Panasonic zieht in Betracht, bei Teslas Expansionspläne in China mitzuziehen

Auch wenn noch nichts konkretisiert wurde, hatte Tesla bereits im Juni letzten Jahres bestätigt, dass man mit der Regierung in Shanghai für einen möglichen Aufbau einer Produktionsstätte vor Ort zusammenarbeite. Nun berichtet die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei, dass Panasonic erwägt, auch bei dieser Expansion mit Tesla zusammenzuarbeiten.

Wie Panasonics Präsident Kazuhiro Tsuga am Dienstag bei einem Interview auf der diesjährigen CES in Las Vegas bekannt gab, wird sein Unternehmen in Betracht ziehen, die Batterieproduktion für Tesla auch in China zu übernehmen. Panasonic liefert die Lithium-Ionen-Batterien für Tesla und fertigt diese aktuell in Japan und in der Gigafactory in Nevada, USA, an.

Panasonic besitzt bereits eine Produktionsstätte für Lithium-Ionen-Batterien in China, genauer in der Hafenstadt Dalian. Die dort produzierten Batterien sind jedoch ein anderer Typ als diejenigen, die für Tesla produziert werden.

  • Pamela

    Fein. Und China ist sooo ein wichtiger Markt.
    Ich weiß, wer bei der Meldung aschfahl im Gesicht wird: Ma… Mü…

  • Martin

    Aktuelle Prognosen gehen von 35 Millionen Autos in China bis ins Jahr 2025 aus, dabei wird ein Viertel über alternative Antriebe verfügen. Der führender Hersteller von Elektroautos „muss“ also da sein.

    • Richard Müller

      Momentan ist das BYD und die sind schon da 😉

      • Fritz!

        Nein, ist er nicht. BYD baut viel Hybrid und E-Autos, bei reinen E-Autos ist er mitnichten führend. Das ist immer noch der Leaf als meistverkauftes E-Auto auf der Welt. Könnte zum Ende des Jahres 2018 aber knapp werden, Tesla ist dicht auf den Fersen.

        • Richard Müller

          Als reiner Elektrobauer ist er führend…würde ich sagen…

          • Fritz!

            Worauf bezieht sich das „führend“?

            Auf aktuell verkaufte E-Autos?
            Auf verkaufte E-Autos im letzten Quartal/Monat/Jahr?
            Auf in Summe bisher verkaufte E-Autos?
            Auf Reichweite pro E-Auto?
            Auf …

    • Viewer

      In China sind aber ganz andere „führend“ und verkaufen ein mehrfachen von Tesla. Um mal die Zahlen bis Januar – November und nur die ersten 5 Plätze zu zitieren:

      1 BAIC EC-Series 64.910
      2 Zhidou D2 EV 41.155
      3 BYD Song PHEV 26.277
      4 JAC iEV6S/E 23.088
      5 BYD e5 22.455

      Natürlich sind die nicht mit Tesla vergleichbar werden aber um ein mehrfaches verkauft. Tesla tauscht auf Platz 19 mit rund 8.000 und 2% von insgesamt rund 490.000 auf. Das wird auch nicht besser wenn man die PEV rausrechnet, weil die in China nur rund 20% ausmachen.

      • Martin

        Die Zahlen sind bekannt, denke es muss auch nicht zwangsläufig darum gehen, dass Tesla in China Markführer wird, jedoch macht es definitiv Sinn, sich als EV-Bauer auf dem wichtigsten und wachstumsstärksten Mark niederzulassen. Zudem stellen die oben aufgelisteten Hersteller keine Oberklasse Limousinen her.
        Nebenbei, wie hoch sind denn die Markanteile der Top 5 aus China in USA? 😉

        • Fritz!

          Naja, Tesla hat 2017 ca. 101.000 reine E-Autos verkauft/hergestellt, BYD ca. 30.000 reine E-Autos. Die Verkäufe von BYD in dem Rest der Welt sind wahrscheinlich ungefähr so groß wie die von Tesla in Belgien.

          Also ist da Tesla als Hersteller im Moment schon noch ein paar Nummern größer als BYD oder BAIC. Und demnächst wird Tesla ja wahrscheinlich in Shanghai fertigen (ohne China-Partner), da dürften die Zahlen für China auch noch mal leicht steigen. Natürlich wird Tesla in China nie Marktführer werden, das sind aktuell völlig andere Fahrzeugklassen, die da verglichen werden. Slebst mit dem Model 3 wird tesla sicherlich eine Preis-/Leistungsklasse über den oben genannten China-Autos liegen.

    • PV-Berlin

      Und wenn?

      Wer gute Autos ! baut, der kann auch die Zölle zahlen und wer will schon 10.000.000 EH selbst fertigen, um dann am Ende nur eine Taschengeld zu haben?

      da verkaufe ich lieber Lizenzen, handle mit Strom (SC) und liefere Akkus und andere Komponenten, die ich in richtigen Fabriken massenhaft voll automatisch in den USA und Europa mit 1/3 der Lohnstückkosten fertige, wie in Rot China.

      Ja richtig Gelsen, nicht China ist Lohnstückkostenweltmeister (Plätze 1 bis 3) sondern wer?
      Singapur Schweiz Deutschland !

      Tja wenn man sich täglich Müll reinzieht (NZZ, Welt, Focus, RTL etc.) dann glaubt man am Ende eben jedes Märchen. Warum Originalquellen suchen und lesen, ist ja viel zu anstrengend für fast alle.

  • Luganorenz

    In China verbrennen sich ALLE die Finger. Die Gier, in diesem Riesenmarkt mitzumischen, ist einfach zu groß!
    Das geistige Eigentum, wie es in unserer Kultur verstanden wird, ist in China so nicht vorhanden. Nachmachen hat auch nichts Anrüchiges, ist es doch der erste Schritt, das Vorbild eines Tages zu übertreffen.

    • simons700

      Das stimmt so nicht.
      Viele Hersteller verkaufe und produzieren schon seit Jahrzehnten in China. VW hat schon seit den 80ern chinesische Partner, von denen unter anderem der VW Santana oder der Audi 100 in China produziert wurde.
      Man ist also schon die letzten 30 Jahre besorgt dass China einfach die Technik kopiert und dann selber Autos baut. Das passiert so aber nur zum teil. Oft werden dem von der Regierung aufgezwungenem Partner einfach alte Modelle mit verändertem Design zur Produktion überlassen. Viele dieser Modelle haben auch respektable Absatzzahlen in China selbst aber an export ist meist nicht zu denken und auch das Premiumsegment in China wird eigentlich hauptsächlich aus Europa, den USA und Japan bedient.
      Was allerdings schon ein Thema sein wird in der Zukunft, ist dass die etablierten Hersteller in den chinesischen Werken für den Weltmarkt produzieren…

      • PV-Berlin

        NICHT so viel Focus lesen, das verblödet halt ungemein! Ich hatte einen SAP Ingenieur lange vor Ort, der eine Chinesin als Frau hat und entsprechend die Sprache beherrscht etc.

        Es ist viel schlimmer, als man das in Worte fassen kann!

      • Luganorenz

        Die Chinesen nutzen das „geerbte“ Know-how in Märkten, in denen sie in direkter Konkurrenz zu den Urhebern des Know-how stehen.
        Klar, dass in Europa mittels Zöllen und Urheberrechtsklagen die Plagiate vom hiesigen Markt ferngehalten werden. Aber in developing countries zählt nur der Preis und da drücken sie dann Ihre Plagiate rein.
        Siemens wollte den ICE in China verkaufen, Alstom den TGV. Beide wurden in Joint-Ventures gezwungen und jetzt ist der chinesische HGV-Zug nach 10 Jahren direkter Konkurrent.

    • Kyle Seven

      Und das ist der Vorteil bei Tesla, die SoftwareEntwicklung bleibt in den USA und wird nachher nur aufgespielt.

      • Luganorenz

        Genau, für die Software muss aber kein Hacker sein Schreibtisch in Shanghai verlassen. Bei der Hardware sieht es schon schwieriger aus.

    • PV-Berlin

      Danke, man kann den Irrsinn nicht oft genug wiederholen!

      Wir steigen aus Tesla sofort aus, wenn das wirklich so umgesetzt wird, denn das wäre das Ende des Vorsprung bei der Technologie und der Fertigung!

      Zitat (eigenes)
      „Das richtige Kapitalsten nicht begreifen, dass in einem Wettbewerb, dessen Bedingungen Kommunisten bestimmen, sie nicht mal gar keine Chance haben, werde ich nie verstehen.“

      • ThomasJ

        Gutes Zitat.
        Mal *Freihandelsabkommen zwischen Land A und China“ bzw. „Warenzölle zwischen Land A und China“ googgeln …. .