Nach der leichten Erholung der Elektroauto-Verkäufe von Tesla im ersten Quartal dieses Jahres rechnen Analysten damit, dass in dem Zeitraum auch Gewinn und Umsatz gestiegen sind. Das geht aus einer Übersicht hervor, die Tesla am Freitag veröffentlichte. Beim bereinigten Gewinn pro Aktie wie beim Umsatz wird demnach im Durchschnitt ein Anstieg um rund 11 Prozent erwartet. Nach der Veröffentlichung der Zahlen am Mittwoch will Tesla Anleger-Fragen beantworten. Die drängendsten betrafen zuletzt Roboter, Robotaxis und FSD
Mehr Elektroauto-Umsatz bei Tesla
Für das erste Viertel von 2025 hatte Tesla vor einem Jahr 19,3 Milliarden Dollar Umsatz und 0,27 Dollar bereinigten Gewinn pro Aktie gemeldet, beides unter den Erwartungen und niedriger als ein Jahr zuvor. Im Vergleich dazu soll der Umsatz in Q1 2026 jetzt um knapp 11 Prozent auf 21,4 Milliarden Dollar gestiegen sein. Beim Gewinn pro Aktie sagen die Analysten laut der Tesla-Übersicht im Durchschnitt 0,30 Dollar voraus, ein Plus von gut 11 Prozent. An dieser Prognose dürfte die Zahlen am Mittwoch eher gemessen als an teils älteren Angaben bei Finanz-Diensten, die bei Umsatz wie Gewinn höher lagen.
Bereits bekannt ist, dass Tesla die Zahl seiner Auslieferungen in Q1 2026 um rund 6 Prozent auf gut 358.000 Elektroauto gesteigert hat. Ebenfalls schon Anfang April meldete das Unternehmen die in dem Quartal neu installierte Kapazität an stationären Akkus. Mit 8,8 Gigawattstunden verfehlte sie die Erwartungen deutlich und lag um 15 Prozent unter dem Wert von Q1 2025. Entsprechend sagten die Analysten eine Steigerung des Elektroauto-Umsatzes in Q1 2026 um fast 1,5 Milliarden Dollar auf 15,4 Milliarden Dollar voraus und für die Energie-Sparte einen Rückgang um rund 10 Prozent auf knapp 2,5 Milliarden Dollar.
Ebenfalls erwartet wird laut der Prognosen-Übersicht, dass Tesla in den ersten drei Monaten insgesamt einen Mittel-Abfluss verzeichnen wird, also negativen freien Cashflow, wie es bislang nur sehr selten vorkam. Als Durchschnitt ergaben sich hier 1,78 Milliarden Dollar, womit aber immer noch fast 42 Milliarden Dollar in der Tesla-Kasse verblieben. Angesichts rekordhoher Investitionen in Fabriken und KI-Infrastruktur dürfte der Cashflow auch im Gesamtjahr 2026 negativ bleiben. Im Durchschnitt wurden hier 6,68 Milliarden Dollar geschätzt.
Top-Fragen Optimus, Robotaxis, FSD
Nach der Veröffentlichung der Q1-Geschäftszahlen am Mittwoch (22.4.) nach US-Börsenschluss will Tesla in einer Telefon-Konferenz Anleger-Fragen beantworten. Zuerst sind traditionell die an der Reihe, die bei der Plattform Say vorab eingereicht wurden und dort die größte Unterstützung fanden. Die obersten drei zeigten am Montag, welche Prioritäten Tesla-Aktionäre (von denen viele auch Kunden sind) haben: Sie wollten wissen, wann die Präsentation des produktionsfertigen Roboters Optimus stattfindet, wie mehr echte Robotaxis auf die Straßen kommen sollen, und wann auch Tesla-Besitzer mit älterer Hardware unbeaufsichtigtes FSD bekommen.
