück, welche u.a. das alte Design vor der Modellpflege aufwiesen
  • Durchschnittspreis des Model X ist um 1,2% gesunken, da keine Signature-Modelle mehr gefertigt werden
  • Umsatz aus Service und weiteren Tätigkeiten lag bei 150 Millionen US-Dollar, 78% Steigerung zum Q3 2015 und 70% zum Q2 2016.
  • Der erhöhte Umsatz in diesem Bereich resultiert durch einen erhöhten Absatz von Gebrauchtwagen und Batteriespeichern
  • Die Bruttomarge für Service und weiteren Tätigkeiten lag bei 3,4% (2,5% in Q2)
  • Die Kosten für operative Tätigkeiten lagen bei 551 Millionen US-Dollar (inkl. 81 Millionen US-Dollar für Aktienkompensationen)
  • Ohne die Aktienkompensationen würden die Kosten bei 471 Millionen US-Dollar liege, eine Steigerung um 4% zum Q2 2016
  • Forschung und Entwicklung hat Tesla 214 Millionen US-Dollar gekostet (davon 40 Millionen US-Dollar für Aktienkompensationen)
  • Ohne die Aktienkompensationen wären die Kosten für F&E bei 174 Millionen US-Dollar, Steigerung um 10% zum Q2 2016
  • Kosten für Verkauf und administrativen Tätigkeiten 337 Millionen US-Dollar (davon 41 Millionen US-Dollar für Aktienkompensationen)
  • Ohne die Aktienkompensationen wären die Kosten für den Verkauf bei 296 Millionen US-Dollar, Steigerung um 1% zum Q2 2016
  • Tesla hat in Q3 einen Überschuss von 22 Millionen US-Dollar (0,14 USD pro Aktie) verbucht
  • Cashflow lag bei 424 Millionen US-Dollar
  • Investitionen in Höhe von 248 Millionen US-Dollar wurden getätigt: Erhöhung der Produktionskapazität, Bau der Gigafactory, Expansion
  • Tesla konnte Schulden in Höhe von 600 Millionen US-Dollar in Q3 zurückzahlen (178 Mio. USD für Anlagen, 422 Mio. USD für Wandelanleihen)
  • Die Liquide Mittel liegen aktuell bei 3,1 Milliarden US-Dollar (Q2: 3,2 Milliarden US-Dollar)
  • Tesla konnte sich im Q3 weitere 300 Millionen US-Dollar an Kapital für den Kauf einer weiteren Anlage beschaffen
  • Der größte US-Leasingpartner hat zudem die Kapazität für weitere Leasingverträge um 80% erhöht, sodass mehr Kunden davon profitieren können
  • Weitere Leasingpartner sollen im Q4 2016 hinzukommen

Ausblick auf das nächste Quartal und das gesamte Jahr

  • Tesla verfolgt weiterhin das Ziel, 50.000 Fahrzeuge in der 2. Jahreshälfte 2016 auszuliefern
  • Allein in Q4 sollen über 25.000 Fahrzeuge ausgeliefert werden, trotz der Feiertage und der schweren Wetterbedingungen (30-35% davon Leasingfahrzeuge)
  • In der Bruttomarge aus dem Automobilverkauf erwartet man eine 2-3%ige Steigerung bis Ende 2016
  • Die Kosten für operative Tätigkeiten sollen in 2016 im Vergleich zu 2015 insgesamt um 30% ansteigen
  • Der Kapitalaufwand für das gesamte Jahr 2016 soll sich auf 1,8 Milliarden US-Dollar belaufen (759 Mio. USD davon aus den letzten 3. Quartalen)