Autopilot 2.0 nach Update nun beinahe gleichauf mit Vorgängersystem von Mobileye

Tesla hat am Freitag ein neues Autopilot-Update ausgerollt (8.1.17.17.4), welches alle Fahrzeuge betrifft, die mit der neuen Autopilot-Hardware (ab Oktober 2016) ausgestattet sind. Dieses neue Update bringt den hauseigenen Autopiloten 2.0 beinahe auf dem gleichen Stand des Vorgängersystems, welches noch vom Zulieferer Mobileye bezogen wurde.

Mit dem neuen Update hat Tesla die Restriktionen der Lenkautomatik (Autosteer) aufgehoben. Mit dem früheren Update 8.1 konnte man die Lenkautomatik bei bis zu 130 km/h nutzen, nun sind es 145 km/h geworden – identisch wie bei Fahrzeugen mit der 1. Generation des Autopiloten.

Zusätzlich dazu hat Tesla die Restriktionen außerhalb von Autobahnen ebenfalls an das Vorgängersystem angepasst. Statt hierbei die Lenkautomatik auf 50 km/h zu limitieren, sind es ab sofort 10 km/h über dem jeweils gültigen Tempolimit. Ausnahme: Wenn man manuell etwas anderes vorgegeben hat oder kein Tempolimit erkannt wird (dann nur bis max. 70 km/h möglich).

Im Changelog wird zudem erneut der Automatische Notbremsassistent erwähnt, welcher letzte Woche bereits nach und nach ausgerollt wurde. Außerdem ist ab sofort auch der Fernlichtassistent verfügbar und es hat Verbesserungen bei der seitlichen Kollisionswarnung gegeben, welche jetzt nicht nur vor einem bevorstehenden Unfall warnt, sondern darauf reagiert und weglenkt.

Zusätzlich hat Chris Lattner, Leiter der Autopilot-Software, via Twitter bekannt gegeben, dass man mit diesem Update auch die Leistung beziehungsweise das Gefühl beim Fahren mit dem Autopiloten deutlich verbessert habe.

Aktuell fehlen Tesla noch folgende Funktionen, damit der Autopilot 2.0 an das Vorgängersystem von Mobileye heranreicht:

  • Automatische Scheibenwischer (Regensensor)
  • Automatisches senkrechtes Einparken

Tesla-CEO Elon Musk erklärte auf dem Conference Call Anfang letzter Woche die Problematik mit dem neuen Autopiloten und weshalb dieser so lange gebraucht hat, um das aktuelle Niveau zu erreichen (via Electrek):

Wir hatten sichtlich eine Art Gefälle, aufgrund des unerwarteten, schnellen Wechsels von Mobileye, wo wir erwartet haben, dass wir den Mobileye-Computerchip nutzen könnten, was uns Mobileye jedoch verwehrte. Dann mussten wir quasi alle Mobileye-Funktionalitäten in circa sechs Monaten nachbauen – was wir auch taten.

Anbei das Changelog (via TMC-Nutzer ming):