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Aktuell: Tesla sagt laut Minister für EU FSD-Umbenennung & striktere Tempo-Kontrolle zu

7. Oktober 2026 | Kommentieren

Screenshot

Bild: teslamag.de (Fahrt mit FSD Supervised in USA)

Am Dienstag hat ein technischer Ausschuss der EU erneut über die Frage beraten, ob das Tesla-System FSD Supervised eine allgemeine Zulassung in der Region bekommen soll, nachdem mittlerweile acht Länder Ausnahme-Genehmigungen dafür erteilt haben. Deutschland zählt bislang nicht dazu, aber kurz vor dem Treffen sprach sich Verkehrsminister Steffen Bilger dafür aus, das System zeitnah auf EU-Ebene zu genehmigen. Nach seinen Angaben hat es vorher bei kritischen Punkten Einigungen mit Tesla gegeben.

Deutscher Minister unterstützt Tesla

Bislang hatten sich deutsche Politiker und Beamte auf Nachfragen zur Genehmigung von FSD Supervised nicht ablehnend gezeigt, aber abwartend. Zunächst werde das Kraftfahrt-Bundesamt eigene Tests mit dem Assistenz-System vornehmen und man wolle eine Entscheidung für die gesamte EU, hieß es im Juli. Dass es bei der Ausschuss-Sitzung am Dienstag noch nicht dazu kommen würde, war seit Ende September erwartet worden; die nächste Möglichkeit wäre jetzt im Dezember.

Neu ist jedoch die deutliche Unterstützung von Verkehrsminister Bilger für die FSD-Zulassung in der EU. Laut einem dpa-Bericht deutete er bei einer Tagung am Dienstag sogar an, dass Deutschland dem System ansonsten eine Ausnahme-Genehmigung erteilen könnte, wie es nach den Niederlanden seit April sieben weitere Mitgliedsländer getan haben. In einer Mitteilung des Ministeriums vom gleichen Tag wird die nationale Option nicht wiederholt, aber die Aussage, dass Bilger sich für eine rasche EU-Genehmigung einsetze.

Tesla Assisted Driving statt FSD

Zudem wird der Minister mit der Aussage zitiert, dass er sich im September „mit Tesla ausgetauscht“ habe. Dabei habe man „eine konstruktive Einigung erzielt“, was die Grundlage dafür sei, dass er die FSD-Genehmigung unterstütze. Die Einigung mit Bilger betrifft zum einen die Bezeichnung. Zunächst in den USA und später in weiteren Ländern ergänzte Tesla das FSD (für Full Self-Driving) bereits um „Supervised“. Laut dem Minister hat das Unternehmen für die EU-Zulassung jetzt angeboten, das System in Tesla Assisted Driving umzubenennen.

Der aktuelle Name FSD sei „etwas irreführend“, wird in der Mitteilung als Grund für diesen Punkt angegeben (eine Überprüfung durch ein deutsches Gericht hat Tesla vor Jahren allerdings überstanden). Es gehe nicht um ein System, das die vollständige Fahraufgabe übernimmt, auch wenn es beim Beschleunigen, Bremsen und Lenken unterstütze, stellt das Ministerium klar.

Freigabe für FSD im Dezember möglich

Im Rahmen der Gespräche habe man mit Tesla außerdem vereinbart, dass FSD das Tempo-Limit nur noch um maximal 10 Prozent überschreiten dürfe, heißt es in der Mitteilung weiter. Damit könnte ein weiterer Hinderungsgrund für die EU-weite Genehmigung aus dem Weg geräumt sein: zuvor hatten manche nationalen Regulierer stärkere Überschreitungen durch das Tesla-System kritisiert.

Damit sieht es zunehmend danach aus, dass europäische Tesla-Besitzer die lang erwartete Genehmigung von FSD (bzw. Assisted Driving) zu Weihnachten 2026 bekommen werden. Das gilt allerdings nur für diejenigen, die ein relativ neues Elektroauto mit der vierten Generation der Autopilot-Hardware (HW4) fahren; der Vorgänger HW3 ist weniger leistungsfähig (in den USA bietet Tesla dafür ein FSD Light an) und bräuchte wohl ein eigenes Genehmigungsverfahren. Zudem kann man FSD seit Mai in ganz Europa nicht mehr als Option kaufen, sondern wie in den USA nur noch gegen monatliche Zahlung abonnieren.

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Tags: Deutschland, EU, Fahrerassistenzsysteme, FSD, Tesla

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