Gigafactory 2: Portugal und Niederlande versuchen ebenfalls, Tesla ins Land zu locken

tesla-gigafactory-2-europa-laender-bewerben-sich

Elon Musk hatte diesen Monat bei einem Conference Call gesagt, dass man im nächsten Jahr einen Standort für die Gigafactory 2 aussuchen wird. Die neue Batteriefabrik soll in Europa errichtet werden, doch wo genau, ist bisher nicht entschieden. Aktuell hat die Produktion des Tesla Model 3 Vorrang, wenn diese im nächsten Jahr anläuft, will man sich danach um die Standortwahl kümmern.

Bereits im April dieses Jahres hatte Frankreich als eines der ersten Länder das Gelände eines stillgelegten Kernkraftwerks als möglichen Standort vorgeschlagen. Auch aus Spanien kamen Bemühungen, um Tesla in das Land zu locken. Dafür haben Fans des Autobauers sogar ein kurzes Video produziert, welches aufzeigen soll, dass Spanien ein guter Standort für Tesla wäre.

Portugal und Niederlande zeigen ebenfalls Bemühungen

Nun kommen mit Portugal und der Niederlande zwei weitere Länder hinzu, die gerne als Standort für die erste europäische Tesla Gigafactory dienen würden. In Portugal gibt es eigens dafür eine Facebook-Gruppe, in der die mittlerweile 25.000 Mitglieder Tesla den Standort schmackhaft machen wollen. Dafür werden in der Gruppe die verschiedensten Argumente gesammelt.

Auch der Wirtschaftsminister der Niederlande, Henk Kamp, hat kürzlich erklärt (via Electrek), dass er versuchen wird, Tesla davon zu überzeugen, die Gigafactory 2 in den Niederlanden zu bauen. Tesla hat in Amsterdam bereits die europäische Zentrale und das Montagewerk für die Endmontage in Tilburg. Die Niederlande hätte somit ziemlich gute Karten als nächster Gigafactory-Standort.

Gigafactory würde die Wirtschaft ankurbeln

Dass es sich für ein Land lohnt, sich für die Standortwahl der europäischen Batteriefabrik bei Tesla zu bewerben, zeigt die Entwicklung aus Nevada, wo die Gigafactory 1 zurzeit gebaut wird. Tesla wird in Kooperation mit Panasonic insgesamt fünf Milliarden US-Dollar in die Gigafactory 1 investieren und zwischen 6.000 und 10.000 Arbeitsstellen vor Ort schaffen.

Wer zudem Immobilien in der direkten Nachbarschaft hat, könnte noch mehr davon profitieren. Wie CNN Money berichtet, ist der Mittelwert der Immobilien in Sparks, Nevada, seit den ersten Gerüchten als potenzieller Standort bis heute um 42 Prozent gestiegen. Im gleichen Zeitraum sind die Immobilienpreise in der gesamten Republik um 31 Prozent gesunken.

  • Benedict

    Und Deutschland? Macht natürlich keine Anstalten. Man ist mit dem Elektroauto GAU hier schon genug in Schwierigkeiten und möchte den ansässigen Autobauer ja nicht noch mit einer Gigafactory vors Schienbein treten. Dann bräuchten sie ihre – dagegen mikrigen – Batteriefabriken ja erst gar nicht aufmachen..

    • McGybrush

      Weiss nicht ob das hier auch geht. Aber ich kenn auch ein Spruch „Wer den Feind umarmt, macht Ihn bewegungsunfähig“.

      Also Tesla mit ins Boot holen mit dann miteinander lernen und Entwicklungen tauschen. Jeder hat irgendwo was zu bieten. Jeder kann aber auch von den Lösungen anderer profitieren.

      • Du glaubst wohl noch an den Weihnachtsmann? Also will damit sagen, das klingt so unrealistisch, eher werden die deutsche Autobauer halb untergehen, bevor einer mit Tesla zusammenarbeitet.

        • McGybrush

          Weiss ich doch. Andererseits hat Mercedes Know How von Tesla geholt und verbaut. Und ich weiss auch das ich am 24.12 Geschenke bekomme. Das mal Gesetz.

      • McGybrush

        Weiss ich doch. Andererseits hat Mercedes Know How von Tesla geholt und verbaut. Und ich weiss auch das ich am 24.12 Geschenke bekomme. Das Gesetz.

    • Nelkenduft / AHF

      Bei der Einstellung der deutschen Politiker, die den Menschenfeinden der Autoindustrie nun auch noch einen „Konformitätsfaktor“ zugestehen, da brauchst du keine zukunftsweisende Entscheidungen zum Wohle des Landes und seiner Bevölkerung erwarten!

  • Fritz!

    Ich denke mal, die Bundesregierung wird da mit Sicherheit nichts machen, da sind ganz klar Dobrindt und Gabriel vor, die werden alles verhindern, was den deutschen „Premiumherstellern“ schaden könnte.

    Aber die Bundesländer, die könnten ohne Probleme ein wenig fördern. In den neuen Bundesländern wäre Platz und Strukturprogramme machen die doch gerne (diesmal wäre es sogar eins, das wahrscheinlich funktioniert).

    Wenn Tesla noch ein wenig wartet (so ein paar Jährchen), könnten die sogar ein komplettes Werk übernehmen. Ist bloß noch nicht klar, wer als erstes über die Klippe springt… 😉

    • Luganorenz

      Na klar, es gibt ja schon Gerüchte, dass das ein großer deutscher Autobauer zum Übernahmekandidat für Tesla geworden ist. Seit Einführung des Model S arbeiten sie in Sindelfingen kurz, weil die S-Klasse zum Ladenhüter geworden ist, BMW hat die Produktion vom 7er ganz eingestellt.
      Bei aller Sympathie für Tesla meinerseits, aber bleibt doch mal auf dem Teppich. Die Elektromobilität wird den Durchbruch haben, wenn der deutsche Michel im VW-Autohaus vom Verkäufer gesagt bekommt, dass der e-Golf jetzt ausgereift ist und dass er die Gummifußmatten wie immer „umsonst“ dazubekommt. Tesla wird was für Technikfans bleiben.

      • Jens B. H.

        Ja genau. So wie das Iphone auch nur was für „Freaks“ ist.

        • Luganorenz

          Also hier im Forum sehe ich eigentlich keine deutsche Arroganz sondern vielmehr typisch deutsches Jammern.
          Wer heute in Deutschland Kupplungsscheiben, Auspuffe oder Zylinderkopfdichtungen produziert, darf zurecht Angst um die Zukunft haben. Da hängen Tausende Arbeitsplätze dran, die wegfallen werden egal ob das e-Auto ein Model 3 oder ein 3er ist. Batteriefabriken werden in Billiglohnländern angesiedelt sobald der Produktionsprozess im Griff ist, so wie es mit Solarzellen heute schon der Fall ist. Da kriegen dann die Amis nix mehr von ab und die Deutschen auch nicht. Das oben genannte iPhone kommt ja bekanntlich auch aus China. Das ist aber technologiebedingt. Hinten dran werden noch tausende Automechaniker arbeitslos und Werkstätten schließen, weil ein Elektroauto weniger Wartung bedeutet.
          So gesehen wird es auf jeden Fall in Deutschland schwierig. Aber um VW, BMW und Daimler selbst habe ich keine Angst. Die bauen e-Autos in dem Moment, wo es sich rechnet oder der gesetzliche Rahmen sie zwingt.

          • ThomasJ

            „Aber um VW, BMW und Daimler selbst habe ich keine Angst. Die bauen e-Autos in dem Moment, wo es sich rechnet oder der gesetzliche Rahmen sie zwingt.“

            Wenn diese Autoindustrie die e-Autos erst dann bauen (im Moment sind sie ja vor allem im Ankündigungsmodus) wenn es sich rechnet, sind die anderen (Tesla) mit Wissen, Erfahrung und Ergebnisen etwa 10 Jahre
            voraus. Dann kann Audi ihren Werbeslogan – Fortschritt durch Technik – an Tesla abgeben und schauen ob noch etwas vom Kuchen übrigbleibt. Und wenn man erst reagiert, wenn der Gesetzgeber einem dazu zwingt (die Zeit kommt, es ist nur nicht so klar wann), dann haben sie sowieso verloren, weil die Weitsicht total fehlen würde.

            Die Verbrennerindustrie hat die schwierige Aufgabe, die Verbrennertechnik auf E-Mobilität umzupoolen. Da ist Tesla grundsätzlich im Vorteil, weil sie diese „Altlast“ nicht haben.

      • ThomasJ

        Die Elektromobilität wird den Durchbruch haben, wenn es ein Auto auf dem Markt hat, das bezahlbar, Reichweite, tiefe Betriebskosten, Ladestationen und eine tolle Optik hat. Wenn der markentreue Michel darauf warten will, weil die Fussmatten bei „seinem“ Autohersteller gratis sind, fahren die anderen M3, das hat alles davon (ausser gratis Fussmatten 😉 ).

        • W. Müller

          Dem kann ich nur zustimmen.
          Bis auf eine kleine Ergänzung:
          Es sollte heißen bis auf gratis „Gummifußmatten“.
          Fußmatten sind bis anhin bei Tesla Fahrzeugen immer mit dabei; nur nicht aus Gummi 🙂

          • ThomasJ

            :-)))

        • Luganorenz

          Da bin ich einer Meinung mit Dir, aber unter bezahlbar verstehen viele Leute einen Preis der deutlich unter 35.000 (oder eher 40.000) liegt. Du und ich werden bei Tesla zuschlagen. Aber ich behaupte mal, es gibt in Deutschland 100x mehr Leute die einen Klappenauspuff, als solche die einen Tesla geil finden.
          Es ist ja schön in diesem Forum mit Leuten zu diskutieren, die die Sache genauso sehen, wie man selbst, aber in meinem Bekanntenkreis und meiner Umgebung suchst du Gleichgesinnte mit der Lupe.

          • Fritz!

            „… aber in meinem Bekanntenkreis und meiner Umgebung suchst du Gleichgesinnte mit der Lupe.“

            Dann dürfen Sie dort den Missionar spielen! 😉

            Nein, im Ernst. War in meinem Bekanntenkreis auch so, habe dann aber in vielen (größtenteils erfolgreichen) Einzelgesprächen (in der Gruppe geht das nicht) die Leute davon überzeugt, ihre Vorurteile abzulegen und sowas wie Tesla etwas positiver zu betrachten und, vor allen Dingen, sie endlich mal mit richtigen Fakten gefüttert. Die waren teilweise ganz erstaunt, was für Halbwahrheiten/Lügen da in vielen Bereichen der Presse veröffentlicht werden/wurden. (z.B. kein Tesla kommt über 200 km weit/wie, man kann den auch zuhause aufladen, nicht nur am Supercharger/die Ökobilanz ist schlechter als jeder Verbrenner/der Akku hält nur 5 Jahre/…)

            Und macht (zumindest mir) auch Spaß, die Leute vom „besseren System“ zu überzeugen. Bei vielen könnte das nächste oder übernächste Auto eines mit Strom sein. Ich bin gespannt…

          • ThomasJ

            Ds sehe ich auch so wie Fritz! Das Halbwissen in meinem Bekanntenkreis und die Fakten wie von Fritz! schon genannt, lässt Augenbrauen hochziehen und es gibt Nachfragen.

            Wenn der M3 mal fährt, dann wird das Ooohhhh-Erlebnisse Realität sein. Und eventuell wird ein günstigeres Model4 auf den Markt kommen, EM hat da ja schon vor einiger Zeit die Gerüchteküche gefüttert:
            http://www.autobild.de/artikel/tesla-model-4-2020-vorschau-8966051.html
            Und somit eher bezahlbar.
            Und es muss ja nicht zwingend ein Tesla sein. Bleiben wir bei der E-Mobilität und eine Kiste die optisch und mit der Reichweite etwas hergibt, dann kommen mit der Zeit hoffentlich auch andere Autobauer auf den Plan.
            Mein Junior (20 Jahre alt) fand bis vor kurzem ein Auto ohne „roaahhrr“ absolut uncool. Ich nahm Ihn auf eine Probefahrt mit einem MS mit. Da er vorher schon einen Porsche Panamera gefahren ist, kannte er den Unterschied zu einem Subaru Justy .. . Seit dem gibt es für Ihn nur noch ein Auto. Rätsel: Welches? Und er ist SEHR autoverrückt und weiss, was sonst noch auf dem Markt ist.
            Was ich damit sagen will ist, dass Meinungen mit Erlebnissen gemacht werden. Vor allem dort, wo die Vorstellungskraft nicht genügt einem zu überzeugen.

          • Fritz!

            Wie sagte der Chefentwickler von Audi vor einiger Zeit:

            „Wer einmal mit einem E-Auto gefahren ist, ist für den Verbrenner verloren.“

            Und zum Model 4, da hat Elon Musk leider inzwischen gesagt, es werde nichts unterhalb des Model 3 geben, da die, die sich kein Model 3 leisten können, dann die Mobilitätslösungen (selbstfahrendes Auto vermieten, Tesla Klein-Bus für ÖPNV) von Tesla und anderen nutzen sollen/müssen. Oder halt der Gebrauchtmarkt in ein paar Jahren.

      • Sikerman

        Was interessiert den Weltmarkt Deutschland? Asien/USA wird/ ist in allen
        Belangen wichtiger als ein Teilmarkt in der EU. Ob es Tesla/ das Elektroauto in
        Dtl. schafft ist spätestens ab 2018 bedeutungslos. Es wäre nur schön für Dtl.,
        wenn wir da nicht erst noch 10 Jahre schlafen würden.

        Eine starke Partnerschaft mit Tesla seitens der deutschen Automobilindustrie, ob nun technisch oder bei der Ladeinfrastruktur, darauf hoffe ich ja immer noch.

        • Longcheck

          An dieser Partnerschaft werden die wohl kaum vorbeikommen.
          Die Dreh- und Angelpunkte sind die Akkutechnologie und die Liefermöglichkeit.
          Woher wollen die etablierten‘ die benötigten Mengen überhaupt her bekommen?…

          • Sikerman

            Das frag ich mich auch immer. Meiner Meinung nach auch ein Grund warum viele große Autobauer noch immer nicht aus den Startlöchern kommen.

            Da kann EM getrost noch eine GF 2 und 3 nachschieben, auch ohne selber auch nur ein weiteres Auto selbst bauen zu müssen.

          • efe

            LG Chem hat die Gunst der Stunde erkannt, sie Arbeiten intensiv mit den Etablierten zusammen.
            Heute schliessen sie 3-Jahresverträge zu ihren derzeitigen Gestehungskosten. (Meinte es mal gelesen zu haben, keine Quelle parat).
            Wenn die Autohersteller mal im LG Netzwerk gefangen sind, können sie die fallenden Batteriepreise den Herstellern vorenthalten [Spekulation].

          • Longcheck

            Thx, wobei man bedenken sollte, dass die chin. Hersteller sich keine oder wenig Gedanken machen, wo die Rohstoffe wie z. B. Lithium und Kobalt
            bezüglich Umweltverträglichkeit, Kinderarbeit, etc. herkommen. Das wird dann bei den etablierten‘ wohl notgedrungen verschwiegen werden?

            Bei Tesla und Panasonic ist die Umwelt ein bedeutendes Thema. Bei „Miningscout“ gibt es recht interessante Informationen:

            http://www.miningscout.de/blog/2016/11/23/kobalt-nachschub-wird-immer-mehr-zum-problem/

          • efe

            LG Chem ≠ Chinesische Firma

            LG Chem Ltd. ist ein südkoreanisches Chemieunternehmen der LG-Gruppe. Sie gehört zum größten Chemieunternehmen in Südkorea. Weltweit gesehen rangiert das Unternehmen auf dem Platz 13. Der Hauptsitz des 1947 gegründeten Unternehmens liegt in Seoul. Das Unternehmen beschäftigte Ende 2015 weltweit 25.849 Mitarbeiter, der Jahresumsatz lag bei 20,2 Bio. Won. LG Chem will sich aus den unsicheren Bereichen (Petrochemie und Polysilizium) heraushalten und auf aussichtsreiche Bereiche wie Umkehrosmose (RO) und Akkus für Elektrofahrzeuge (EVs) und Energiespeichersysteme (ESS) konzentrieren. [Quelle: Wikipedia]

          • Longcheck

            Sorry, dass hier der Eindruck entstanden ist, LG wäre ein chin. Unternehmen. Das war nicht beabsichtig und unglücklich formuliert. Ich hatte den Einwand (China) in den Raum gestellt, weil ja oft über die chin. E-Mobilität – berechtigterweise- positiv berichtet wird. Im Gegensatz zu Tesla schert man sich dort aber kaum um die genannten prekären Aspekte.
            LG ist mir übrigens bekannt aus der UE. Da arbeiten die übrigens auch viel mit Panasonic zusammen. Wie man es bei LG mit der Umwelt und Kinderarbeit so hält, darüber habe ich noch nichts gelesen, wohl aber bezüglich Kinderarbeit mal über Samsung. Das las sich nicht gut..

        • McGybrush

          Das mit der Ladeinfrastruktur wird so nicht kommen da BMW, Daimler, VW, Audi, Porsche und Ford sich zusammengeschlossen haben und jetzt anfangen wollen in Europa an Strategisch wichtigen Punkten 350kW Lader auf zu stellen. Es sollen auch Markenfremde dort Laden können und es dürfen sich auch gerne weitere Autobauer dem Verein anschliessen.

          • Sikerman

            Es kann doch nicht so schwer sein Adapter zu entwickeln und ein paar Zeilen Quellcode zu schreiben. Immer diese Einteilung in Lager, es ist doch nur Strom.

            Bei den Ladern an strategischen Punkten in Europa, ist das aber nur ein Tropfen auf den heißen Berg. 400 Stück für Europa…, oder habe ich mir da eine falsche Zahl gemerkt, dass wir so nicht reichen. Und ob man damit einen Standard vorgeben kann, für Europa, bezweifle ich stark.

          • Pamela

            „Die Technik soll so weiterentwickelt werden, dass es in Zukunft ähnlich
            bequem funktioniert wie herkömmliches Tanken. Im ersten Schritt sind
            europaweit etwa 400 Standorte geplant. Bis 2020
            sollen Elektroauto-Fahrer Zugang zu Tausenden dieser
            Hochleistungsladepunkte haben. Zum Vergleich: Tesla Motors, der
            kalifornische Anbieter hochpreisiger Oberklasse-Elektroautos, betreibt
            weltweit derzeit 744 sogenannte Supercharger-Stationen – 260 davon in Europa – mit insgesamt 4700 Ladesäulen.“
            Quelle Sueddeutsche

            Ein Tesla sollte an den angekündigten Ladesäulen genauso tanken können, wie ein Ampera e am SC, alles andere ist Unsinn.
            Ein bisschen Konkurrenzdenken is ja förderlich, aber dieses WIR und DIE, wie es jetzt über die Presse immer rüber kommt, ist nicht in UNSEREM Sinn.

          • Luganorenz

            Die logische Konsequenz wäre ein CCS-Stecker im Tesla. Denn da darf es laut technischer Spezifikation keine Adapter geben.
            Es müsste auch im Interesse von Tesla selbst liegen, wenn die immer größer werdende Flotte woanders schnelladen kann.

          • Sikerman

            Obacht Laienfrage: Wie darf nicht?

          • Luganorenz

            Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, ob es die CCS-Spezifikation selbst ist oder die Ladesäulenverordnung, jedenfalls steht in einem der Dokumente, dass der Rüssel direkt an das Auto muss und da eben kein Adapter zwischengeschaltet werden darf.
            CCS-Combo ist ja nichts anderes als Typ2 + 2 dicke Pole darunter. Kann man sich hier anschauen: http://www.charinev.org/ccs-at-a-glance/ccs-specification/

          • W. Müller

            Bitte für den Fall solcher Behauptungen dann auch die Quelle konkret angeben. Ich kann weder in der Ladesäulenverordnung noch in den CharIn Spezifizierungen finden, dass ein Adapter nicht zulässig ist.
            Fest installiert muss das Ladekabel an der Säule sein. Ein mobiles Ladekabel wie beim Typ2 AC ist in der Tat nicht vorgesehen oder zugelassen. Vielleicht ein Missverständnis von Dir?
            Wie gesagt, sonst bitte konkrete Angabe, wo das steht. Wir wollen hier doch nicht genauso anfangen wie die FUD Trolle, oder?

            PS: Auf Wikipedia wird hier explizit ein – bisher noch nicht vorhandener – CCS Adapter für Tesla erwähnt im Artikel zum CCS Combo2
            https://de.m.wikipedia.org/wiki/Combined_Charging_System

          • Luganorenz

            Asche auf mein Haupt, Du hast recht. Entweder erinnere ich mich falsch oder ich erinnere mich eben an eine Falschbehauptung.
            Es gibt wohl keine Regelung, die einen Adapter verbietet.
            Die Bemerkung mit den Trollen hättest Du Dir aber ruhig sparen können. Nur, weil ich nicht alles aus dem Hause Tesla a priori geil finde, wie manche der kritiklosen Jubelperser hier im Forum, sind solche Vergleiche beleidigend.

            Aber das ist wohl die Zukunft unserer Gesellschaft: Wer nicht für mich ist, ist gegen mich. Donald Trump lässt grüßen.

          • Zockermike

            Ich weiß nicht, wie lang du schon hier dabei bist, @luganorenz:disqus, aber ich hätte an Wills Stelle ähnlich gehandelt, weil wir in diesem Forum inzwischen recht empfindlich bezüglich Trollen und Trollverhalten sind. Das hat den einfachen Grund, dass die Trolle (a.k.a. negativen 3,5,7 wie viele auch immer…) dieses Forum mit Falschbehauptungen bombardieren. Diese zu entdecken und falsifizieren ist oft mühsam, aber meistens die Mühe wert!

            Jedenfalls unterscheiden sich unsere Posts von deren (abgesehen vom Tonfall und der Höflichkeit) einzig und allein in der Angabe der Quellen zu unseren Behauptungen. Da deiner recht krassen Behauptung keine Quelle beilag, kam der Verdacht auf, dass GSP, oder werauchimmer wieder zurück ist – was schon die Stimmung vermiesen kann.

            Will wollte damit – zumindest lese ich das wohlwollend so (weil ich schon mehr von ihm gelesen habe) zur nochmal explizit auf die Differenz zwischen diesen beiden Gruppen hinweisen und uns dadurch abheben, dass wir Quellen haben. Ich bin mir recht sicher, er wollte dich nicht diffamieren…

            Außerdem, hätte Will nicht nachgefragt, hätten du und ganz viele andere Leser dieses Forums (einschließlich mir) eine falsche Information akzeptiert und – viel schlimmer – weiterverbreitet.

            Den Ball könnte man, wenn man wollte übrigens genauso zu dir zurück spielen:
            Nur weil nicht jeder hier in den Kommentaren alles so kritisch beäugt wie du, ist er automatisch ein Jubelperser (was laut definition eine abwertende Bezeichnung für „Fanboy“ ist). Findest du, das ist nicht beleidigend den Fanboys gegenüber?

            Anyways, dieses Forum ist für wertvolle Beiträge zum Thema Elektromobilität und auch kritische Beiträge bringen uns hierbei nach vorne. Wer allerdings die Quellen weglässt, sollte sich nicht beschweren, darauf hingewiesen zu werden.

            tl;dr:
            Wer sich beleidigt fühlt, kann vielleicht vorher 1-2 mal reflektieren, ob das nun wirklikch persönlich gemeint ist, bevor er in demselben Tonfall antwortet. Wie gesagt, persönliche Beleidigungen helfen niemandem, außer temporär dem eigenen Selbstwertgefühl…
            Wenn du mehrere Beiträge von Will lesen würdest, wüsstest du, dass sein Tonfall hier im Forum normalerweise einwandfrei ist.
            Nicht recherchieren und unverdaute Informationen wiedergeben, DAS ist wohl die Zukunft unserer Gesellschaft.
            Daher ist auch der – aus der Luft gegriffene – Vergleich zu Donald Trump hinfällig.

            Danke dir dass du klargestellt hast, dass du falsch informiert warst, hat mir als interessierter Leser geholfen!
            Schönen Abend euch.

            Grüße,
            Zockermike

          • Fritz!

            Das Problem bei seiner Meldung mit dem Verbot des Adapters war für mich, daß diese Idee so absurd und dumm ist, daß sie sehr gut in mein Bild der Gesetzgebung dieser Bundesregierung gepaßt hätte. Daher war mein Zweifel auch gering und ich habe nicht so groß recherchiert wie Ihr.

            Aber schön, die „Wahrheit“ erfahren zu haben!

          • Luganorenz

            Lieber Zockermike,
            vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Nun, ich stimme Dir nicht in allen Dingen Deiner Ausführung zu, aber jeder weitere Satz zu dem Thema wäre Rechthaberei und bringt die Diskussion keineswegs weiter.
            Die Diskussionen um Trolle in diesem Forum sind mir durchaus bekannt, auch meine Posts wurden teilweise sabotiert. Seit der Umstellung auf Disqus habe ich entsprechende Nutzer einfach ausgeblendet.
            Um noch einmal auf den Adapter zurückzukommen (sonst hätte ich gar nicht geantwortet): Ich erinnere mich zumindest richtig, dass ich es gelesen habe. Es ist aber tatsächlich die Behauptung eines Forenteilnehmers zu der ich keine Quelle finden konnte, nämlich dass der VDE Adapter für Ladespannungen oberhalb von 400V verboten hätte (wie gesagt unbelegt). Der DC-Level 3 (also derjenige, der die zwei zusätzlichen Kontakte unterhalb des klassischen Mennekes nutzt) ist jedoch nach IEC 62196 Typ 2 bis 600V zertifiziert (nachzulesen in der genannten Norm), womit sich ebendieser Konflikt ergeben könnte. In der Diskussion ging es um einen Leaf-Fahrer (also Chademo-Nutzer) der einen Adapter für CCS-Ladesäulen anregte.
            Wikipedia, für deren Richtigkeit ich nicht bürge, nennt in folgendem Artikel:
            https://de.wikipedia.org/wiki/IEC_62196_Typ_2
            unter dem Punkt Sicherheit: „Unmöglichkeit der Nutzung von Adaptern“, was immer das heißt und wo immer das im Originaldokument steht. Dieses hat drei Abschnitte und würde zum Download über 700€ kosten. Ob dass der Autor des Wikipedia-Artikels getan hat, ist nicht dokumentiert.
            Ein dritter Punkt und dieser ist wohl der eigentliche Knackpunkt für einen CCS-to-SuC-Adapter: Bei Chademo verriegelt das Kabel, sprich der Stecker die Ladeverbindung. Die Dose am Auto (oder am Chademo-to-SuC-Adapter von Tesla) ist mechanisch passiv. Bei CCS verriegelt die Dose am Auto das Kabel. Diesen Mechanismus müsste demnach ein Adapter mitbringen, was die Sache deutlich komplizierter macht.
            Ich wünsche allen frohes Tüfteln und danach einen verantwortlichen Ingenieur, der für so eine Konstruktion seine Unterschrift für das CE-Siegel gibt… (Ende Polemik)
            Im Anbetracht der o.g. Situation und in der Verbindung mit der Tatsache, dass die SuC-Nutzung nicht mehr kostenfrei sein wird (auf einen Beleg verzichte ich ;-)) sollte Tesla beginnen, seinen Kunden die Schelladeoption CCS DC High gemäß Level 3 durch Einbau der CCS-Combo-Buchse zu ermöglichen.

          • W. Müller

            Warum so negativ und Schwarz-Weiß? Die passende Antwort hat Dir Zockermike schon gegeben. Vielen Dank Zockermike für diese ausgezeichnete Antwort.

            Ich kann auch nicht erkennen, wo ich Dich direkt einen Troll genannt haben soll. Ich habe das Extra als Frage – zugegeben rhetorische – gestellt und Dir eine „Brücke“ gebaut mit dem Missverständnis.

          • W. Müller

            Quelle für die Behauptung mit dem Adapter?
            Nach meiner Kenntnis ist das nicht verboten. Lediglich das Ladekabel muss fix an der Säule montiert sein. https://de.m.wikipedia.org/wiki/Combined_Charging_System

  • Jubel Trubel

    Also das Tesla was für Technikfans bleiben wird halte ich für sehr unrealistisch, vor einigen Jahren hatte man Full Hd Fernseher auch nur Technikfans zugesprochen…oder damals fragte man sich wer denn Breitband DSL jenseits von 10MBit/s bräuchte.
    Wer Tesla heute noch unterschätzt, wird kräftig auf die Nase fallen, wobei ich nicht glaube das die großen Automobilkonzerne Tesla unterschätzen…zumindest heute nicht mehr…Nokia hat das Smartphone nicht kommen sehen, Microsoft Chef Steve Balmer meinte damals, dass kein Mensch das iphone kaufen würde….Die Elektromobilität ist politisch gewollt und Tesla gibt „vollgas“

    • McGybrush

      Sehe ich genau so. Ich habe zwar Theoretisch den Wandel der Kassette zu CD und mp3, der Digitalen Fotografie, des Mobil Telefons und dem Flachbild TV’s miterlebt. Aber immer immer erst „danach“. Bei der eMobilität habe ich das erste mal das Gefühl den Wandel schon davor mit zu erleben und drauf zu warten. Bei allen anderen davor war es mir immer egal. Es war halt irgendwann da. Hier ersehe ich es…

    • Skynet

      Alles erst einmal richtig nur ist eben der Preis ein ganz zentrales Thema. Vielleicht 35.000 Euro sind den meisten Privatkäufern deutlich zu teuer, gerade weil die Verbrenner eben deutlich günstiger sind.

      Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie sensibel mancher auf die Marke des Geschäftswagens reagiert. Jetzt mit einem Tesla vorzufahren kann man für einen Großteil – wenn auch nicht alle – sehr gut rechtfertigen. Demnächst wenn alle etwas vergleichbares anbieten sehe ich dies problematisch. Dazu wird doch schon jetzt massives Bashing gegen Tesla betrieben. Bei den Schnelladern will man nicht mit Tesla zusammenarbeiten und jeder einzelne Unfall wie diese Woche auf der A5 wird förmlich zelebriert.

      • gecko-jw

        Das stimmt allerdings – bashing – gerade von der deutschen Presse heraus – na wem die sich wohl „verpflichtet“ fühlt … ? … und zum Thema Preis / Anschaffunskosten – viele ignorieren völligst die Folge-sinnlos-Inspektions-Ölwechsel-Werkstatt Kosten … 😉

  • PV-Berlin

    36 Kommentare und ich muss es mal laut schreiben, alles für die Tonne! *sorry.

    An D. als Standort kann Tesla nicht vorbei gehen. Ich kürze mal das um die Bewertung des zweiten und dritten Standortes. Aber da sind alle samt die o.g. , auf gar keinen Fall dabei.

    Warum?

    Deutschland hat die niedrigsten Lohnstückkosten und das seit Jahren sehr stabil, mit der Tendenz nach unten!

    Deutschland hat die mit Abstand niedrigsten Energiestückkosten!

    Deutschland hat das mit Abstand beste Logistik Netz, die höchste Dichte an qualifizierten Großhändlern, die höchste Dichte an sehr qualifizierten Industrieellen Dienstleistern.
    Die mit Abstand höchste Dichte an Spezialisten, die auch mit Abstand die höchste Qualifikation und Expertise mitbringen (nur noch die Schweiz kann da mithalten)

    selbst ein Franzose sagt das (zwei Dipl. ein Dr. Titel 5 Sprachen, zwei Pässe) Die Kluft zwischen Anspruch und Realität klafft im Rest Europas kilometerweit auf, gegenüber D. (Arbeitet zur Zeit bei Conti) .

    So nun die ganz dicken Brocken:

    BASF, andere spezial Chemieunternehmen.
    Ob Aluminium, Kupfer, Stahl anderes, nirgends gibt es auch nur im Ansatz diese Expertise, diese geballte Masse und die Volumen (Ausstoß)

    Alle möglichen und „unmöglichen“ Maschinenbauer etc. Die guten Kontakte in die Schweiz und nach Singapur (den Rest kann man eh vergessen)

    Siemens, Jena.

    Die real niedrigsten Kosten für überragende Ingenieure (120.000 € sind je hier schon viel, das ist ein Witz)

    Die Ausbildung (Berufsausbildung) , die abertausenden Techniker, die Meister, die einfachen Mitarbeiter mit ihrer Einstellung.

    Wer nicht in D. ein Werk errichtet, wenn er nach Europa kommen möchte, der muss schon heftigste verärgert werden.

    Planungssicherheit, Steuerhöhe, Sicherheit kommen noch on Topp. Unis Forschung etc.

    • Pamela

      Naja, nicht alle 36 Kommentare bezogen sich auf den Beitrag. Aber für die Tonne ?
      Wir sind halt ein undisziplinierter Haufen, aber wir schreiben hier ja auch keine Klassenarbeit.

      Zum Thema – ich kann Ihrer Argumentation nicht ganz folgen. Es ging doch darum, dass Spanien, Portugal und die Niederlande große Bemühungen unternehmen, Tesla ins Land zu holen. Wo sind denn die deutschen Bemühungen zu sehen, sich als Standort zu bewerben ? Gibt es da Infos zu ? Der eine oder andere hier ist halt skeptisch, ob die deutschen Entscheidungsträger überhaupt in dieser Richtung etwas unternehmen wollen.

      Und zum Loblied als Standort würde ich auch etwas differenzieren wollen. Ich weiß nicht, wie hoch die Mitarbeiter in der Gigafactory qualifiziert sein müssten, aber wirklich fähige, qualifizierte und motivierte Arbeitskräfte werden hier gesucht und selten gefunden.
      Da kommt auch leider nicht so furchtbar viel Tolles von den Unis nach. Von unserer Schulbildung will ich gar nicht erst anfangen. Also ich finde, man sollte den Ball mal flach halten. Andere europäische Mütter haben auch schlaue Söhne und Töchter.

      Um auf wirklich gute Arbeitskräfte zu bauen, müsste schon ein Strukturwandel in Deutschland Spezialisten wieder freisetzen (der könnte ja kommen).
      Aber würde man als Unternehmen so planen ?

      • PV-Berlin

        Wenn man etwas mehr als Tarif zahlt und eine feste Anstellung, dann gibt es gar kein Problem gute Leute zu finden. Schon mal probiert?

        Da kommen sie sogar aus Frankreich und da lebt es sich ungleich schöner, als in er Stadt wie Hanover (Grenoble) .

        Es braucht vor allem die Leute, auf die ich verwiesen habe, denn der Lohnanteil ist sicher < 2% an der Fertigung. Daher ist das wichtigste Thema an der Produktivität und an einer maximalen Verschiebung der Verteilung (Qualitätskurve) zu werken.

        Ob der D.& D. (Gabriele) persönlich bei Tesla noch mal vorgelassen wird, nach dem er den E.M. derart düpiert hat, ist schwer zu sagen, dass der es nicht checkt, ist da eher unwahrscheinlich, aber für Ansiedlungen sind zu aller erst die Bundesländer zuständig oder ist das auch nicht bekannt?

        Da ist z.B. Bayern überaus erfolgreich, wenn man das im Vergleich betrachtet (zu Spanien und Portugal zusammen) und es gib weitere, sehr aktive Bundesländer.

        Unser Bildungssystem? passt hier nicht her!

    • ThomasJ

      Ein etwas markiges Votum, das etwas plakativ die Kompetenzen, sei es in der Länderqualifikation betreffend Gigafactory oder in der Kommentarequalifikation, sich nur der Farbe schwarz und weiss bedient.

      Als Gigafactory in Europa sind aus meiner Sicht folgende Punkte entscheidend:
      – Industrieland (bebaut oder unbebaut) mit der notwendigen Grösse.
      – gute Verkehrs/ÖV Anbindung
      – Zulieferer in vernünftiger Nähe
      Dies wurde von Ihnen schon so ähnlich genannt.
      Die wichtigsten 2 Punkte sind aber:
      – Steuerlich interessanter Standort !!! („Um Tesla in Reno anzusiedeln, stellt Nevada
      insgesamt 1,9 Milliarden US-Dollar an Steuervergünstigungen und anderen
      Erleichterungen zur Verfügung.“ https://de.wikipedia.org/wiki/Tesla_Gigafactory
      – Sowie ein politische Umfeld auf kommunaler und regionaler Ebene mit
      „Willkommenskultur“, um die Unterstützung im Bau und Betrieb zu sichern. Da sind die
      ideellen Positionen bei den deutschen Politikern zu den deutschen Autobauer schon
      seit Jahren zementiert. Dies wird die grösste Herausforderung/Widerstand – für
      Deutschland – in dieser Sache geben.

      Das personelle Now how ist wichtig für den Betrieb und die Entwicklung. In der Standortfrage jedoch zweitrangig, weil man diese Leute vor Ort holt (siehe Nevada). Zudem ist die Automatisation (nachdem die Anlage fertiggestellt ist) so hoch, das die Personenleistung, wie das in der digitalen Entwicklung ja sichtbar ist, fortlaufend abnimmt.

      Hier nun nur Deutschland und die Schweiz als möglich Kandidaten zu sehen, finde ich etwas hochmütig.

    • Luganorenz

      Ich erinnere mich, als BMW in Ende der 90er Jahre einen Standort für seine neue Fabrik gesucht hat. Da hatte laut „Experten“ Leipzig keine Chance. Nach denen hätten die in Tschechien schon die Bagger bestellen können, weil Deutschland ja eine einzige Katastrophe für Investoren sei. Wo steht’s? In Leipzig. Fehlende Willkommenskultur? Der Bebauungsplan wurde unbürokratisch (aber auch undemokratisch) „angepasst“…
      Alle von Dir genannte Standortvorteile sind einfach nicht von der Hand zu weisen. Und jeder, der wirklich länger im Ausland gelebten und gearbeitet hat (dazu zähle ich keine Erasmussemester) kann über das deutsche Jammern nur mit dem Kopf schütteln.
      Elon Musk weiß ganz genau, welche Strahlkraft es hätte, wenn er seine Marke in Deutschland etablieren könnte. Eine Produktion vor Ort würde der Marke mehr helfen als kurzfristige Subventionen in Spanien oder Portugal und wäre nebenher noch eine schöne Retourkutsche an die Etablierten. Sein „Autobahn-Package“ und der massive Ausbau des SuC Netzwerkes in Deutschland sind Hinweis, wie sehr er den größten europäischen Markt hofiert.
      We will see.

      • ThomasJ

        Na dann seid ihr ja schon zwei, die sich dieser Sache sicher sind. Ob diese Logik für EM auch so ausschaut wird sich zeigen. Sicher wird er nicht ein Milliardenprojekt aufs Spiel setzten, damit er den Etablierten in Deutschland eines auswischen kann. So viel Eitelkeit hat er kaum. Der vorprogrammierte Widerstand aus der (GEWICHTIGEN) Wirtschaft und Politik wird er sich (leider) vermutlich nicht antun wollen. Da hat man schnell einmal ein paar Millionen Euro verbraten, weil es mit Einsprachen und weiss ich was da sonst noch (unvorhergesehenes …. ) kommt, Verzögerungen im Bau etc. gibt und er sich den Entwicklungs- / Produktionsvorteil verspielt.

        PS: Warum BMW in Leipzig? Weil Leipzig in Deutschland ist, Leipzig seit der Wiedervereinigung im 1990 etwas Wirtschaft gebrauchen kann und BMW
        eine deutsche Automarke ist. Ganz einfach. In dieser Kombination hast du
        gewonnen, der Rest wird zurechtgebogen.

  • Olho de Rá

    Ich vollte alle gerne einladen um unsere Portugiesische Facebook webpage unterstützen.
    https://www.facebook.com/gigainportugal/?fref=ts

    https://www.facebook.com/groups/teslagigafactoryportugal/
    Wir sind beider über 50000 Mitglieder und jeden Tag bringen wir neue Ideen da wir diesen Projekt ser brauchen.