Bei Pickups in den USA ist der Ford-150 die Referenz. CEO Elon Musk hat selbst erklärt, dass der kommende Tesla Cybertruck den bisherigen Marktführer beim Nutzwert übertreffen wird. Doch Ford hat soeben die Latte höher gelegt: Vergangene Woche wurde die nächste Generation des F-150 vorgestellt. Außen hat sich nicht viel verändert, innen aber steckt sie voller Info-Technik und neuen Extras. Für die Nachrichtenagentur Reuters ist der modernisierte Pickup deshalb so etwas wie „ein Cybertruck mit einem vertrauten Gesicht“.
2021 direkt gegen Tesla Cybertruck
Auch eine elektrische Version des F-150 will Ford im Jahr 2022 bringen, sodass es dann einen direkten E-Konkurrenten für den Tesla Cybertruck geben würde, der für Ende 2021 angekündigt ist. Einstweilen bleibt es bei einer Hybrid-Option – aber wie die reinen Verbrenner-Varianten in der neuen Generation beherrscht sie laut Ford Funk-Updates wie bei Tesla. Und wie der Cybertruck bekommt auch der neue F-150 Steckdosen für die Strom-Versorgung von externen Geräten, beim Hybrid-Modell mit bis zu 7,2 Kilowatt Leistung.
Ganz anders als der Tesla Cybertruck habe der neue Ford F-150 kein „schockierendes“ Außen-Design, schreibt dazu die Nachrichtenagentur Reuters – CEO Musk hatte die Öffentlichkeit zwar mehrmals auf ein ungewöhnliches und martialisches Äußeres vorbereitet, aber mit Schock dürften die ersten Reaktionen bei der Cybertruck-Vorstellung dennoch passend beschrieben sein. Der Ford-Pickup dagegen ist laut Reuters außen vom aktuellen Modell kaum zu unterscheiden. Das Unternehmen ziele damit auf traditionelle Kunden in der Mitte der USA, unter anderem mit einer in das Armaturenbrett geprägten amerikanischen Flagge.
Gleichzeitig aber will Ford laut Reuters schon mit der neuen Verbrenner-Generation seines Marktführer-Pickups, der 40 Prozent der US-Verkäufe ausmache, einen großen Software-Schritt in Richtung Zukunft gehen. Wie bei Tesla soll es moderne Fahrassistenten geben, hier Intelligent Adaptive Cruise Control genannt, die bis zum Stillstand Abstand zum Vordermann halten und dafür sorgen sollen, dass der F-150 in der gewählten Spur bleibt. Ähnlich wie bei VW, das sein Volks-Elektroauto ID.3 zunächst mit fehlenden Funktionen ausliefern will, kommt der Assistent bei Ford aber erst 2021, schreibt Reuters.
Software-Schritt Richtung Tesla
Immerhin soll das Software-Update dann aber, wie bei Tesla schon lange, per Funk aufgespielt werden können. Für Gewerbe-Kunden will Ford außerdem Software für Routen-Planung und Fahrzeug-Nachverfolgung anbieten. Reuters bezeichnet den neuen F-150 deshalb als „vollständig vernetztes Fahrzeug“. Ford will also offenbar erst einmal bei Software an Tesla herankommen, bevor der F-150 dann auch als Elektroauto-Konkurrent angeboten wird.