Tesla und Panasonic werden Zellen vom Typ 20700 in der Gigafactory herstellen

Auf dem gestrigen Shareholder Meeting gab Elon Musk bekannt (via Electrek), dass man in Zusammenarbeit mit Panasonic zukünftig Zellen des Typs 20700 in der Gigafactory herstellen wird. Aktuell verwendet Tesla Zellen des Typs 18650, der auch beispielsweise in Laptops vorkommt. Der neue Zelltyp 20700 wird etwas größer (70 statt 65 mm) und breiter (20 statt 18 mm) sein als die Zellen, die man aktuell im Model S und X nutzt.

Die neuen Zellen werden für die nächste Generation der Akkupakete optimiert und sollten noch im Laufe dieses Jahres vom Band laufen. Die nötigen Maschinen hierfür sind – zumindest zum Teil – bereits installiert, zumal Panasonic allein im letzten Quartal die Investitionen verdoppelt hat. Außerdem nannte JB Straubel, der ebenfalls am Meeting teilgenommen hat, die Maschinen von Panasonic „beeindruckend“. Er erwartet „bei weitem die beste Zellproduktion der Welt“.

Geplantes Produktionsvolumen der Gigafactory könnte verdreifacht werden

Neben dem neuen Zelltypen gab Musk auch bekannt, dass man das Produktionsvolumen der Gigafactory verdreifachen könnte. Das würde bedeuten, dass man 105 GWh an Zellen und 150 GWh an Akkupaketen herstellen könnte. Das entspräche aktuell über dreimal des weltweiten Produktionsvolumens von Li-Ionen-Akkus.

Die genannten Zahlen basieren auf die geplante Fabrik mit einer Fläche von circa 1,2 Millionen Quadratmetern. Es wäre laut Musk somit kein weiterer Ausbau vonnöten. Die gesamte Gigafactory – aktuell wird nur ein erster Teilabschnitt aufgebaut – soll laut Plan in 2020 fertiggestellt sein, wobei die anderen Teilabschnitte durch Lernprozesse schneller aufgebaut sein sollten.

Akkupakete für Fahrzeuge und Energiespeicher machen jeweils die Hälfte des Produktionsvolumens aus

Eine weitere interessante Neuigkeit betrifft die Akkupakete, die für Fahrzeuge und Energiespeicher produziert werden. Wie Musk erklärte, teilen sich beide das gesamte Produktionsvolumen nahezu hälftig auf. Zuvor ging Musk davon aus, dass circa ein Drittel des Produktionsvolumens für die Energiespeicher (Powerwall und Powerpack) genutzt wird und zwei Drittel auf die Akkupakete für Fahrzeuge fallen.

Musk glaubt – „mit einer hohen Ungewissheit“ -, dass die Produkte von Tesla Energy in der langen Frist ähnliche Erlöse erzielen können, wie die Fahrzeuge des Unternehmens.