Tesla Energy plant bereits die 2. Generation der Powerwall für Sommer 2016

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Obwohl Tesla Energy die Produktion der Powerwall erst jetzt langsam anlaufen lässt, erklärte Elon Musk auf einer kürzlich stattgefundenen Veranstaltung in Frankreich, dass man bereits die 2. Generation der Powerwall noch diesen Sommer auf den Markt bringen will.

Der Tesla-CEO äußerte sich auf der Veranstaltung wie folgt:

Wir werden die 2. Generation der Powerwall womöglich im Juli oder August dieses Jahres veröffentlichen. Diese wird Fortschritte in ihrer Leistung aufweisen.

Im Oktober letzten Jahres hat Tesla Motors die Abteilung Tesla Energy mitsamt Produktion in die Gigafactory 1 verlagert. Tesla hat seitdem begonnen das Produktionsvolumen stetig zu steigern, wobei eine höhere Auslastung in den kommenden Monaten erwartet wird.

Der Zeitpunkt, an dem die neue Generation der Powerwall veröffentlicht werden soll, könnte auch der Beginn der Zellproduktion in der Gigafactory sein. Die ersten Zellen sollen womöglich ab der zweiten Jahreshälfte produziert werden. Tesla Energy soll hierbei Batteriezellen mit „gemäßigten technologischen Verbesserungen“ produzieren.

Der kalifornische Autobauer nutzt aktuell Batteriezellen mit einem Nickel-Cobalt-Aluminium-Mix (NCA) für die Akkus der Fahrzeuge und für die 10 kWh-Powerwall. Für die Powerwall mit 7 kWh, welche für den täglichen Gebrauch gedacht ist, nutzt Tesla Energy einen Mix aus Nickel, Mangan und Kobalt. Letztere Kombination verspricht eine längere Lebensdauer, verfügt dafür jedoch über eine geringere Energiedichte.

Tesla hat bisher nicht bekannt gegeben, welche Batteriezellen man in Zusammenarbeit mit Panasonic in der Gigafactory produzieren wird. Auch hat Musk bei der Ankündigung der 2. Generation der Powerwall nicht mitgeteilt, welche Verbesserungen zu erwarten sind. Möglicherweise wird es Verbesserungen bei der Abgabeleistung und dem Lebenszyklus geben.

Musk erklärte zudem, dass das Unternehmen aktuell viele Probeläufe für die Powerwall und das Powerpack durchführt, und dass man dabei „sehr gute Resultate“ beobachten könne. Im Gegenzug dazu wurde erst kürzlich eine Studie veröffentlicht, welche die Wirtschaftlichkeit der Powerwall in Frage stellt.

  • Randy

    Meiner Meinung nach sollte Tesla motors lieber das zur Verfügung stehende Geld in die Entwicklung und Produktion ihrer jetzigen und zukünftigen Autos stecken als in die Produktion von Batteriespeichern, denn dieser Ausflug auf den Energie Markt ist teuer und ob sich der Batteriespeicher überhaupt für Tesla lohnen wird ist fraglich

    • Hanky

      Eine erfolgreiche Firma muss ein Ökosystem um ihr Produkt aufbauen. Den Kunden an die Firma binden.
      Siehe Tesla Tankstellen usw. Dazu gehört nun auch eine Powerwall.
      Siehe Apple ( iPod ->iTunes oder iPhone -> AppStore ).

  • Michael

    Ich will erstmal eine einzige Powerwall hier in Deutschland verkauft sehen, bevor ich wieder irgendwas von dem Ganzen glauben soll. Angekündigt für Sommer 2015 ist die PW immer noch nicht verfügbar (ok die ersten 10 Installationen in Australien).
    Wenn Tesla so weiter macht wie mit den Autos gibt’s die neue PW Generation erst 2018 …

    Muss meinem Vorredner zustimmen: Mit dem Vertriebsmodell und den Preisen werden die auf dem Energiespeichermarkt weniger Fuß fassen als erhofft. Und dann lohnt sich das Teil auch nur in DE und Australien gerade (Und auch nur unter ganz bestimmten Umständen). Und es gibt schon andere Hersteller und Technologien die bewiesen haben, dass sie liefern können und das die Produkte auch wirklich solange halten (Ich bezweifle immer noch dass die PW 10-15 Jahre durchhält).
    Baut lieber ein gescheites Model 3 und dann mal weiter schauen.

    • Oliver

      > Ich bezweifle immer noch dass die PW 10-15 Jahre durchhält

      Gibt es für deine Zweifel auch eine nachvollziehbare Begründung?

      • Michael

        Ich war vor kurzem an einem Forschungsprojekt an einer großen Technischen Universität im Bereich Batterietechnik beteiligt (meine Masterarbeit in Elektrotechnik). Hatten verschiedenste Zellen (LG, Samsung, Panasonic, BYD etc) in Langzeittests unter verschiedenen Bedingungen.
        Die von Tesla eingesetzten LiNiMnCo (NMC) Zellen von Panasonic sind zwar besser als das was in den Autos steckt (LiNiMnCoO2) von der Zyklenzahl, aber was immer überall vergessen wird ist die kalendarische Alterung und die ist bei den NMC Zellen einfach höher. Bei täglicher Benutzung (avg. 0.8 Zyklen pro Tag) und den angegebenen Temperaturbereiche sind max. 10 Jahre drin und dann haben die Zellen nur noch 70% Kapazität und etwas mehr als 60% der Leistung. Das zumindest unsere Meinung.
        Man könnte natürlich LiFePO4 Zellen verwenden wie es die meisten anderen Speicherhersteller (Sonnenbatterie etc.) machen, aber die kosten mehr als das doppelte (teurere Rohstoffe und Fertigungsverfahren der Kathode).

    • Electricrider

      Ich habe ebenfalls Angst, dass sich hier Tesla einfach verzettelt, dennoch das Konzept PW ist stimmig. Das Fahren mit eigenen PV-Strom an den Bollwerken der Zivilisation vorbei, welche als AKW oder KKW den Sieg der Menschen über die Natur verkörpern;-)) macht einfach glücklich. Das EV ist als Speicher einer PV sehr sinnvoll, vorausgesetzt, schafft man an die Steckdose vom Sonnenuntergang, weswegen PW sehr nützlich wäre. Autark zu sein stellt an sich ein hohes Gut dar, da heute niemand darüber diskutieren möchte ob das Einsparen von CO2 absolut notwendig ist. Sollte es sich zufällig wie böse Zungen behaupten bei den aktuellen Konflikten tatsächlich um Öl handeln, so würde ich bei der Verringerung unserer Abhängigkeit bei den Mehrkosten nicht zu kurzsichtig kalkulieren wollen. PW ist bestellt, bin gespannt was passiert;-))

  • alexander

    die gigafactory soll schon beim start des model 3 ausgelastet arbeiten, um die model 3 produktion schnell und rentabel beginnen zu können