Model 3: Genauere Details über den Aufbau des Akkupakets bekannt

Bereits im Juli letzten Jahres hatte Tesla bekannt gegeben, dass man im Akkupaket des Model 3 Batteriezellen vom Typen „2170“ einbauen wird. Diese Zellen mit einer Höhe von 70 mm und einem Durchmesser der Grundfläche von 21 mm unterscheiden sich von den Zellen „18650“ in den Akkupaketen des Model S und Model X, welche Höhe von 65 mm und einen Durchmesser der Grundfläche von 18 mm vorweisen.

Außer diesem bedeutenden Unterschied war jedoch nicht viel über den Aufbau des Akkupakets im Tesla Model 3 bekannt. Nun hat jedoch das Online-Magazin Electrek exklusive Informationen darüber erhalten, wie das Akkupaket des Mittelklassefahrzeugs aufgebaut ist.

Demnach besteht das 50 kWh-Akkupaket (Standard-Version) aus 2.976 dieser „2170“-Batteriezellen, die in einer Gruppe von jeweils 31 Zellen in sogenannte „Bricks“ (etwa: Bausteine) untergebracht sind. Diese Bricks sind wiederum in vier verschiedene Module untergebracht, wobei zwei Module aus jeweils 23 Bricks und zwei Module aus jeweils 25 Bricks bestehen.

Aufbau der einzelnen Module im Akkupaket des Model 3. (Bild © Electrek)

Im Gegensatz dazu besteht das Akkupaket des Model S und Model X aus deutlich mehr Modulen. So haben beispielsweise die Akkupakete der 100 kWh-Modelle 16 Module mit 516 Batteriezellen pro Modul, was insgesamt 8.256 Batteriezellen ergibt.

Akkupaket ist nicht leicht austauschbar

Im Gegensatz zum Akkupaket im Model S und Model X ist das Akkupaket im Model 3 nicht leicht auszutauschen. So gibt es beispielsweise Schrauben, die für den Ausbau entfernt werden müssen, die nur dann erreichbar sind, wenn man einen Teil der Verkleidung aus dem Interieur entfernt. Damit ist die anfängliche Idee von den Batteriewechsel-Stationen wohl endgültig begraben.

Zusätzlich verfügt das Akkupaket über keinen weiteren externen Zugang zum Aufladen, außer dem am bekannten Ladeanschluss am Heck. Damit wird auch die Möglichkeit eliminiert, das Fahrzeug über einen automatischen Ladeanschluss unter dem Fahrzeug aufzuladen. Etwas, was sich Tesla bereits 2014 hat patentieren lassen, wobei das Patent erst dieses Jahr veröffentlicht wurde.

Automatisches Schnellladen mit aktivem Kühlsystem. (Illustration © Tesla)

Das Model 3 Akkupaket hat zudem das Ladegerät, die Schnelllade-Schaltvorrichtung und den Gleichspannungswandler integriert. Zusätzlich sind bereits die benötigten Verbinder für die kommenden Modelle mit Allradantrieb und Doppelmotor vorhanden.

Eine weitere Veränderung betrifft das externe Batterie-Heizsystem, welches benötigt wird, um das Akkupaket zu erwärmen, wenn es draußen zu kalt ist. Dieses ist beim Model 3 gar nicht mehr vorhanden. Um das Akkupaket aufzuwärmen wird lediglich die erzeugte Hitze des Antriebsstrangs genutzt, selbst wenn das Fahrzeug parkt. Dafür wird via Software ein Signal an den Wechselrichter am Antriebsstrang gesendet, damit dieser den benötigten Strom an den Motor sendet, um genug Wärme für die Batteriezellen zu produzieren. Dabei wird kein Drehmoment erzeugt, weshalb sich das Fahrzeug auch nicht bewegt.