Selbst im Tesla Model 3 kann man übernachten, wenn man sich an etwas wenig Kopf- und Bein-Freiheit nicht stört, wie unter anderem eine YouTuberin schon vorgeführt hat. Der etwas größere Bruder Model Y erfordert schon weniger Einschränkungen beim Platz und bietet zusätzlich mehr Boden-Freiheit und eine noch größere Glas-Haube für den Blick auf die Sterne. Eine Autorin eines Freizeit-Magazins hat mit dem Tesla-Crossover jetzt eine mehrtägige Abenteuer-Reise gemacht – und bei einer Übernachtung im Model Y unter freiem Himmel „entrückte Seligkeit“ verspürt.
Tesla Model Y als mobile Küche
Für ihren Bericht war Maren Larsen von dem US-Magazin Outside mit einem weißen Tesla Model Y Long Range unterwegs, das ihr per Anhänger vor die Wohnung gebracht wurde. Bei einer Wochenend-Tour im Norden des Bundesstaats New Mexico Ende Juli probierte sie, was das neueste Elektroauto von Tesla neben hoher Reichweite noch zu bieten hat. Schon auf dem Highway genoss die Autorin laut ihrem Bericht die aufgeräumte Technik im minimalistischen Innenraum mit kristallklarem Lautsprecher-Sound das Gefühl der „endlosen Möglichkeiten“, das sich auf der freien Straße einstellte, und natürlich die Beschleunigung wie in einer Achterbahn.
Das Ziel aber war ein National-Park nahe der kleinen Stadt Taos, und vorher musste die Autorin aufladen. Dabei erlebte sie eine Elektroauto-Enttäuschung, die sonst eher Fahrer andere Marken als Tesla gewohnt sind: In Taos sollte es zwei Destination Charger geben (diese werden von Tesla angezeigt, aber nicht selbst betrieben), doch beide waren nicht aktiv oder zugänglich, wie sie schreibt. Um am nächsten Tag die volle Reichweite zu haben, verbrachte sie deshalb die erste Nacht an einer Lade-Station in einem nahen Ski-Resort – und fand dabei schon einmal heraus, wie sich das Tesla Model Y davon abhalten lässt, zwischendurch zu entriegeln und das Display anzuschalten (indem man Bluetooth am Smartphone deaktiviert).
Am Morgen wurde die Autorin von Sonne über dem Tesla-Glas um sie herum und einem schönen Ausblick begrüßt. Im Model Y konnte sie gut schlafen, warnt aber, dass es für Personen über 1,73 Meter wie sie selbst etwas kurz werden könne. Außerdem schlug beim morgendlichen Strecken wegen des ausgeschalteten Smartphone-Schlüssels die Alarmanlage an. Platz für mobilen Herd und Kühlschrank bot das Tesla Model Y aber reichlich, und seine Kofferraum-Klappe öffnet so hoch, dass die Autorin sich beim Kochen gut darunter bewegen konnte.
Selig beim Blick durch das Tesla-Dach
Dann fuhr sie weiter in den Park, um sich einen Hängematten-Platz zu suchen und von dort aus wandern zu gehen. Dank laut ihrem Artikel 17 Zentimetern Boden-Freiheit des Tesla Model Y und Allrad-Antrieb kam sie auch über schotterige Wege dorthin vorsichtig, aber schadlos voran. Doch dann es begann es erst zu regnen und dann zu hageln, was sie erneut unter das Glas-Dach des Tesla trieb. Dort hatte sie Sorge, es könne unter dem herab prasselnden Hagel brechen, was aber nicht passierte (Tesla-Kenner wären sich dessen wahrscheinlich sicherer gewesen).
Erst am Abend hörte das Unwetter auf, also verbrachte Larsen auch die zweite Nacht im Auto, dieses Mal aber ohne Netflix-Serien und andere Tesla-Extras, denn ihr Camp-Platz lag „endlich“ abseits von Mobilfunk-Strahlen. Dadurch nahm sie den Wald um sich herum besser wahr und schaute in den Schlafsack gekuschelt Richtung Himmel. Mitten in der Natur ohne Internet, aber mit genügend Strom für die Rückfahrt im Akku, sah sie entspannt durch das Dach dem Regen zu – und „saugte die entrückte Seligkeit auf, weit draußen und allein zu sein“.